Ab Juni

13. Mai 2019 15:32; Akt: 13.05.2019 17:54 Print

Strom 3,5 Euro und Gas 2,5 Euro pro Monat teurer

Strom und Gas werden in Ostösterreich ab 1. Juni teurer: Die EnergieAllianzAustria (Wien Energie, EVN und Energie Burgenland) erhöht die Preise.

Strom und Gas werden im Osten Österreichs ab Juni teurer. (Bild: iStock)

Strom und Gas werden im Osten Österreichs ab Juni teurer. (Bild: iStock)

Zum Thema
Fehler gesehen?

Aufgrund der "Situation an den Beschaffungsmärkten erhöht die EAA-EnergieAllianz Austria ihre Strom- und Erdgaspreise für Haushaltskunden. Unter anderem verursacht die Trennung der Strompreiszone zwischen Österreich und Deutschland Anfang Oktober vergangenen Jahres einen Preiseffekt nach oben", heißt es in einer Aussendung der EAA-EnergieAllianz Austria.

Umfrage
Finden Sie die Preiserhöhung gerechtfertigt?

Die Preisanpassung per 1. Juni 2019 gilt für alle konventionellen Haushaltskundenprodukte der regionalen Energievertriebsgesellschaften der EAA: Energie Burgenland Vertrieb GmbH & Co KG, EVN Energievertrieb GmbH & Co KG und WIEN ENERGIE Vertrieb GmbH & Co KG. Für einen Haushaltskunden mit einem Stromverbrauch von 3.500 kWh pro Jahr und einem Erdgasverbrauch von 15.000 kWh pro Jahr bedeute die Preisanpassung monatliche Mehrkosten von rund 3,5 Euro bei Strom und rund 2,5 Euro bei Erdgas.

Begründet wird die Preiserhöhung mit höheren Beschaffungskosten unter anderem auch wegen der Trennung der österreichisch-deutschen Strompreiszone.

Der Gesamtpreis für Strom (inklusive Netzkosten sowie Steuern und Abgaben) steigt für einen Durchschnittshaushalt mit einem Jahresverbrauch von 3.500 Kilowattstunden (kWh) um rund 6 Prozent, hieß es aus der EnergieAllianzAustria (EAA) zur APA. Bei Gas beträgt die Erhöhung für einen Durchschnittshaushalt mit einem Jahresverbrauch von 15.000 kWh 2,8 Prozent.

Letzte Anhebung im Oktober 2018

Die Stromrechnung besteht aus drei Komponenten: Dem reinen Energiepreis - hier ist ein Anbieterwechsel möglich -, den Netzkosten sowie Steuern und Abgaben. Zuletzt waren die Preise per Anfang Oktober 2018 angehoben worden, die Strompreiserhöhung hatte damals für einen durchschnittlichen Haushalt rund 3 Euro im Monat betragen, bei Gas waren es rund 2,3 Euro.

Die Wien Energie bietet ihren Kunden einen Treuebonus von 20 Frei-Energietagen an, wenn man sich für ein Jahr bindet. Bei Strom belaufen sich die Mehrkosten für einen Durchschnittshaushalt mit einem Jahresverbrauch von 2.500 Kilowattstunden laut Wien Energie auf 2,69 Euro im Monat bzw. 1,47 Euro im Monat mit Treuebonus. Besitzer einer Jahreskarte der Wiener Linien könne sich 20 zusätzliche Freienergietage online sichern, die Mehrkosten betragen dann inklusive Treuebonus nur mehr 24 Cent im Monat, hieß es aus der Wien Energie zur APA.

Bei Gas betragen die Mehrkosten bei einem durchschnittlichen Jahresverbrauch von 10.700 kWh 1,81 Euro, mit Treuebonus sinkt die Rechnung sogar um 0,33 Euro im Monat. In Wien liegt der Durchschnittsverbrauch von Haushalten niedriger. Für einen Haushalt mit einem Verbrauch von 3.500 kWh Strom betragen die monatlichen Mehrkosten 3,76 Euro im Monat bzw. 2,09 Euro mit Treuebonus. Bei einem Erdgasverbrauch von 15.000 kWh steigt die Rechnung um 2,54 Euro, mit Treuebonus fällt sie um 0,42 Cent niedriger aus.

Betroffen sind bei der Wien Energie rund eine Million Kunden, nicht betroffen sind rund 250.000 Kunden im Strom- und Erdgasbereich mit einem Float-Tarif, mit Fixpreis-Tarifen sowie Kunden, die 2018 einen Treuebonus genommen haben.

