Sog warf Kinderwagen um

05. Oktober 2017 08:30; Akt: 05.10.2017 13:48 Print

Baby stirbt durch Fahrtwind: Das sagen ÖBB

Nach dem tragischen Unglück am Bahnhof in Puch im Tennengau, wo ein Kleinkind auf den Bahnsteig geschleudert wurde und wenig später verstarb, gibt es nun eine Aussage der ÖBB.

Durch diesen Bahnhof (Puch) raste der Güterzug. Das Baby starb wegen dem Fahrtwind. (Bild: zVg)

Durch diesen Bahnhof (Puch) raste der Güterzug. Das Baby starb wegen dem Fahrtwind. (Bild: zVg)

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Der Schock nach dem schlimmen Unfall am Mittwoch am Bahnhof in Puch im Tennengau sitzt noch immer tief.

Wie bereits berichtet, stand eine 24-Jährige mit ihren beiden Kindern am Bahnsteig am Bahnhof in Puch und wartete gerade auf einen Zug.

Als ein Güterzug durch den Bahnhof fuhr, wurde der Kinderwagen durch den Sog des Waggons mitsamt dem Mädchen ausgehoben und auf den Bahnsteig geschleudert.

Die Einjährige erlitt bei dem Unfall schwerste Verletzungen und wurde nach der notärztlichen Erstversorgung umgehend in das Krankenhaus nach Salzburg gebracht. Doch die Ärzte konnte das Leben des Mädchens nicht mehr retten. Nur kurze Zeit später erlag es seinen Verletzungen und verstarb.

Untersuchungen laufen

Gemeinsam mit der Polizei untersuchen nun Sicherheitsexperten der Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) den genauen Unfallhergang.

"In der Theorie entstehen durch den Fahrtwind, die grobe Oberfläche eines Güterzuges und die Verbauungen Luftverwirbelungen, wo sich im Nahbereich Windkräfte entwickeln können, die leichtere Gegenstände durch die Luft wirbeln können", so Polizeisprecher Hans Wolfgruber gegenüber "ORF Salzburg".

Bedauerlicher, tragischer Einzelfall

Auch die ÖBB haben sich bereits zu dem Unfall geäußert. In dem Bericht von "ORF Salzburg" sprechen sie von einem sehr bedauerlichen, tragischen Einzelfall. Der Güterzug habe sich laut ÖBB-Sprecher Christoph Gasser-Mair an alle Vorschriften für die Durchfahrt durch Bahnhöfe gehalten.

Die Ermittlungen sollen nun Aufschluss darüber geben, wie es zu dem Unglück kommen konnte.

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(wil)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Soraya am 05.10.2017 09:08 Report Diesen Beitrag melden

    Bahn

    Die Mutter hätte aber auch weiter hinten stehn können...jeder weiss das der Fahrtwind heftig ist. Tragisch das dieses kleine Geschöpf sterben musste.

  • Daniela am 05.10.2017 09:12 Report Diesen Beitrag melden

    Unmöglich

    Eine Mutter hat sich zu vergewissern das der Kinderwagen nicht zu nah an einem Bahnsteig steht . Auch ist ein Kinderwagen mit einer Bremse ausgestattet die zu betätigen ist . Und zu guter letzt hält man den Kinderwagen fest, dann kann auch nichts passieren. Außerdem wiegt ein Kind mit 1 Jahr schon mindestens 8 Kilo . Ob der Wind so stark ist wage ich zu bezweifeln.

    einklappen einklappen
  • Dagmar A am 05.10.2017 09:29 Report Diesen Beitrag melden

    Unglück

    Das ist echt traurig aber....ein bisschen mehr Hirn einschalten seitens der jungen Mutter unf das Unglück wäre nicht passiert. Züge fahren schnell und entwickeln enornen Fahrtwind/Sog.

Die neuesten Leser-Kommentare

  • Tini am 09.10.2017 06:48 Report Diesen Beitrag melden

    KEIN Einzelfall mehr

    Überall werden 30er Zonen usw. aus Sicherheitsgründen eingerichtet, nur am Bahnhof soll das nicht gelten? Wahnsinn, daß Züge mit 100 km/h !!! durch die Stationen donnern dürfen. Das ist vergleichbar, als würde man mit den Kindern am Pannenstreifen einer Autobahn stehen, wo Autos mit gleicher Geschwindigkeit vorbeiziehen, also eindeutig lebensgefährlich und unverantwortlich von Seiten der ÖBB.

  • Bernd am 08.10.2017 15:54 Report Diesen Beitrag melden

    Öbb

    Die ÖBB muss verklagt werden bis zum nimmerleinstag.fahrlässige Tötung nennt sich so was.die arme Familie

  • Öffi-Fahrer am 05.10.2017 17:40 Report Diesen Beitrag melden

    ÖBB muss handeln

    Jedem der oft mit der Bahn unterwegs sind diese schnellen Güterzüge beim Warten am Bahnsteig schon aufgefallen die "gefühlt" mit vollem Tempo am Bahnhof durchrauschen. Es wird höchste Zeit für die Bahn die Sicherheit für die wartenden Bahnfahrer zu erhöhen und es ist vor allem sehr traurig für die betroffene Familie.

  • Hase am 05.10.2017 12:55 Report Diesen Beitrag melden

    Unmöglich

    sind die Beiträge, ausgenommen der von Igel, keiner von uns war bei dem Unglück dabei, Mutmassungen mit Handy usw. sind unnötig. Das Leid und der Schmerz der Mutter ist sooo gross, möge man sich die negativen Kommentare sparen. Ich wünsche der Familie sehr viel Kraft.

  • Brigitte N. am 05.10.2017 12:49 Report Diesen Beitrag melden

    Mütter heutzutage sehr verantwortungslos!

    Man soll beobachten, wie sich die Mütter in U-Bahnstationen verhalten. Drei viertel sollen angezeigt werden. Sie passen gar nicht auf die eigene Kinder, unglaublich arg.