Wie berichtet, hatte die Diakonie im Fall des toten 11-Jährigen bereits im Dezember Alarm geschlagen. Jetzt stellte sich heraus, dass das nicht die erste Warnung war.
Nach dem Suizid eines elfjährigen Buben in einem Flüchtlingsheim in Baden wird die Liste der Vorwürfe immer länger. Wie berichtet, hatte die Diakonie bereits im Dezember des Vorjahres Alarm geschlagen, weil der 23-Jährige Bruder des 11-Jährigen, der auch die Obsorge für fünf weitere Geschwister hatte, mit der Situation überfordert gewesen sein soll.
Wie der Kurier berichtet, setzte sich aber auch Christian Konrad in seiner Funktion als Flüchtlingskoordinator bereits drei Monate zuvor dafür ein, dass der 11-Jährige in die Obsorge des Jugendamtes übergeben wird.
Das Büro von Konrad verfasste demnach eine Mail an die zuständige Bezirkshauptmannschaft Baden bezüglich der Obsorge. Diesem war ein Schreiben der Diakonie beigefügt, das die kritische Situation skizzierte. Die lapidare Antwort der BH kam drei Wochen später, eine etwaige Obsorgeübertragung blieb aus.
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