Große Demo

16. Mai 2019 07:32; Akt: 16.05.2019 13:29 Print

2.000 Taxis legen die Wiener Straßen lahm

Von 11 bis 16 Uhr sorgen zahlreiche Verkehrssperren in Wien für Chaos. Grund ist eine Demo, bei der bis zu 2.000 Taxis auffahren werden.

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Der Streit hatte sich bei einem Taxistand zugetragen.

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Bei einer riesigen Taxi-Demo in Wien sammeln sich ab 11 Uhr am Donnerstag bis zu 2.000 Taxis in der Arbeiterstrandbadstraße in Wien-Donaustadt. Ab etwa 12:30 Uhr werden dann etwa 400 Taxis für Aufmerksamkeit sorgen, wenn sie über die Wagramer Straße, die Reichsbrücke, die Lassallestraße, den Praterstern, die Praterstraße, zur Aspernbrücke und auf die Ringstraße, zum Opernring, am Getreidemarkt und hin zum Museumsplatz gondeln.

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Hier werden die Taxis zwischen Babenbergerstraße und der Burggasse abgestellt. Der Arbö-Informationsdienst warnt deshalb vor zahlreichen temporären Verkehrssperren und Behinderungen im Straßenverkehr. Auch die öffentlichen Verkehrsmittel werden von der Demonstrationsfahrt der Taxifahrer teilweise betroffen sein. "Die U-Bahnlinien verkehren ohne Einschränkungen, weshalb wir allen Lenkern nur nahe legen können, die betroffenen Strecken bis 16 Uhr zu meiden", so Jürgen Fraberger vom Arbö.

Strafen gegen Uber verhängt

Hintergrund der Demo ist der Protest gegen Fahrdienstleister wie Uber. Zuletzt hatte das Exekutionsgericht Innere Stadt Wien weitere Strafen gegen Uber in Höhe von 560.000 Euro verhängt. Mit den bereits rechtskräftigen Strafen in Höhe von 680.000 Euro schulde Uber dem Staat laut dem Dienst Taxi 40100 nun schon über 1,2 Millionen Euro.


Foto: Leserreporter

Seit Monaten laufen auch Verhandlungen über das Gelegenheitsverkehrsgesetz, mit dem die Rahmenbedingungen für die Anbieter von Taxi- und Mietwagendiensten auf neue Beine gestellt werden soll. "Unserem Hauptziel, faire und gerechte Wettbewerbschancen für alle Anbieter zu erreichen, sind wir mittlerweile einen großen Schritt nähergekommen", sagt Verkehrsminister Norbert Hofer (FPÖ).

Einheitliche Tarife geplant

Der aktuelle Verhandlungsstand sieht vor, dass Taxis und Anbieter von Mietwagen-Fahrten künftig in einem Einheitsgewerbe zusammengefasst sind. Es sind auch transparente Tarifbestimmungen geplant, die regional unterschiedlich sein werden. Ein weiterer bereits fixierter Punkt liegt in der Ausbildung der Fahrer. Auch Mietwagen-Fahrer müssen künftig eine Taxilenker-Ausbildung absolvieren. Eine Übergangsfrist wurde vereinbart.

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(rfi)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • le_me am 16.05.2019 08:15 Report Diesen Beitrag melden

    Veraltetes System

    Wie wärs wenn einfach mal das Taxigewerbe in die Gegenwart geholt wird statt alle anderen zurück ins Mittelalter zu drängen? Es kann einfach nicht sein, dass ich vor Fahrtantritt im Jahr 2019 nicht weiß was mich der Spaß kostet, dass der Taxler keine Ahnung hat wo er eigentlich hinfahren muss oder dubiose Umwege fährt und einem dann auf Nachfrage erklärt der Weg wäre "schneller" nur um damit noch ein paar Cent/Euros mehr aufs Taxameter zu zaubern.

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  • wolf198 am 16.05.2019 10:23 Report Diesen Beitrag melden

    Preis - Leistung

    Für "Du sagen, ich fahren" sind die Taxitarife einfach zu hoch! Mein Vater musste noch jede Gasse, Bahnhof, Hotel uvm. bei der Prüfung auswendig kennen. Diese würde von den heutigen Taxilenkern kaum mehr einer schaffen! Heute fährt das Navi oft extreme Umwege! Diese "Leistung" wird daher billiger angeboten! Gut so!

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  • Roni am 16.05.2019 09:08 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Das geht wirklich nicht

    Alle abstrafen. Was soll das, glauben diese Taxler ihnen gehört die Welt. Alleine der Wirtschaftliche Verlust durch den künstlichen Stau und die unnötigen Abgase. Das geht wirklich nicht. Ich hoffe nur es wird ordentlich kontrolliert und gestraft seitens der Polizei.

Die neuesten Leser-Kommentare

  • Angel66 am 16.05.2019 14:00 Report Diesen Beitrag melden

    nicht Uber ist eure Konkurenz

    An die Taxler: nicht Uber ist euer Konkurent... die WienerLinien sind eure Konkurenz... überlegt mal, wieviele potenzielle Kunden ihr haben könntet, wenn ihr die Menschen an den StraßenbahnHaltestellen abholen würdet und zu einem günstigen Preis an ihr Ziel bringen würdet... aber da müßtet ihr ja wirklich was arbeiten.. und das liegt euch bekanntlich nicht so sehr..lach!

  • Der Denker am 16.05.2019 13:56 Report Diesen Beitrag melden

    Wieso?

    Wie kommen immer wir Bürger dazu diverse Verkehrseinschränkungen - sei es öffentlich (Ringdemos) oder mitlerweile im Straßenverkehr durch Taxis - hinnehmen zu müssen? Jedesmal werden öffentliche Verkehrsmittel gesperrt für die ich als braver Mitbürger bezahle, nur weil ein paar Arbeitslose am Ring für absolut unwichte Sachen demonstrieren, wie wärs mit einem Platz bei dem niemand belästigt wird (Verkehr und Lautstärke).

  • Taxisstinken am 16.05.2019 13:45 Report Diesen Beitrag melden

    Mist taxis

    Mist taxis. Nur noch uber. Sauber, pünktlich, günstig, schnell.

  • Markus am 16.05.2019 13:37 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Warum Taxi???

    Solange es uber noch zu diesen Konditionen gibt werde ich es nutzen! Nutze es ca 2-3 mal pro Woche und bin bis höchst zufrieden damit. Warum soll ich für die gleiche Leistung beim Taxi mehr bezahlen???

  • Peter Novotny am 16.05.2019 13:35 Report Diesen Beitrag melden

    Und wann?

    Und wann werden die Strafen gegenüber UBER exekutiert? Ich würde nie in ein UBER oder sonstige Fahranbieter steigen.

    • Warum am 16.05.2019 15:45 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Peter Novotny

      Dann haben sie leider keine Ahnung. Bin in den USA einige Male mit Uber gefahren und war sehr begeistert...

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