Grillfans gegen Anwohner! In Linz wird heftig über das Grillen an öffentlichen Plätzen diskutiert. Nun hat sich Bürgermeister Klaus Luger eingeschaltet.
Nach dem Grillverbot am Pleschinger See wird nun am Donauufer in St. Margarethen an schönen Tagen heftig gegrillt. Hunderte Menschen säumen den Linzer Uferbereich.
Das sorgt vor allem bei den Anwohnern für Ärger, wegen der Lärm- und Geruchsbelästigung. "Ich verstehe das, die Situation dort ist eskaliert", sagt der Linzer Bürgermeister Klaus Luger (SPÖ) im Gespräch mit "Heute".
Eines ist für ihn klar: "Ein generelles Grillverbot wird es nicht geben." Vielmehr will Luger auf Information und vor allem die Via Donau setzten. Der nämlich gehört das Grundstück an der Donau.
"Es wird ein Gespräch geben. Mein Plan ist, dass nur im östlichen Bereich des Geländes gegrillt werden darf", sagt Luger. Schilder sollen darauf hinweisen. Zudem soll ein weiteres WC aufgestellt werden.
Der Ordnungsdienst soll zusammen mit Mitarbeitern des Migrationsbeirates Gespräche mit den Grillfans führen. "Es ist objektiv so, dass viele Menschen mit Migrationshintergrund dort grillen. Aber auch die müssen sich an die Regeln halten", so Luger.
Müllsünder und rabiate Autofahrer, die in die Wiese fahren, um dort einfach zu parken, sollen natürlich bestraft werden.
Verbieten will Luger das Grillen aber nicht. "Es ist leider so, dass es Menschen gibt, die nicht das Privileg haben, einen Balkon oder Garten zu haben. Aber auch sie sollen die Möglichkeit haben zu grillen", so Luger.
(gs)