Während die Grünen bei der Salzburger Landtagswahl einen Riesenverlust eingefahren haben, konnten sie im Gemeinderat der Tiroler Landeshauptstadt ordentlich zulegen und Spitzenkandidat Georg Willi wird bei der Stichwahl am 6. Mai die amtierende Bürgermeisterin Christine Oppitz-Plörer (Für Innsbruck) herausfordern.
Willi konnte bei der Bürgermeister-Direktwahl 30,88 Prozent der Stimmen einheimsen, Amtsinhaberin Oppitz-Plörer kam nur auf 24,28 Prozent der Stimmen. Platz drei belegte Rudi Federspiel (FPÖ) mit 21,17 Prozent. Die Herausforderer von ÖVP (Franz X. Gruber, 9,12 Prozent), SPÖ (Irene Heisz, 6,98 Prozent) sind weit abgeschlagen und schaffen nicht einmal einen zweistelligen Wert.
Ein ähnliches Bild zeichnet sich auch bei der Gemeinderatswahl. Hier dominieren die Grünen mit 24,16 Prozent vor der FPÖ mit 18,56 Prozent. Oppitz-Plörers Für Innsbruck konnte sich mit 16,15 Prozent noch auf dem Stockerl halten. Für die ÖVP entschieden sich 12,17 Prozent der Wähler, die SPÖ konnte nur 10,32 Prozent für sich gewinnen.
Wahlbeteiligung auf historischem Tiefststand
Auf den hinteren Plätzen sind die Listen dicht gedrängt. Die NEOS führen im einstelligen Bereich mit 4,73 Prozent vor der Liste Fritz mit 3,23 Prozent. Gerechtes Innsbruck (Gerecht) folgt mit 3,10 Prozent, der Tiroler Seniorenbund (TSB) mit 2,72 Prozent, Alternative Liste Innsbruck (ALI) mit 2,38 Prozent und die Bürgerinitiativen Innsbruck (BI) mit 2,08 Prozent.
In der Mandatsverteilung gibt sich dann folgender Wert: Grüne 10, FPÖ 8, FI 7, ÖVP 5 und SPÖ 4. Die NEOS, Gerecht, TSB, ALI, Fritz und BI erhalten jeweils 1 Mandat.
Die Wahlbeteiligung am heutigen Sonntag war mit 50,3 Prozent so niedrig wie seit dem ersten Urnengang nach Kriegsende 1945 nicht mehr. (red)