Niederösterreich

07. Mai 2018 06:15; Akt: 07.05.2018 08:25 Print

Tierarzt verkauft an Polizei Palmkakadu um 130.000 €

Ein Tierarzt aus der Ukraine samt Komplizen ging jetzt der Polizei in NÖ ins Netz: Der 26-Jährige wollte einen extrem wertvollen Palmkakadu verkaufen.

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Ein ganzes Nest an schrägen Vögeln konnten Polizisten und Zollfahnder am Freitag in NÖ (Wr. Neustadt) ausheben. Die Hauptdarsteller dabei: Ein dubioser ukrainischer Tierarzt (26) mit Wohnsitz in Litauen, ein Schwede, eine Österreicherin aus Zwerndorf, zwei extrem seltene Palmkakadus, zwölf Paradiesvögel sowie zwei Buckel aus Tschetschenien.

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Schräge Bande verhaftet

Die internationale Bande hatte sich auf das illegale Business mit exotischen Tieren zu Luxusautopreisen spezialisiert. Über den Kontaktmann des Ukrainers hatten verdeckte Ermittler einen Scheinkauf eines Palmkakadus um 130.000 € arrangiert (Anm.: je nach Größe, Alter, Zustand werden Palmkakdus zwischen 10.000 und 100.000 Euro und darüber gehandelt). Bei der Übergabe im südlichen NÖ wurde Stanislav H. (26) und zwei Komplizen festgenommen, zwei Kakadus und zwölf Paradiesvögel sichergestellt und artgerecht untergebracht.

Ukrainer, Schwede in Haft

Der Tierarzt und der Schwede wanderten in Haft (vorläufig der Arzt in Korneuburg, der Schwede in St. Pölten), die Zwerndoferin wurde angezeigt. Heute soll der Tierarzt nach St. Pölten überstellt werden, sein Anwalt Wolfgang Blaschitz: „Beim Preis von je 130.000 € pro Kakadu musste ich auch zwei Mal hinschauen. Heute werde ich meinen Mandanten in U-Haft aufsuchen.“

J. Lielacher

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Judith Frühwald am 07.05.2018 07:21 Report Diesen Beitrag melden

    Rechte für Tiere einfordern

    Nach den neuesten Forschungen weiß man, dass die meisten hochentwickelten Tiere, die wir für unsere Zwecke verwenden, fühlende Lebewesen sind, die in Familienverbänden leben. Die Strafen müssten für Tierhändler demnach viel höher sein, und das veraltete Tierschutzgesetz, bei dem man davon ausging, dass Tiere Sachen sind, gehört dringend überarbeitet.

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  • I. Maimonides Lemmon am 07.05.2018 11:27 Report Diesen Beitrag melden

    Artgerechte Tierhaltung

    habe ich in Mexico auf Yukatan selbst gesehen. Dort laufen die Henderln frei auch in den Häusern der Menschen herum. Soll auch in gewissen Gegenden Rußlands so sein. Vielleicht wissen da die "Putinversteher" mehr darüber zu berichten.

  • fuhrinat am 07.05.2018 14:00 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Gierig

    Und so was ist Tierarzt

Die neuesten Leser-Kommentare

  • Franz am 08.05.2018 11:43 Report Diesen Beitrag melden

    Buckel

    Sind mit den zwei tschetschenischen Buckeln exotisches Federvieh, oder zwei "Bugeln" Wiener Unterwelt Jargon, Leibwächter gemeint?

  • fuhrinat am 07.05.2018 14:00 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Gierig

    Und so was ist Tierarzt

  • I. Maimonides Lemmon am 07.05.2018 11:27 Report Diesen Beitrag melden

    Artgerechte Tierhaltung

    habe ich in Mexico auf Yukatan selbst gesehen. Dort laufen die Henderln frei auch in den Häusern der Menschen herum. Soll auch in gewissen Gegenden Rußlands so sein. Vielleicht wissen da die "Putinversteher" mehr darüber zu berichten.

  • maseltow am 07.05.2018 11:10 Report Diesen Beitrag melden

    Tierrecht im Verfassungsrang

    Recht auf nicht gegessen und nicht verkauft werden. Tierehe und Tierkommunion längst überfällig.

  • Judith Frühwald am 07.05.2018 07:21 Report Diesen Beitrag melden

    Rechte für Tiere einfordern

    Nach den neuesten Forschungen weiß man, dass die meisten hochentwickelten Tiere, die wir für unsere Zwecke verwenden, fühlende Lebewesen sind, die in Familienverbänden leben. Die Strafen müssten für Tierhändler demnach viel höher sein, und das veraltete Tierschutzgesetz, bei dem man davon ausging, dass Tiere Sachen sind, gehört dringend überarbeitet.

    • Denker am 07.05.2018 07:43 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Judith Frühwald

      Das wurde bereits vor mehreren Jahren durch die ständige Judikatur verändert... zuerst informieren, dann aufregen.

    • Dosi am 07.05.2018 08:11 Report Diesen Beitrag melden

      @Denker

      Also ist für Sie das bestehende Tierschutzgesetz ausreichend? Für mich nicht!

    • Fritz Trözter am 07.05.2018 11:10 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Judith Frühwald

      Im Prinzip ja aber was ist mit den sogenannten Nutztieren? Nicht alle wollen Laktovegetarier werden.

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