Handschellen, graue Adidas-Kapuzenjacke, dunkle Jeans: So kehrte der festgenommene Portugiese Duarte D. (24) am Donnerstag an den Tatort, eine Welser Bar, zurück, wo er eine junge Frau (20) lebensgefährlich verletzt haben soll.
Die und im Gastgewerbe arbeitet, Montagnachmittag fest. Über ihn wurde die U-Haft verhängt. Er soll in der Nacht auf Samstag in der Welser Bar "Auf Verdacht" die Maturantin Natalie R. (20) mit einem Klappmesser lebensgefährlich verletzt haben.
Die Polizei geht davon aus, dass er die junge Frau in der Toilette vergewaltigen wollte. Als sie sich wehrte, soll er zugestochen haben. Mittlerweile ist R. außer Lebensgefahr, aber immer noch im Spital.
Zur Tatrekonstruktion brachten die Ermittler am Donnerstag Duarte D. nochmal an den Tatort zurück. Sie gingen mit ihm durchs Lokal und durch die Welser Innenstadt. Mit dabei auch: D.s Anwalt Andreas Mauhart. Er zu "Heute": "Mein Mandant kann sich an nichts erinnern. Er hatte zuvor beim Public Viewing – nur 500 Meter vom Tatort entfernt – weißes Pulver gekauft, das er dann auf der Toilette der Bar konsumiert hat. Dann verließ er das WC, ging zurück, stach zu." Von einer versuchten Vergewaltigung könne also keine Rede sein, so der Verteidiger.
Und woher hatte er die Tatwaffe, das Klappmesser? Laut Anwalt hatte er dieses zuvor beim Public Viewing am Boden gefunden.