21 Abmahnungen

16. Oktober 2017 12:05; Akt: 16.10.2017 14:54 Print

Burkaverbot: Acht Anzeigen, ein Strafmandat

Die Polizei zieht eine Zwischenbilanz zu den ersten zwei Wochen Burkaverbot in Wien. 21 Mal mahnte die Polizei, eine Strafe wurde verhängt.

Zum Start des Burka-Verbots hatten Anfang Oktober maskierte Clowns demonstriert. (Bild: Helmut Graf)

Zum Start des Burka-Verbots hatten Anfang Oktober maskierte Clowns demonstriert. (Bild: Helmut Graf)

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Seit 1. Oktober ist das neue Anti-Gesichtsverhüllungs-Gesetz in Kraft. Nach zwei Wochen zieht die Wiener Polizei eine Bilanz. Insgesamt gab es zwischen 1. und 15. Oktober 21 Abmahnungen – davon waren 19 Touristen betroffen. "Darunter waren Touristen aus dem asiatischen Raum, aber auch Burka- oder Niqab-Trägerinnen", erläutert Polizeisprecher Harald Sörös. Die Touristen bzw. Touristinnen wurden dann über das neue Gesetz aufgeklärt. Eine Person mit ständigem Aufenthalt in Österreich wurde laut Polizei abgemahnt, außerdem ein "Provokateur". Unter den Abgemahnten waren auch die "Pferdemasken-Musiker".

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Ein Strafmandat in zwei Wochen – für "Burka-Millionär"

In den zwei Wochen stellte die Polizei ein Organmandat aus – die Strafe galt dem so genannten "Burka-Millionär". Der algerische Geschäftsmann Rachid Nekkaz hatte angekündigt, die Strafen für Frauen, die freiwillig Burka tragen, zu übernehmen. Als "Provokateur" bekam er ein Organmandat in der Höhe von 50 Euro. Das volle Strafmaß von 150 Euro wurde also bisher nicht ausgeschöpft.

Es hagelte acht Anzeigen – sechs davon gingen an Personen mit ständigem Aufenthalt in Österreich. "Darunter waren vier Burka- oder Niquab-Trägerinnen", so Polizeisprecher Harald Sörös. Zwei Anzeigen gab es für "Provokateure", einer davon war der "Hai", in der City für Aufregung sorgte und von einer Werbeagentur auf die Straße geschickt worden war.

Die Verteilaktion, bei der maskierte Doppelgänger der Parteichefs die aktuelle "Heute" am Schwedenplatz an den Mann brachte, haben die Beamten in der Bilanz noch nicht berücksichtigt.

Polizei betont "Fingerspitzengefühl"

Die Wiener Polizei betont, dass "die einschreitenden Beamten jeden Fall gesondert beurteilen" und "mit einem Höchstmaß an Fingerspitzengefühl" einschreiten. Dadurch können ein Großteil der Übertretungen durch klärende Einzelgespräche und Abmahnungen abgewickelt werden.

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Der Neue am 16.10.2017 12:58 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Schau genau

    Wo verbringt Haupl denn ganzen Tag wenn er sagt in Wien noch nie eine Burka oder dergleichen gesehen zu haben, oder sind seine Augen wegen der Heurigenbesuches angeschwollen

    einklappen einklappen
  • Ori am 16.10.2017 13:38 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ori

    Warum Fingerspitzengefühl? Wenn ich mein Auto falsch parke ist es auch schon abgeschleppt und keiner fragt mich wieviel ich zahle(so um die 400 Euro).....und warum konnte es nicht einfach Burka und Niquap ( oder wie das heisst) Verbot bleiben? Einfach weil wir Zeichen der Frauenunterdrückung nicht dulden!!???

  • Ich am 16.10.2017 15:11 Report Diesen Beitrag melden

    Fordere

    Härtere Strafen für Haie in Städten. Gehören ins ausländische Meer abgeschoben.

Die neuesten Leser-Kommentare

  • Yve Stritzi am 17.10.2017 08:49 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Hm

    Gleich jeder 150 Euro Strafe u fertig ... u ned hundert mal abmahnen

  • John Locke am 16.10.2017 15:34 Report Diesen Beitrag melden

    Ich find

    diese am Boden sitzenden Kasperln irgendwie lustig...das wird halt schon alles gewesen sein was sie später einmal vorzuweisen haben werden.....so nach dem Motto: "Aber wenigstens gegen das Burkaverbot haben wir nicht erfolgreich gekämpft"....traurig aber auch irgendwie lustig....:-)))))))))))))))))))))))

  • Ich am 16.10.2017 15:11 Report Diesen Beitrag melden

    Fordere

    Härtere Strafen für Haie in Städten. Gehören ins ausländische Meer abgeschoben.

  • Ori am 16.10.2017 13:38 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ori

    Warum Fingerspitzengefühl? Wenn ich mein Auto falsch parke ist es auch schon abgeschleppt und keiner fragt mich wieviel ich zahle(so um die 400 Euro).....und warum konnte es nicht einfach Burka und Niquap ( oder wie das heisst) Verbot bleiben? Einfach weil wir Zeichen der Frauenunterdrückung nicht dulden!!???

  • Der Neue am 16.10.2017 12:58 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Schau genau

    Wo verbringt Haupl denn ganzen Tag wenn er sagt in Wien noch nie eine Burka oder dergleichen gesehen zu haben, oder sind seine Augen wegen der Heurigenbesuches angeschwollen

    • Peter am 16.10.2017 13:28 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Der Neue

      dort steht selber das in ganz Wien in 2 Wochen nur 4 Frauen mit Burka gesichtet wurden..

    • sucher am 16.10.2017 15:49 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Peter

      Deswegen sind die Masken auch verboten , weil sonst kommt ja gar kein Geld herein bei dem SUPER GESETZ.

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