Zudem Gesetzesverschärfung

27. Februar 2019 12:06; Akt: 28.02.2019 09:49 Print

Versicherungsschutz für Bauern nach Kuh-Urteil

Das Urteil im Zivilprozess nach einer tödlichen Kuh-Attacke auf eine Urlauberin zieht weiter Kreise. Kanzler Kurz kündigte nun gesetzliche Nachschärfungen an.

Bildstrecke im Grossformat »

Zum Thema
Fehler gesehen?

Erstmals hat sich Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) am Mittwoch im Rahmen des Pressefoyers nach dem Ministerrat zum heftig umstrittenen Urteil nach einer tödlichen Kuh-Attacke geäußert.

Umfrage
Sollen Almen für Touristen gesperrt werden?
43 %
19 %
35 %
3 %
Insgesamt 4917 Teilnehmer

Zur richterlichen Entscheidung selbst wollte Kurz zwar kein Kommentar abgeben, betonte aber, dass der Entscheid das gute Miteinander zwischen Touristen und Landwirtschaft, das bisher stets bestanden habe, keinesfalls gefährdet werden solle.

"Wir haben daher die zuständlichen Minister Köstinger und Moser gebeten einen Vorschlag zu erarbeiten", so Kurz. Demnach soll es Nachbesserungen im Allgemeinen Bürgerlichen Gesetzbuch (AGB) und eventuell in den Landesgesetzen geben. So sollen klare gesetzliche Regelungen geschaffen werden, die das gute Miteinander auf den Almen sicherstellen sollen. Das sei im Interesse aller in einem Tourismusland.

Runder Tisch

Indes fand am Mittwoch in Tirol ein Runder Tisch zum Thema statt. Neben der Interessenvertretung nahmen daran auch Landeshauptmann Günther Platter und Vertreter von Tourismus und Alpenverein teil.

Der Tiroler Landeschef kündigte neben den gesetzlichen Nachschärfungen auf Bundes- und Landesebene zudem einen Versicherungsschutz für Bauern an. Wer für diese Kosten aufkommen wird, wird noch mit Tourismus und Landwirtschaft verhandelt. Man werde aber garantiert eine Lösung finden. Außerdem hat Platter ein Hunde-Verbot auf der Alm ausgeschlossen.

Tödliche Kuh-Attacke

Im Sommer 2014 ist eine deutsche Urlauberin bei einer Wanderung mit ihrem angeleinten Hund auf der Alm eines Tiroler Landwirts von einer Mutterkuhherde tödlich verletzt worden. Der Bauer wurde in erster Instanz zu einer Geldstrafe von 490.000 Euro verdonnert. Wäre das betroffene Weiden-Gebiet eingezäunt gewesen, hätte der tragische Unfall laut Urteilsbegründung verhindert werden können. Er legte Berufung ein.

Alle Artikel zur Causa Kuh-Urteil finden Sie HIER >>>

Bleiben Sie informiert mit dem Newsletter von heute.at


Das könnte Sie auch interessieren:

Jetzt kommentieren

Kommentar lesen

(ek)

Hier können Sie einen Kommentar zum Thema verfassen:

Kommentarfunktion geschlossen
Die Kommentarfunktion für diese Story wurde automatisch deaktiviert. Der Grund ist die hohe Zahl eingehender Meinungsbeiträge zu aktuellen Themen. Uns ist wichtig, diese möglichst schnell zu sichten und freizuschalten. Wir bitten um Verständnis.

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Nil am 26.02.2019 10:17 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Richtig so

    Ich würde genau so handeln und meinen Grund und Boden für die Öffentlichkeit sperren.

    einklappen einklappen
  • Oliver am 26.02.2019 10:18 Report Diesen Beitrag melden

    Typisch

    Früher hätte man gesagt, selbst schuld, man muss auch bissl selbst mitdenken und ist für sein Tun verantwortlich. Heutzutage mus man allerdings mit jeder erdenklichen Dummheit von anderen Menschen rechnen, tut man dies nicht, steht man wie der Almwirt hier vor Gericht, wo dann superkluge Anwälte und Richter ihren weltfremden Vorstellungen freien Lauf lassen und das dabei herauskommt. Wahrscheinlich hätte es sogar geheißen, wären sie eingezäunt gewesen und die Dame darüber geklettert, war der Zaun nicht hoch genug, oder der Zutritt nicht schwer genug. Ich rate jedem, sperrt eure Almen einfach

    einklappen einklappen
  • Censorship am 26.02.2019 10:16 Report Diesen Beitrag melden

    Lächerliches Urteil...

