Wienerin verärgert

14. Juni 2018 06:01; Akt: 14.06.2018 06:43 Print

"Bankomat fraß mir 400 Euro weg!"

Aus der geplanten schnellen Abhebung wurde für Kristina D. nichts. Statt Bargeld, bekam sie einen bürokratischen Hürdenlauf.

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Dieser Bankbesuch nahm für Kristina D. (24) kein gutes Ende: Am 29. Mai kurz nach 2 Uhr in der Früh wollte sie beim Bankomat der BAWAG P.S.K.-Filiale in der Levasseurgasse 1 (Liesing) von ihrem Konto 400 Euro abheben. Es sollte das Wirtschaftsgeld für die nächsten zwei Wochen werden. "Doch statt das Bargeld auszugeben, hat sich das Gerät sofort gesperrt", berichtet Frau D. im Gespräch mit "Heute". Zudem sei der Hinweis "Außer Betrieb" auf dem Automaten angezeigt worden.

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Die Kundin rief daraufhin die Notfallnummer an, die auf der roten Tafel beim Bankomaten angeführt ist. "Da hat eine schlecht deutschsprechende und hörbar schläfrige Dame abgehoben, die mir erklärte, das passiere immer wieder mal, aber das Geld werde am nächsten Tag auf mein Konto zurücküberwiesen", erzählt Frau D.

Kundin wird im Kreis geschickt

Trotz dieser Zusicherung fragte die Kundin auch bei ihrer Hausbank, der DenizBank sowie bei der BAWAG und bei Payment Services Austria (PSA) nach. Eine klare Antwort bekam die Wienerin nicht, stattdessen wurde sie von einem Unternehmen zum nächsten weiterverwiesen.

Zwei Wochen später sind die 400 Euro aber weiterhin vom Konto der Kundin abgebucht, von einer Rückzahlung ist weiterhin keine Spur. "Ich habe zwei kleine Kinder, 400 Euro ist ziemlich viel Geld", ärgert sich Frau D. "Es sieht so aus, dass Nicht-BAWAG-Kunden besser zu einem anderen Bankomaten gehen", ist die Kundin erbost.

Erste Anlaufstelle ist immer die Hausbank

Auf "Heute"-Anfrage verweisen beide Banken auf das Bankgeheimnis. Bei der DenizBank bestätigt man aber, dass es auf Betreiben des Kunden die Aufgabe der Hausbank sei die Rückerstattung in die Wege zu leiten. Dazu gehört es auch, bei der Payment Services Austria, die im Auftrag der österreichischen Banken für einen Großteil der Bankomaten zuständig ist, nachzufragen, ob es tatsächlich eine Fehlfunktion bei der Geldausgabe gegeben hat.

Bei den Payment Services Austria ist der Fall von Frau D. bekannt, bestätigt PSA-Sprecherin Martina Nadler gegenüber "Heute". Da die PSA jedoch selbst keinen Zugang zu den Kontodaten habe, könne sie nur als eine Art Vermittler zwischen den Banken tätig werden.

Rückzahlung sobald Überschuss bestätigt

Sobald ein Kunde bei seiner Hausbank eine schiefgegangene Abhebung reklamiere, setze sich diese mit der PSA in Verbindung, erklärt Nadler den Ablauf. "Wenn der Bankomat – wie im vorliegenden Fall – von einer Dritt-Bank betrieben wird, fragen wir nach, ob es im betreffenden Gerät einen Überschuss gibt. Sobald dies bestätigt wird, geben wir diese Information an die Hausbank weiter, die dann bei der anderen Bank die Rückzahlung auf das Konto des Kunden beantragt".

Je nachdem, wie schnell diese Bestätigung vorliegt, ist die Wartezeit bis das Geld am Konto zurück ist, kürzer oder länger. "Das kann schon mal zwischen zwei und sechs Wochen in Anspruch nehmen", so Nadler. Im Fall von Frau D. habe man aber noch einmal nachgefragt, um die Sache zu beschleunigen.

Was tun, wenn’s passiert?

Kunden, die von einem ähnlichen Fall betroffen sind, rät Nadler so rasch als möglich mit der kontoführenden Bank Kontakt aufzunehmen. Das gilt auch für den Fall, wenn ein Bankomat die Bankkarte einzieht. Hier empfiehlt Nadler außerdem eine sofortige Sperre der Karte. Ob dafür Kosten anfallen, auch wenn der Kunde eigentlich unschuldig ist, kann Nadler nur für die PSA beantworten: "Wir verrechnen nichts, aber wie die Banken hier vorgehen, müsste man beim jeweiligen Geldinstitut erfragen".

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(lok)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • myopinion am 14.06.2018 06:53 Report Diesen Beitrag melden

    Gehört beschleunigt

    Unfassbar, wie lange das dauert. 2-6 Wochen für Aufklärung und Rückerstattung ist einfach zu lange. Das gehört für Kunden auf jedenfall beschleunigt und vereinfacht, ist es doch unangenhehm genug, wenn sowas passiert und ich denke nicht jeder hat soviel Geldreserven und braucht das Geld dringend.

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  • NurIch am 14.06.2018 06:55 Report Diesen Beitrag melden

    DenizBank?

    Das Geld wird für die Wahlen in der Türkei benötigt.

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  • trafi12 am 14.06.2018 07:13 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Kennen wir alles

    Alles nur noch automatisieren bei den Banken , nichts mehr mit Kunden zu tun haben wollen außer den Zinsen und die Spesen bei jeder Einzahlung, dann bei einer Fehlfunktion den Kunden noch im Kreis schicken, kennen wir alles. Zahlen sie mal ein paar Tausender ein und der Automat stellt sich ab, da kommt erst was auf sie zu, und das Geld braucht man aber zum Arbeiten für das Geschäft .

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Die neuesten Leser-Kommentare

  • Monika am 15.06.2018 14:45 Report Diesen Beitrag melden

    Bank

    Schön langsam nervt mich hier Alles weg aus Europa.Geld abheben und gar nichts mehr an Konto lassen und sich nichts mehr von einem Betreuer verkaufen lassen.

  • Monika am 15.06.2018 14:42 Report Diesen Beitrag melden

    Bank

    Am besten Geld von Konto und weg aus Europa.

  • Kate am 14.06.2018 22:44 Report Diesen Beitrag melden

    Kein Mitleid

    Da merkt man halt den Unterschied .. Internetbank. Die Automaten von anderen Banken sind dann aber gut genug zum Beheben. Selbst schuld. Meinem Mamn ist das bei unserer Hausbank passiert. Er hat das Geld an nächsten auf seinem Konto gutgeschrieben bekommen.

  • irgendwasistimmer am 14.06.2018 12:39 Report Diesen Beitrag melden

    banken geben generell ungern geld her

    und sind bei ausgabe von Geld immer sehr langsam, im Nehmen und Einnehmen sind sie Weltmeister.

  • Fred von Jupiter am 14.06.2018 11:58 Report Diesen Beitrag melden

    Recht hat er

    Ein Bekannter sagte Mal: Banken, Versicherungen und Kirchen sind die größten Betrüger.