CBD-Aufreger

12. Dezember 2018 10:52; Akt: 12.12.2018 10:55 Print

Aïda reagiert auf Verbot mit Nikotin-Brownie

In Österreich zeichnet sich ein Verbot der CBD-haltigen Brownies der Wiener Traditions-Café-Konditorei Aïda ab. Das Unternehmen hat bereits Protestpläne.

Die CBD-Brownies sollen verboten werden, dafür sollen Nikotin-Brownies folgen. (Bild: Sabine Hertel)

Die CBD-Brownies sollen verboten werden, dafür sollen Nikotin-Brownies folgen. (Bild: Sabine Hertel)

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"Sollte es zu einem solchen Verbot seitens Gesundheitsministerin Beate Hartinger-Klein kommen, wird Aïda die Produktion der CBD-Produkte vorerst einstellen, um der Rechtsstaatlichkeit folge zu leisten", so Stefan Ratzenberger, Unternehmenssprecher von Aïda. "Die Absicht des Verbots aus dem Gesundheitsministeriums kam äußert überraschend", so Ratzenberger.

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Allerdings liege dem Unternehmen ein Rechtsgutachten aus Deutschland aus dem Jahr 2016 vor. "Wir werden dies mit dem EU-Papier zu 'Novel Food' und dem Erlass des Gesundheitsministerium durch unsere Anwälte prüfen lassen", kündigt Ratzenberger an. Ebenso werde der Verkauf und die Zulässigkeit von CBD-Produkten in anderen EU-Staaten geprüft und mit dem zu erwartenden österreichischen Erlass verglichen.

"Nichts sprach gegen eine Produkteinführung"

Vor der Einführung der CBD-Produkte im Sommer 2018 wurden seitens Aïda sämtlich relevanten Dienststellen und Behörden des Landes darüber informiert und Gutachten zum Produkt selbst, dem Verzehr und der Wirkung eingeholt, so Aïda. "Nichts sprach gegen eine Produkteinführung. Das verwendete CBD-Öl entstammt einer österreichisch zertifizierten Bio-Produktion."

"Die Sinnhaftigkeit des Verbots ist hierorts nicht nachvollziehbar, da Studien der Weltgesundheitsorganisation (WHO) CBD weder als Suchtmittel, noch als Gefahr darstellen und kein einziger Todesfall in Zusammenhang mit CBD bekannt ist", so Ratzenberger. Ganz anders sehe es allerdings mit Nikotin aus. "Der durchaus positive Effekt beim Einsatz von CBD wurde nicht diskutiert, wohl aber durch eine Vielzahl von Ärzten bestätigt", so Ratzenberger.

Aïda reagiert auf Verbot mit Nikotin-Brownie

Laut aktueller WHO-Studie sterben jedes Jahr sieben Millionen Menschen an den Folgen von Nikotinkonsum, in der Europäischen Union sind es jährlich mehr als 700.000 Menschen. "Das heißt, alle acht Sekunden stirbt auf der Welt ein Mensch als Folge des Rauchens. Allein in Österreich jährlich rund 15.000 Menschen", so Ratzenberger.

Gerade deshalb fällt der Aïda-Protest gegen das CBD-Verbot aufsehenerregend aus: "Um dem Gefallen der Gesundheitsministerin zu entsprechen, werden wir die Produktion des CBD-Brownie einstellen und anstelle wohl einen 'Nikotin-Brownie' vermarkten.", so Ratzenberger. Und: "Warum blieben die 881.569 Stimmen für den Nichtraucherschutz im Zuge des "Don't smoke"-Volksbegehrens seitens des Gesundheitsministeriums ungehört?"

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(red)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Dominik am 12.12.2018 11:27 Report Diesen Beitrag melden

    Frechheit

    Geh bitte was will die hat keine ahnungvon cbd bzw cannabis und davon aber jede menge. Das ist eine kaufte geschichte von der pharma. Ich bin schmerzpatient und benutze cbd Produkte und bin erschüttert darüber. Wenn cannabis nicht bald als medizin auf Rezept mit richtigen Blüten eingeführt wird werde ich auswandern in ein anderes eu land. Mir ist die Gesundheit am wichtigsten und lasse mich nicjt von der pharma vergiften. Mit kranken Leuten verdienen sie ihr geld mit gesunden nicht. Somit was solls

