Steiermark

25. April 2018 05:55; Akt: 25.04.2018 12:46 Print

Georg: "Auch gesunde 12-Jährige müssen sterben"

Tränen der Enttäuschung bei der Mutter des todkranken Georg: Obwohl bereits 100.000 € an Spenden da sind, bleibt die KAGes beinhart.

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So viel Hoffnung hatte die Mutter von Georg (12) aus der Steiermark in das Gespräch mit der KAGes (Anm.: Träger; entscheidet ob Behandlung bewilligt wird oder nicht) gesetzt, nach dem Gespräch mit dem Vorstand war die Mutter am Boden zerstört und musste sogar von ihrem tapferen Sohn und Anwältin Karin Prutsch aufgemuntert werden.

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"Würde nur länger leiden"

100.000 Euro an Spendengeld war eingegangen. Doch der Vorstand der KAGes schmetterte die Argumente der Mutter und Anwältin beim klärenden Gespräch am Dienstag ab: „Das was Sie hier wollen, ist Wunschmedizin. Wir werden keinen Behandlungsvertrag abschließen. Finden Sie sich mit Ihrem Schicksal ab. Mit Spritzen würde Ihr Sohn noch länger leiden.“

"Auch gesunde Kinder sterben"

Karin Prutsch war über die Kälte entsetzt: „Der KAGes-Vorstand schaute der Mutter in die Augen und meinte abschließend trocken: Auch gesunde Zwölfjährige müssen auf der Straße sterben und auch das muss man hinnehmen. Und: Er müsse dann einem anderen Kind das Geld wegnehmen, das vielleicht eine größere Heilungschance hätte.“

Wie berichtet leidet Georg an einer seltenen Muskelerkrankung, das einzig wirksame Medikament "Spinraza" ist eines der teuersten Medikamente überhaupt. Kosten pro Injektion: rund 77.000 €. Der lebensfrohe Georg kann nachts nicht mehr selbstständig Luft holen, hängt an einem Beatmungsgerät.

Letzte Hoffnung: Die Volksanwaltschaft und Financiers.
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Spenden für Georg
IBAN: AT71 3811 1000 0016 6033
BIC: RZSTAT2G111

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Sonja am 25.04.2018 06:27 Report Diesen Beitrag melden

    Was soll das...es ist beschämend.

    Es sind die Spenden da...es kostet der Steiermark kein Geld mehr, da es über die Spenden finanziert wird. Warum bekommt das Kind das Medikament nicht? Was soll das? Und wir regen uns über das Gesundheitssystem in den USA auf? Hier ist es nicht besser, es ist beschämend. Arbeitslosen und anderen Personen wird das Geld hinten reingesteckt...aber ein Kind kann man mit Schmerzen sterben lassen...

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  • Michael am 25.04.2018 06:48 Report Diesen Beitrag melden

    Alles Gute

    Meiner Ansicht nach hat der junge Mann ein Recht auf die Behandlung. Die Familie hat hart gekämpft. Alles gute für sie und fals der Junge Mann das liest: Bleib tapfer und gib nicht auf.

  • alexander am 25.04.2018 12:08 Report Diesen Beitrag melden

    Was zählt schon ein Österreicher?

    Hauptsache, wir überweisen Millionen an Syren, oder bezahlen 95.000 für einen Energiering, etc, etc.

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Die neuesten Leser-Kommentare

  • Winter am 27.04.2018 16:31 Report Diesen Beitrag melden

    Kosten und Nutzen

    Ich habe selbst ein bisschen recherchiert, weil dieser Artikel arg kurz ist. Also, das Medikament ist pervers teuer, weil der US- Konzern einfach das Maximum herausholt. Seit ca. 2 Jahren am Markt, hilft in ca. 50% der Fälle zumindest etwas- was für diese Krankheit TOLL ist. Die Anfangsdosis ist 4 Spritzen in recht kurzer Zeit, danach alle 4 Monate eine zum Aufrechterhalten- lebenslang. 77.000 EUR pro Spritze. Mir fehlt überall, auch bei anderen Medien, die Information, mit welcher MEDIZINISCHEN Begründung die KAGES es nicht zumindest probieren will. Absetzen kann man, wenn es nicht hilft.

  • Daisy Burn am 27.04.2018 07:55 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Absolute Frechheit

    Kein Mensch sollte das Recht haben über ein Menschenleben zu bestimmen. Jeder Versuch, auch wenn dieser scheitern sollte, ist es Wert ein Leben zu retten. Es ist schon schlimm genug, dass sein Leben vom Geld abhängig ist und dann wenn das Geld vorhanden ist, trotzdem abgelehnt zu werden, ist eine absolute Frechheit. Der Herr Dr. Unmensch würde natürlich ganz anders entscheiden, wenn es um sein Kind ginge. Da würde nichts unversucht bleiben....

  • Lili am 26.04.2018 14:04 Report Diesen Beitrag melden

    Und wenn das sein Kind wäre?

    Aber Geld für sinnlose bauten verpuffern... Hier sind sogar spendergelder geflossen. Wenn das sein Kind wäre?

  • Gitti am 26.04.2018 05:45 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Steven Hawking

    Auch wenn so angebliche Ärzte meinen sie könnten über Leben oder Tod entscheiden, möglicherweise geht dadurch der Welt ein weiterer Steven Hawkins verloren, dem hat man auch nur ein paar Jahre nach seiner Diagnose prophezeit.

  • Beate am 26.04.2018 05:36 Report Diesen Beitrag melden

    Vorstand gehört ausgetauscht

    Unglaublich was hier der Vorstand von sich gibt! Das schämt man sich wirklich für so eine Aussage!!! Ein Frechheit!