Strom billiger als vor 10 Jahren

Bei der EVN beträgt die Erhöhung für einen Durchschnittshaushalt mit einem Jahresverbrauch von 3.500 kWh Strom 3,34 Euro im Monat, bei Gas (Jahresverbrauch: 15.000 kWh) sind es 2,42 Euro. Strom sei damit aber noch immer deutlich billiger als vor 10 Jahren, der reine Energiepreis sei seit 2008 um rund 10 Prozent gesunken, bei Gas sei der reine Energiepreis um fast 11 Prozent niedriger als 2011. Die EVN verweist auch auf eine deutliche Senkung der Netzentgelte und Ökostromförderkosten per Jahresbeginn 2019. Für einen Durchschnittshaushalt, der bei der EVN-Tochter Netz NÖ Strom und Gas bezieht, falle die Stromrechnung im Jahr damit um 60 Euro niedriger aus.

Laut Energie Burgenland wirkt sich die heute angekündigte Preiserhöhung bei einem durchschnittlichen Haushaltskunden mit einem Strom-Jahresverbrauch von 3.500 kWh mit 3,71 Euro im Monat aus. Bei Gas (Jahresverbrauch von 15.000 kWh) mit 2,55 Euro monatlich.


Bleiben Sie informiert mit dem Newsletter von heute.at


Das könnte Sie auch interessieren:


Jetzt kommentieren

Kommentar lesen

(wes)

Themen
Hier können Sie einen Kommentar zum Thema verfassen:

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Wolf am 13.05.2019 16:20 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Nich fair

    Alles wird teuerer aber nur Gehalt bleibt gleich !!!

    einklappen einklappen
  • Kunde am 13.05.2019 16:09 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Einkauf

    Wenn Energie von den Anbietern billiger eingekauft wird, wird eine Preissenkung nicht so rasch an die Kunden weitergegeben. E klar.

    einklappen einklappen
  • Django am 13.05.2019 16:20 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wollte mir ein E-Auto kaufen

    Aber so bleibe ich noch bei meinem alten 6 Zylinder 2,7L Diesel SUV.

Die neuesten Leser-Kommentare

  • doris am 22.05.2019 08:04 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    AK- UNTERSTUEZUNG

    Bitte macht ich habe sehr gute Erfahrungen ist eine seht wichtige Einrichtung unter immer guter Fuehrung.

  • Kannitverstan am 20.05.2019 09:24 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wie man sieht

    hat man heute noch nicht begriffen, wie Energieerzeugung, Transport und Vertieb funktioniert.

  • UnbequemAberWahr am 17.05.2019 12:49 Report Diesen Beitrag melden

    Na ja...

    irgendwie müssen's ja die unsinnige Smartmeter-Überwachung finanzieren... :-(

  • aborigini am 16.05.2019 13:44 Report Diesen Beitrag melden

    Ist eh schon so teuer

    na da simma aber froh, dass endlich die EAutos gefördert werden. Kostet JETZT schon das Laden bei einer Ladestation mehr als bei einem Diesel das Volltanken. Wenn dann alle mit Steom fahren werden wir das nicht mehr zahlen können.

  • zachaeus am 16.05.2019 05:46 Report Diesen Beitrag melden

    EAA Monopol

    EVN, Wien Energie und Energie Burgenland sind indirekte Netzbetreiber in einer Art Monopol! Wenn Konsumenten zu einem günstigeren Anbieter wechseln, erhöhen die Netzbetreiber die Netzgebühr. Da sollte die AK nachfragen, ob das gerecht abläuft. Die E-Control unternimmt sicher nichts gegen ihre Haupteigentümer.

    • homo austriacus debilus am 16.05.2019 10:56 Report Diesen Beitrag melden

      Netzmonopol

      Die Abzockerei liegt hauptsächlich in den Netzgebühren. Mit 1.1.2019 ist z.B. das Netzverlustentgelt (?) um 70% gestiegen, begründet von der E-Control mit der schwierigeren Beschaffung an den Börsen. Interessant ist auch das Netzverluste unterschiedlich viel wert sind (Öko). Wenn all die Abgaben und Gebühren und dabei war man sehr kreativ. wesentlich mehr ausmachen als die Energie selbst, dann stimmt da etwas gewaltig nicht.

    einklappen einklappen