In Linz

12. Juni 2018 19:04; Akt: 12.06.2018 19:05 Print

Vergewaltigungs-Prozess endet mit Freispruch

Es waren schlimme Vorwürfe gegen einen 29-jährigen Linzer! Er soll eine Frau (19) in einer Disco vergewaltigt haben. Dienstag wurde er freigesprochen.

Der Beschuldigte wird in Handschellen in den Gerichtssaal geführt.  (Bild: W.M.)

Der Beschuldigte wird in Handschellen in den Gerichtssaal geführt. (Bild: W.M.)

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Helles Hemd, blauer Anzug, blaue Krawatte – und in Handschellen. So betrat Angeklagte Dienstag kurz vor 9 Uhr in Begleitung von Star-Anwalt Andreas Mauhart den Saal im ersten Stock des Linzer Landesgerichts.

Acht Stunden später kann er das Gericht wieder verlassen. Ohne Handschellen. Und als freier Mann. Er wurde vom Vorwurf der Vergewaltigung freigesprochen.

Dabei hatte es die Anklageschrift eigentlich in sich gehabt. Er soll nämlich in der Nacht auf 3. November 2017 gegen 3.30 Uhr in der Linzer Disco "A1" am Damen-Klo eine junge Frau (19) brutal vergewaltigt haben.

Laut Anklage, habe er sie in die Kabine gedrängt, sie dann gezwungen, Drogen zu nehmen. Der 29-Jährige soll sogar behauptet haben, er habe eine Waffe bei sich – ergaben zumindest die Ermittlungen. Laut der 19-Jährigen hab er sich dann an ihr vergangen.

Angeklagter bestreitet Vorwürfe

Laut dem 29-jährigen Angeklagten ist der Abend aber ganz anders abgelaufen. Er bestritt die Vorwürfe vor Gericht, behauptete, der Sex sowie der Drogenkonsum seien einvernehmlich gewesen.

Andreas Mauhart, der Anwalt des Beschuldigten, äußerte Zweifel, dass eine Vergewaltigung auf der Toilette einer Diskothek, wo immer Menschen in der Nähe seien, völlig unbemerkt bleiben könne. "Sie haben da einen Mann, der perfekt passt, aber ich bin relativ sicher, die Vergewaltigung, die ihm da vorgeworfen wird, kann sich für mich nicht ausgehen" – wandte er sich an das Schöffengericht.

Mutmaßlicher Täter kann sich Anschuldigungen nicht erklären

Der Angeklagte, der bereits eine dreijährige Haftstrafe wegen Vergewaltigung absitzen musste, kann sich die Anschuldigungen nicht erklären. Er meinte vor Gericht, dass die 19-Jährige vielleicht böse sei, weil er die Kabine gleich nach dem Sex verlassen habe und sie ihn wohl später mit seiner Freundin gesehen habe.

Das Geschworenengericht glaubte ihm und hatte Zweifel an der Version der 19-Jährigen. Sie habe sich in zu viele Widersprüche verstrickt, so Anwalt Mauhart zu "Heute". Deswegen der Freispruch. Übrigens rechtskräftig!

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • TantePolly am 12.06.2018 16:15 Report Diesen Beitrag melden

    Wenn der Angeklagte bereits eine

    dreijährige Haftstrafe wegen Vergewaltigung absitzen musste, dann ist er nach gängiger Strafrechtsphilosophie erfolgreich resozialisiert und daher garantiert unschuldig,

  • Sucher am 12.06.2018 16:49 Report Diesen Beitrag melden

    Frau

    Wie heißt das in Österreich ? FREISPRUCH, wie gehabt, die Frauen sind immer die Blöden.

  • Sandra am 12.06.2018 17:04 Report Diesen Beitrag melden

    Topanwalt probiert alles

    7 Jahre Haft wären eine angemessene Strafe. Er ist kein Heiliger, dass wissen alle die ihn kennen.

Die neuesten Leser-Kommentare

  • kreereiwa am 12.06.2018 20:55 Report Diesen Beitrag melden

    Ein nettes Früchtchen

    Scheint mir ein nettes Früchtchen zu sein: wegen Vergewaltigung schon gesessen, Sex mit einer Anderen obwohl seine Freundin mit ist, Drogen - ich hoffe, dass er einmal eine gerechte Strafe bekommt in welcher Form auch immer.

  • Martina am 12.06.2018 20:08 Report Diesen Beitrag melden

    Topanwalt

    Mauhart hat bewiesen, dass er zu den besten seines Fachs gehört.

  • Skandal am 12.06.2018 19:46 Report Diesen Beitrag melden

    Justiz in Ö

    Man könnte glauben das es in Österreich NUR Top Anwälte gibt... Klar verstrickt sich ein nervöses geschändetes Mädchen bei einem skrupellosen Anwalt in Wiedersprüche.. Aber anscheinend freuen sich manche Anwälte und Richter darüber das Frauen wieder der Unterdrückung Preis gegeben werden..

  • Sandra am 12.06.2018 17:04 Report Diesen Beitrag melden

    Topanwalt probiert alles

    7 Jahre Haft wären eine angemessene Strafe. Er ist kein Heiliger, dass wissen alle die ihn kennen.

  • Sucher am 12.06.2018 16:49 Report Diesen Beitrag melden

    Frau

    Wie heißt das in Österreich ? FREISPRUCH, wie gehabt, die Frauen sind immer die Blöden.