Silvester-Drama

01. Januar 2019 18:30; Akt: 02.01.2019 09:40 Print

17-Jähriger getötet – die Kugelbombe war illegal

Der Innviertler David M. wurde bei einer Silvester-Knallerei von einer Kugelbombe tödlich am Kopf verletzt. Der Feuerwerkskörper ist eigentlich nur für Profis zugelassen.

David M. wurde bei der Silvester Knallerei von einer Kugelbombe tödlich am Kopf verletzt. (Bild: privat)

David M. wurde bei der Silvester Knallerei von einer Kugelbombe tödlich am Kopf verletzt. (Bild: privat)

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Tragischer Ausgang einer Silvesterknallerei unter Freunden: Gemeinsam mit einem Freund (21) entzündete der 17-jährige David M. aus Eberschwang (Bez. Ried/I.) kurz vor Mitternacht mehrere kleinere Kugelbomben. Dazu verwendete er eine selbst gebaute Abschussvorrichtung aus senkrecht aufgestellten Metallrohren.

Bis zu diesem Zeitpunkt lief alles ohne Probleme ab – Die Feuerwerkskörper gingen wie geplant in die Luft. Um Mitternacht sollte dann der Höhepunkt folgen. Die größte der Bomben (15 Zentimeter Durchmesser) wurde angezündet. Doch es kam zum Problem: Die Zündschnur der Kugelbombe entzündete sich nicht.

David M. versuchte erneut das Geschoss anzuzünden. Mit schrecklichem Ausgang: Der Sprengkörper explodierte! Der 17-Jährige – der unmittelbar an der Abschussvorrichtung stand – wurde durch die Wucht der Detonation schwer am Kopf getroffen, verstarb wenig später im Spital. Sein Freund blieb unverletzt.

Jetzt ermittelt die Polizei, denn die tödliche Kugelbombe hätte nicht in die Hände von Laien kommen dürfen.

Feuerwerk nur für Pyrotechnik-Profis zugelassen

"Die Jugendlichen haben in Eberschwang insgesamt sieben Kugelbomben gezündet. Sechs sind der Kategorie F2 zuzuordnen, konnten problemlos entzündet werden. Die Letzte, vermutlich von der Kategorie F3, ist beim ersten Versuch nicht zu einer Detonation gekommen. Eine Explosion war die Folge", so der Sprengstoffexperte der Polizei, Kurt Schneider.

Bei Feuerwerkskörpern der Kategorie F3 handelt es sich um Profifeuerwerk, das einen Pyrotechnikerausweis erfordert. Dass die tödliche Kugelbombe von den Jugendlichen selbst gebastelt worden war, schließt der Experte mit hoher Wahrscheinlichkeit aus. Ermittlungen sollen jetzt nicht nur den genauen Unfallhergang klären, sondern auch Aufschluss auf den Händler geben.

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(cru)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Ottakringer am 01.01.2019 18:48 Report Diesen Beitrag melden

    Bomben

    Die Händler die solchne Kugelbomben verkaufen gehören mit Hohen Strafen beglückt. Auch wenn sie vom Ausland sind

    einklappen einklappen
  • Opa 1160 am 01.01.2019 19:01 Report Diesen Beitrag melden

    Bombe

    Bin überhaupt ein Feind von den Knallkörpern im Stadtgebiet, leider hat es bei uns schon am 25 Dezember angefangen, solchne Kugelbomben dürften gar nicht verkauft werden.

  • Mcgyver am 01.01.2019 22:32 Report Diesen Beitrag melden

    Verkaufsverbot!

    Die einzige möglichkeit, um diesen gefährlichen und völlig unnötigen unfug einhalt zu gebieten! Jedes jahr bringt es verletzte, jetzt auch einen toten.....

Die neuesten Leser-Kommentare

  • Xanthalas am 03.01.2019 20:02 Report Diesen Beitrag melden

    Darwin

    Bin kein Fan von reiner Knallerei - was ist das tolle an BOOOMMMM? Ich sehe dass als tragische darwinistische Auslöse - wäre er klüger gewesen hätte er eine nicht funktionierende Zündschnur nicht nochmals entzündet...

  • Altwien am 02.01.2019 11:31 Report Diesen Beitrag melden

    Ilegal

    Wer mit Bomben spielt, muß mit den Konsequenzen leben (sterben)! Mein Beileid den Eltern!

  • Habakuk am 02.01.2019 11:03 Report Diesen Beitrag melden

    Nicht aufregen!

    Die EU hat ja alles im Griff, wie man so schön sagt. Gurkenkrümmungen sind viel gefährlicher als pyrotechnische Gegenstände. Daher ist eine gekrümmte Gurke verboten, aber Feuerwerkskörper dürfen nach wie vor verkauft werden. Denkt nur an die vielen Gurkenkrümmungstoten und Verletzten.

    • Xanthalas am 03.01.2019 20:03 Report Diesen Beitrag melden

      Whataboutismus

      Danke für den Whataboutismus - ein echter Clown Habakuk eben...

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  • neumann2019 am 02.01.2019 10:00 Report Diesen Beitrag melden

    Bin DAFÜR

    Vorweg Beileid den Hinterbliebenen, Meiner Meinung gehört diese unnötige Knallerei verboten, Jedes Jahr Tote ,Schwerverletzte, Brände, Tier leid, Lärm Umweltverschmutzung, warum unternimmt die sogenannte Umwelt Partei ,die Grünen, dagegen nichts?? Da könnten Sie Stimmen sammeln, ich wäre dafür

    • pipolo am 05.01.2019 11:36 Report Diesen Beitrag melden

      UNSIN

      Die Grünen haben ein anderes Thema zu ihrem gemacht. Ratet mal.

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  • Lucy am 02.01.2019 08:28 Report Diesen Beitrag melden

    Ohne Knallkörper zu Silvester

    Im privaten Bereich soll die Knallerei zu Silvester abgeschafft werden.

    • Bleigießer am 02.01.2019 10:56 Report Diesen Beitrag melden

      Schick ein Gesuch

      an die EU-Kommission, das ist die Kommando-Zentrale für Ver- & Gebote. Damit in Zukunft ausschließlich Lady-Cracker erlaubt sind.

    • H.Langer am 02.01.2019 11:14 Report Diesen Beitrag melden

      @bleigießer

      DAs wäre endlich mal eine vernünftige Verordnung von dort.

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