  • RedApple am 12.12.2018 12:28 Report Diesen Beitrag melden

    Gute Sache von Aida

    Die Nikotin-Brownie-Protestaktion ist absolut genial. Dadurch wird in direkter Gegenüberstellung mit Nikotin wunderbar aufgewiesen wie absurd unsere Gesetze sind, und dass das Cannabis-Verbot keine wirkliche Grundlage und keine Argumente hat. Verbietet sie die Nikotin-Brownies kann sie das wohl kaum rechtfertigen, denn Nikotin ist ja legal und zugelassen. Lässt sie den Verkauf zu, wird ihr wohl schnell vorgeworfen entgegen ihres Amtes zu handeln. Guter Zug von Aida

  • Pussy am 12.12.2018 11:37 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Aida war mal super

    Die Konditorei Aida sollt sich lieber um ihre früher so gute Mehlspeisen und auch ums Ambiente kümmern das ihre Stammkunden wieder zurückkehren weil die Mehlspeisen die sie jetzt anbieten Schwarzwälder Kirschtorte bekomme ich sogar bei den Discountern bessser und auch billiger

Die neuesten Leser-Kommentare

  • Ferdl am 12.12.2018 21:33 Report Diesen Beitrag melden

    Nikotin Flash Mob

    Diese "Gesundheitsministerin" ist wirklich das Letzte. Ich werde diese Nikotin Brownies kaufen und an das Gesundheitsministerium senden! Wer macht mit?

  • thomas am 12.12.2018 16:13 Report Diesen Beitrag melden

    DANKE AIDA - gute Reaktion!

    Wie wäre es mit Alkohol-Brownie? Das ist wohl das meistverbreitete, legale Suchtmittel - aber darüber wird natürlich nicht gesprochen!

    • belgma am 12.12.2018 16:56 Report Diesen Beitrag melden

      Gibt eh Mehlspeisen mit Alkohol bei AIDA

      Punschkrapfen, Malakofftorte, Tiramisu Schnitte ...

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  • RedApple am 12.12.2018 12:28 Report Diesen Beitrag melden

    Gute Sache von Aida

    Die Nikotin-Brownie-Protestaktion ist absolut genial. Dadurch wird in direkter Gegenüberstellung mit Nikotin wunderbar aufgewiesen wie absurd unsere Gesetze sind, und dass das Cannabis-Verbot keine wirkliche Grundlage und keine Argumente hat. Verbietet sie die Nikotin-Brownies kann sie das wohl kaum rechtfertigen, denn Nikotin ist ja legal und zugelassen. Lässt sie den Verkauf zu, wird ihr wohl schnell vorgeworfen entgegen ihres Amtes zu handeln. Guter Zug von Aida

  • joint-adventure by beercake am 12.12.2018 12:25 Report Diesen Beitrag melden

    ich backe seit 35 jahren

    lebkuchen-thc-plätzchen...! alle jahre wieder! aber nikotin? das ist krank!

    • RedApple am 12.12.2018 12:37 Report Diesen Beitrag melden

      Aktion

      @Joint: Ich glaube Sie missverstehen diese Protestaktion. Aida weist damit auf, daß CBD-Cannabis (dem keine Schädlichkeit nachgewiesen werden konnte) aufgrund der fadenscheinigen "Novel-Food-Verordnung" aus dem Verkehr gezogen wird, aber das erwiesenermaßen schädliche Nikotin nach wie vor problemlos als Genußmittel zugelassen ist. Dadurch kommt die Hartinger letztendlich in ziemlichen Erklärungsnotstand

    • Karl am 12.12.2018 17:44 Report Diesen Beitrag melden

      Na servus

      Heute schon welche gegessen hm? ...dennoch, bitte Unterschied beachten, CBD nicht berauschend-THC schon. Aber ich glaub' manchen hilft es nüchtern zu werden MIT THC. Dann kennen sie sich besser aus,.. z. B. was gemeint ist mit Nikotin Brownies ; )

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  • Oma Travnitschek am 12.12.2018 11:48 Report Diesen Beitrag melden

    Nie mehr Aida . Nein Danke

    Nikotin ist doch total ungesund . Also ich kaufe nie wieder was bei der Aida ein . Teuer und jetzt auch noch Nikotin in den Brownies . Nie wieder . Nein Danke . Gibt zum Glück genug Alternativen in Wien .

    • belgma am 12.12.2018 16:57 Report Diesen Beitrag melden

      Öhm ...

      Sie haben den Sinn der Aktion offenbar überhaupt nicht verstanden!

    • Karl am 12.12.2018 18:12 Report Diesen Beitrag melden

      Besonders

      es ist immer wieder interessant wer die 'heute' liest und sie trotz ihrer Einfachheit auf eine besondere Art irgendwie ablehnt.

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