Niederösterreich

31. Juli 2018 13:25; Akt: 31.07.2018 13:46 Print

Wr. Neustadt startet große Integrationsoffensive

Der Problematik mangelnder Deutschkenntnisse in Kindergärten und Schulen nehmen sich jetzt die Stadt Wr. Neustadt und das Land NÖ mit einer Integrationsoffensive an.

Landesrat Gottfried Waldhäusl, Bürgermeister-Stellvertreter Stadtrat Michael Schnedlitz und Janine-Isabelle Fischer vom Verein

Landesrat Gottfried Waldhäusl, Bürgermeister-Stellvertreter Stadtrat Michael Schnedlitz und Janine-Isabelle Fischer vom Verein "Startklar". (Bild: Trimmel)

Zum Thema
Fehler gesehen?

In Zusammenarbeit mit dem Wiener Neustädter Verein „Startklar“ werden künftig bereits vor Schuleintritt Deutschkurse für Kinder im Alter von 2 bis 6 Jahren angeboten. Insgesamt stehen Plätze für über 1.000 Kinder und somit für jedes potentiell betroffene Kind zur Verfügung.

„Die Anzahl an Personen mit nicht-deutscher Muttersprache ist in Österreich, speziell auch in Niederösterreich und Wiener Neustadt in den letzten Jahren stark gestiegen. Wir haben in Wiener Neustadt einen Migrationsanteil von knapp einem Viertel, was vor allem in den Kindergärten und Volksschulen eine große Herausforderung darstellt – einerseits für die Pädagoginnen und Pädagogen, andererseits für die Kinder selbst“, so Bürgermeister-Stellvertreter Stadtrat Michael Schnedlitz, „Ziel dieser Sprachoffensive ist es nun, über die Sprachkenntnisse der Kinder eine gelungene Integration und eine Trendwende herbeizuführen, und damit dieses Problem zu lösen.“

Waldhäusl: "Beginn einer neuen Ära"

Landesrat Gottfried Waldhäusl: „Für uns seitens des Landes Niederösterreich ist diese Sprach- und Integrationsoffensive nicht nur ein Pilotprojekt sondern der Beginn einer neuen Ära. Mit der Stadt Wiener Neustadt, in der die Problematik mit Kindern nicht-deutscher Muttersprache sehr präsent ist, und dem Verein ‚Startklar‘, der auf diese Problematik spezialisiert ist, haben wir hier optimale Voraussetzungen, damit aus einem Pilotprojekt ein Musterprojekt werden kann.“

Janine-Isabelle Fischer vom Verein „Startklar“ zum Projekt: „Ziel ist die sprachliche Förderung von Kindern nicht-deutscher Muttersprache in Form von spielerischen Deutschkursen. Die Kinder werden mithilfe kindgerechter, moderner und abwechslungsreicher Unterrichtsmethoden sowie an das Lernziel angepassten Unterrichtsunterlagen sowohl an den alltäglichen als auch den schulischen Kontext herangeführt.“

Anmeldung ab sofort möglich

Eine Anmeldung für die Deutschkurse ist ab sofort möglich. Diese umfassen drei Durchgänge mit jeweils 10 Wochen und einer 90-minütigen Einheit pro Woche. Das Land fördert die ersten 10 Einheiten mit 55 Euro (Selbstbehalt 40 Euro), die zweiten 10 Einheiten mit 45 Euro (Selbstbehalt 50 Euro).

Eckdaten des Projekts

Zielgruppe: Zielgruppe sind Kleinkinder mit nicht-deutscher Muttersprache im Alter von 2-6 Jahren, die wöchentlich je 90 Minuten an den standardisierten Sprachförderstunden bei „Startklar“ teilnehmen. Die Kinder werden nach Altersstufe in Kleingruppen geteilt, maximal 10 Kinder sollen in einer Gruppe sein, die von ausgebildeten Pädagoginnen und Pädagogen mit der Zusatzausbildung „Deutsch als Zweit-/Fremdsprache“ betreut werden.

Inhalte der Deutschkurse: In den Sprachförderstunden werden neben der deutschen Sprache auch spezifische Themenbereiche wie Feste in Österreich, Traditionen, Geschlechterrollen und andere Themen altersgerecht und spielerisch vermittelt. Das Lehrmaterial variiert dabei je nach Altersstufe.

Durchführung des Projekts: Der Projektzeitraum erstreckt sich von September 2018 bis Dezember 2019, in diesem Zeitraum sollen laufend drei Gruppenkurse (pro Altersgruppe ein Kurs) mit 10 Kindern pro Gruppe stattfinden. Jeder Kurs findet einmal pro Woche für 90 Minuten statt.