    Es kann ja nicht angehen, dass irgendwelche Leute, irgendwo herumlaufen, natürlich mit ihren Hunden, welche schlecht abgerichtet sind... Jeder andere hat natürlich dies zu berücksichtigen und eine Eigenverantwortung, existiert für diese Leute nicht, die sich zum Teil auf dem Privatbesitz anderer befinden...

Die neuesten Leser-Kommentare

  • naturlieb am 07.03.2019 07:30 Report Diesen Beitrag melden

    Kuhverbot oder Reglement wichtiger

    Die Almen sperren, lass ich als Wanderer auch nicht gelten. Kühe haben auf manchen Almen auch nix verloren. Diese zerstören eh nur den Boden. Die Leute sollen mehr Gemüse essen. Außerdem gilt es Selbstverantwortung in der Natur zu übernehmen.

    • cäsar am 21.03.2019 11:08 Report Diesen Beitrag melden

      Kühe

      die Almen gehören den Bauern und sie befinden sich auf fremden Boden. er kann machen was er will. Kühe waren schon immer dort. wenn es nicht passt soll er wo anderst gehen.

    einklappen einklappen
  • Fritz Trözter am 06.03.2019 18:53 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Keine Öko Kühe mehr

    Keine glückliche Milka Kuh mehr. Er hat recht. Entweder Kühe oder Menschen auf der Alm. Und ohne Kühe auch keine Alm. Wer soll sie pflegen? Die Touristen sicher nicht. Ein Schwachsinn ist das Urteil zum "Schadensersatz". Das hat schon die "Qualität" amerikanischer Urteile wie "Katzen nicht in Mikrowelle trocknen".

  • Grantn am 03.03.2019 20:45 Report Diesen Beitrag melden

    Naturfreund

    Die Alm gehrt dem Bauern?Im Mittelalter durch Lehen in die Pfarrcroniken eigetragen,aber nie käuflich erworben,mssten diese Auch die Wälder wieder verstaatlicht werden!Schlgeln und Roden und Forstwege schieben nur wegen Fördergeld!Geldgier kennt keine Grenzen auch nicht in der Natur!

    • Andreas am 06.03.2019 18:15 Report Diesen Beitrag melden

      Bauer

      Na du hast Ahnung von der Landwirtschaft...bis wahrscheinlich Lurch Forscher wie Häupl....allen sind zum Grossteil in Privatbesitz ein paar wenige gehören dem Land. ..und sind deshalb verpachtet...Gruss ein Bauer ...der bald seine Wege für die Öffentlichkeit sperrt...das sie ja auch über Baumwurzeln stolpern könnten ....usw

    • Fritz Trözter am 06.03.2019 18:48 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Grantn

      Deutsch lernen!

    einklappen einklappen
  • Alfred Et am 03.03.2019 20:29 Report Diesen Beitrag melden

    Naturfreund

    Das die Bauern und die Kirche die ganzen Almen besitzen verdanken sie ja wiederum nur der Kronik der Pfarren des Mittelalters!Sie wurden nie gekauft und sind nur Lehen!Gehört alles dem Staat zurckgegeben,also verstaatlicht!Die Besitzgier dieser Bonzen ist ja unerträglich,dann fahrn die auch noch mit schweren Gerät auf,um die Preiselbeer und Wacholder +Heidelbeersträucher wegzuschlögeln!Soll eine Menge mehr Fördergeld bringen,das war frher Gemsen+Steinbockgebiet,da sind nie 800kg Rinder droben gewesen,die alles an Natur niedertrampeln und tiefe Pfade in den Almboden treten,die dann verkarsten

  • Michael am 02.03.2019 19:38 Report Diesen Beitrag melden

    Herr

    Es werden ja auch nicht die Autobahn gesperrt Wenn ein tödlicher Unfall basiert, wenn ein Bergsteiger abstürzt wird dann der Berg verklagt, das war ein Unfall , passiert einfach durch Fehlverhalten