Seit 1. Juni gilt im Linzer Hessenpark ein absolutes Alkoholverbot und zusätzlich eine Schutzzonen-Verordnung, die es der Polizei erlauben, Alko-Sünder zu strafen und Dealer in der Schutzzone wegzuweisen, auch wenn keine Drogen gefunden werden. Wir berichteten.
Die Bilanz nach drei Tagen: 15 Wegweisungen wurden bis jetzt vorgenommen, sechs davon am ersten Tag. Dabei handelt es sich um amtsbekannte Personen.
"Wir sind bislang zufrieden", sagt Stadtpolizei-Kommandant Karl Pogutter im Gespräch mit "Heute". "Wer strafbare Handlungen begeht, wird weggewiesen und darf die Schutzzone 30 Tage lang nicht betreten, wer dagegen verstößt, wird angezeigt und festgenommen."
Alkoholisierte im Park rund um Südbahnhofmarkt
Was tut sich aber neuerdings in den Grünanlagen rund um den Südbahnhofmarkt? Der Hessenpark und der Südbahnhofmarkt sind nur rund 650 Meter voneinander entfernt.
Wie Fotos eines Leserreporters jetzt zeigen, tummeln sich dort untertags altbekannte Gesichter aus dem Hessenpark. Und das direkt an den angrenzenden Kinderspielplatz! Zerschlagene Vodkaflaschen und heruntergerissene Verkehrstafeln machen das Bild komplett.
"Es stimmt, das Hessenpark-Problem verlagert sich. Das bekannte Klientel wandert aktuell an den Südbahnhofmarkt ab. Es sind vor allem alkoholisierte Personen, die man hier sieht", bestätigt Pogutter gegenüber "Heute".
Die Polizei beobachte diesen Bereich, eine Wegweisung wie im Hessenpark, beim Krempelhochhaus und am Hinsenkampplatz ist aber derzeit nicht möglich, da es am und rund um den Südbahnhofmarkt keine Schutzzonen gibt, so der Linzer Polizei-Kommandant weiter.
(cru)