Anmeldung: Anmeldezeiten jeden Montag von 9-12 Uhr sowie jeden Donnerstag von 14 -17 Uhr beim Verein „Startklar“ (Bräunlichgasse 34/2, 2700 Wiener Neustadt). Voranmeldung und Informationen unter 0660 / 64 32 872 sowie unter willkommen@verein-startklar.at.

Bleiben Sie informiert mit dem Newsletter von heute.at


Das könnte Sie auch interessieren:


Jetzt kommentieren

Kommentar lesen

(red)

Hier können Sie einen Kommentar zum Thema verfassen:

Kommentarfunktion geschlossen
Die Kommentarfunktion für diese Story wurde automatisch deaktiviert. Der Grund ist die hohe Zahl eingehender Meinungsbeiträge zu aktuellen Themen. Uns ist wichtig, diese möglichst schnell zu sichten und freizuschalten. Wir bitten um Verständnis.

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • klipp+klar am 31.07.2018 22:21 Report Diesen Beitrag melden

    Überfremdung

    Gegen Überfremdung hilft nur Ausländerrückführung. Die sogenannte "Integration" ist nur eine Politik des Bevölkerungsaustausches, sie macht die einheimische Bevölkerung zur Minderheit im eigenen Land. Und auch die FPÖ ist Komplize dieser schändlichen Politik.

  • Lehrerin am 31.07.2018 13:59 Report Diesen Beitrag melden

    Wer lernen will, braucht Willenskraft

    Druck von Außen ist kontraproduktiv. Auch Strafen werden die Migrationsfamilien nicht dazu bewegen, sich zu integrieren. Denn der Wille ermüdet wie ein Muskel, wenn er überstrapaziert wird. Lernen setzt voraus, etwas lernen zu wollen. Eine Sprache lernt man durch spielerische Anwendung, nicht durch verordneten Frontalunterricht. Die Sprache muss zur Gewohnheit werden. Wie soll das gelingen, wenn Kinder dieser Kulturen lieber unter sich bleiben und zuhause ihre Muttersprache sprechen? Kinder sind das Spiegeldbild der Eltern. Letztere wollen sich partout nicht integrieren.

  • Milly K. am 01.08.2018 10:02 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Integration

    Wie schön dass man sich soviel Mühe gibt für die Zuwanderer. Wieviele einheimische Kinder haben Probleme mit Deutsch und werden sicher nicht gratis unterstützt. Wer finanziert die Sprachkurse? Im Kindergarten, Schulen wird ihnen Deutsch beigebracht und zu Hause sprechen sie dann in ihrer Muttersprache. Nicht sehr förderlich.

Die neuesten Leser-Kommentare

  • Milly K. am 01.08.2018 10:02 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Integration

    Wie schön dass man sich soviel Mühe gibt für die Zuwanderer. Wieviele einheimische Kinder haben Probleme mit Deutsch und werden sicher nicht gratis unterstützt. Wer finanziert die Sprachkurse? Im Kindergarten, Schulen wird ihnen Deutsch beigebracht und zu Hause sprechen sie dann in ihrer Muttersprache. Nicht sehr förderlich.

  • klipp+klar am 31.07.2018 22:21 Report Diesen Beitrag melden

    Überfremdung

    Gegen Überfremdung hilft nur Ausländerrückführung. Die sogenannte "Integration" ist nur eine Politik des Bevölkerungsaustausches, sie macht die einheimische Bevölkerung zur Minderheit im eigenen Land. Und auch die FPÖ ist Komplize dieser schändlichen Politik.

  • Lehrerin am 31.07.2018 13:59 Report Diesen Beitrag melden

    Wer lernen will, braucht Willenskraft

    Druck von Außen ist kontraproduktiv. Auch Strafen werden die Migrationsfamilien nicht dazu bewegen, sich zu integrieren. Denn der Wille ermüdet wie ein Muskel, wenn er überstrapaziert wird. Lernen setzt voraus, etwas lernen zu wollen. Eine Sprache lernt man durch spielerische Anwendung, nicht durch verordneten Frontalunterricht. Die Sprache muss zur Gewohnheit werden. Wie soll das gelingen, wenn Kinder dieser Kulturen lieber unter sich bleiben und zuhause ihre Muttersprache sprechen? Kinder sind das Spiegeldbild der Eltern. Letztere wollen sich partout nicht integrieren.