Gesundheit ist teuer

07. Mai 2014 21:04; Akt: 08.05.2014 01:03 Print

605.560 Euro für Spitalsbett! Wien ist Österreich-Spitze

Gesundheit ist kostbar - in Wien fast Luxus. Die Kosten für ein einziges Intensivstationsbett beliefen sich 2012 auf stolze 605.560 Euro. Im Burgenland kostet das "nur" 367.424 Euro.

 (Bild: AFP)

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Gesundheit ist kostbar – in Wien fast Luxus. Die Kosten für ein einziges Intensivstationsbett beliefen sich 2012 auf stolze 605.560 Euro. Im Burgenland kostet das "nur" 367.424 Euro.

Das ergibt die Beantwortung einer parlamentarischen Anfrage der FPÖ ans Gesundheitsministerium. Vor allem bei den Kinderintensivbetten ist Wien im Bundesländervergleich "spitze": Ein Bett kostet 452.971 Euro im Jahr – im Burgenland weniger als die Hälfte.

"Das AKH bietet in schwierigen Fällen Spezialbehandlungen für Patienten aus ganz Österreich. Diese sind besonders kostenintensiv", heißt es aus dem Büro von Stadträtin Sonja Wehsely. "Die Verwaltung muss abspecken, das Geld soll an den Patienten zurückgehen", fordert FP-Chef Johann Gudenus.

 



Spitalsbetten in NÖ gehören zu den kostspieligsten in Österreich

Nur in Wiener Krankenhäusern und teilweise auch im Burgenland liegen Patienten teurer. 47.058 Betten gibt es in Österreich, um durchschnittlich 682 Euro/Tag. In Wien kostet ein Krankenbett 816 Euro, im Burgenland 702 Euro, in NÖ 666 Euro.

Bei Intensivbetten sind die Unterschiede größer: Wien 2.042 Euro/Tag, NÖ 1.900 Euro/Tag. Intensiv-Überwachung ist im Burgenland mit 1.351 Euro pro Bett am billigsten. Übrigens: Ein Abteilungsbett in Wien belastet das Spitalsbudget mit 244.133 Euro/Jahr, in NÖ mit 173.844 Euro. Ein Intensivbett belastet das Jahresbudget einer nö. Klinik mit 493.754 Euro.

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