Endlich vereint

10. August 2018 18:49; Akt: 10.08.2018 19:20 Print

Hier schließt Florida-Leo seine Eltern in die Arme

von L. Urban, C. Oistric - Leo S. ist erschöpft, aber überglücklich. Der Oberösterreicher durfte nach Entlassung aus der US-Haft endlich seine Eltern sehen.

Die Eltern von Leo S. kamen am Donnerstag in Florida an. (Bild: privat)

Die Eltern von Leo S. kamen am Donnerstag in Florida an. (Bild: privat)

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Über eine Woche musste Leo S. im Häf’n von Sarasota in Florida ausharren, dann ging alles ganz schnell. Am Donnerstag um 16.40 Uhr (US-Zeit) öffneten sich die Gefängnistore – nur drei Stunden später durfte der 18-Jährige aus Oberösterreich auch schon seine Eltern in die Arme schließen.

Die Familie ist erschöpft, aber überglücklich – und der Kampf hat erst begonnen. Denn am 14. September wird Leo S. in den USA der Prozess gemacht.

"Tragische Liebesgeschichte"

Wie berichtet, war der 18-Jährige nach Florida gereist und soll mit einer 15-jährigen Internetbekanntschaft geschlafen haben – es gilt die Unschuldsvermutung. Die US-Justiz wirft dem Burschen Kindesmisshandlung vor, Leos Anwalt Christian Thier bezeichnet die Causa als "tragische Liebesgeschichte".

Daher ist dem 18-Jährigen nun auch der Zugang zum Internet sowie jeglicher Kontakt zu seiner Amanda verboten. Der über beide Ohren verliebte Teenager soll sich nicht selbst schaden. "Man weiß man ja nie", so Anwalt Thier. Leo befindet sich in der Obhut seiner Eltern und darf die Regionen Orange und Sarasota County nicht verlassen.

Bis zu 15 Jahre Haft drohen

Auch Oberösterreichs Landeshauptmann Thomas Stelzer sendet aufbauende Worte: "Es freut mich, dass der Junge bis zum Prozessauftakt wieder in Freiheit sein kann und mit seinen Eltern vereint ist. Ich danke allen, die an dieser Hilfe beteiligt sind und wünsche der Familie viel Kraft für die anstehenden Wochen. Ich hoffe auf einen fairen Prozessverlauf und dass die besonderen Umstände auch berücksichtigt werden."

Im schlimmsten Fall drohen dem Burschen 15 Jahre Haft. Die Anwälte streben einen Deal mit dem Staatsanwalt an und bereiten sich intensiv auf den Prozess vor. Leos Familie und Freunde sammeln Spenden (IBAN: AT31 3477 7000 0082 6727) – um die enormen Kosten bezahlen zu können.

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Roland am 11.08.2018 07:10 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Spende

    sollte man nicht eher für wichtige dinge spenden als für so etwas?

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  • Codex am 10.08.2018 19:02 Report Diesen Beitrag melden

    Priscilla war 14, Elvis 24

    hach wie romantisch, ein Star müßt ma halt sein, dann hat man diese Sorgen nicht in einem System in dem man seine Unschuld beweisen muß wenn man es sich leisten kann.

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  • k.Kurt am 11.08.2018 07:11 Report Diesen Beitrag melden

    schön reingelegt

    würde keinen cent spenden ! die haben den dummen Jungen und noch dümmer Eltern schön reingelegt ! denn woher kommt die Anzeige ? reine Geldmache ich finde gut das die Gesetze in USA auch exekutiert werden in Gegensatz zu uns ...

Die neuesten Leser-Kommentare

  • Andi am 11.08.2018 11:27 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Kein Mitleid

    Andere Länder andere Sitten man muss sich auch als Österreich an Gesetze in anderen Ländern halten auch wenn es bei uns erlaubt ist selber schuld selber leiden was man von anderen bei uns erwartet muss man auch selber vorleben

    • schlaraffenland am 11.08.2018 17:31 Report Diesen Beitrag melden

      lödidö

      in österreich wird man auf freien fuss angezeigt, damit du dich in ruhe absetzen kannst!

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  • Ilse am 11.08.2018 10:46 Report Diesen Beitrag melden

    Negative Kommentare

    Schrecklich, wie viele negative und von Neid zerfressene Menschen es gibt deren einzige Freude es offenbar ist sich darüber zu mutieren, dass es auch Menschlichkeit und Mitgefühl gibt! Ich wünsche dem Jungen und seiner Familie das Allerbeste und hoffe, dass die Menschen weiterhin mit Spenden unterstützen. Der der hat gibt gerne, der der nicht hat redet schlecht.

    • Ronny am 11.08.2018 19:31 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Ilse

      Auf was bitte soll man da neidisch sein? Der Bursche kennt die nicht aber sofort ins Bett! Ein wenig denken!

    • Anna am 11.08.2018 19:32 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Ilse

      Neidisch? Auf was bitte? Auf einen Burschen der nicht denkt? Wüßt nicht auf was man da neidisch sein sollte????

    • Lolalu am 12.08.2018 08:54 Report Diesen Beitrag melden

      Naivität ist nicht Mitgefühl

      Der, der hat spendet für Leute in wirklichen Notfällen (Kranke, Arme, Unschuldige) und nicht für einen 18 jährigen der seinen Trieb nicht kontrollieren kann und sich dadurch strafbar macht. Der der nichts hat redet nicht Schlecht sondern macht sich so seine Gedanken für was da gespendet wird.... Sie mutieren sich darüber das alle die für so etwas nicht Spenden wollen von Neid zerfressen oder Empathielos sind und nichts haben...dem ist nicht so.

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  • Abdullah am 11.08.2018 09:41 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Einfach unnötig

    Wer für ein bisschen Sex bis Amerika reisen muss, der hat es eben so gewollt. Wenn er schon nicht imstande war hierzulande jemanden zu finden, dann hätte ihn eben der Vater mal zum Hormon-abbau im Freudenhaus vorbei bringen sollen.

  • Anna Chiara am 11.08.2018 09:13 Report Diesen Beitrag melden

    Dorfmatratze aufreissen

    Hätte er nicht hier irgend eine Dorfmatratze aufgabeln können ? Hätte ihm viel Zeit und Ärger erspart .

  • Da Legst Sie Nieder am 11.08.2018 08:36 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Der ganzen welt ist ein stein vom herzengefallen !

    Ja wir alle sind überglücklich. Die ganze welt ist jetzt ausser sich vor freude , glück und euphorie. Bitte auch weiter spenden! Ich habe dreimal täglich lenden-leo in meine gebete eingeschlossen. Österreich sollte ihn zum vorbild und zum ehrenbürger erklären. Der staat könnte solche bildungsreisen mit stipendien fördern!