Gebäude teils eingestürzt

26. Juni 2019 17:00; Akt: 26.06.2019 20:47 Print

"Kratzgeräusche" – Suche nach Verschütteten läuft

Szenen der Zerstörung in Wien-Wieden: Bei einer Explosion wurde ein Teil eines Hauses in der Preßgasse weggerissen, das Gebäude ist teilweise eingestürzt.

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Es sind Szenen, die man in Wien nicht oft sieht: Trümmer liegen auf den Straßen herum, rund um die Preßprgasse verhüllt dichter Staub die Luft. Die Einsatzkräfte haben die Umgebung des fünfstöckigen betroffenen Gebäudes weiträumig abgesperrt. Das Gebäude selbst ist vollkommen zerstört: Ein Teil des Objekts wurde einfach weggerissen, ein Großteil ist eingestürzt.

Passanten werden von der Polizei evakuiert. Geschockt zeigen sich Augenzeugen. "Die sind nicht alle draußen", sagt eine weinende Anrainerin zu "Heute". Videos zeigen, wie verletzte Personen aus dem Gebäude getragen werden.

Auch zweites Haus teilweise eingestürzt

"Mehrere Stockwerke von bis zu zwei Mehrparteienhäusern sind zum Teil eingestürzt. Näheres ist derzeit unbekannt", heißt es von der Polizei. Zu sehen war, wie zumindest eine Person mit einem Rettungsfahrzeug abtransportiert wurde. Die Berufsrettung Wien sprach von mindestens vier Schwerverletzten und sechs Leichtverletzten.

Die Polizei korrigierte die Opferangaben kurz nach 18 Uhr auf zwei Schwerverletzte und zehn Leichtverletzte. Vermutet wird als Auslöser eine Gasexplosion.

Erschütterung meterweit spürbar

Anrainer berichteten, dass sie noch einige Straßen weiter mehrere starke Erschütterungen gespürt und schließlich einen lauten Knall vernommen hätten. Gesperrt werden mussten die Preßgasse, die Heumühlgasse, die Operngasse ab Karlsplatz und die Margretenstraße. Die Verbindung zwischen Wiedner Hauptstraße und Wienzeile ist über die Schleifmühlgasse befahrbar, so die Polizei.

Explosion in Wien-Wieden: Wohnhaus teilweise eingestürzt

Die Explosion in einem Wohnhaus in der Preßgasse in Wien-Wieden beschäftigt nach wie vor Berufsfeuerwehr und Berufsrettung Wien. Die Feuerwehr ist mit 100 Mann und 30 Fahrzeugen im Einsatz, die Berufsrettung ist mit Teilen des Katastrophen-Zugs vor Ort und versorgt verletzte und evakuierte Personen sowie Anrainer aus den umliegenden Wohnhäusern.

Hundestaffel und Schallortung

Die Zahl der Schwerverletzten wurde mittlerweile auf zwei korrigiert, jene der Leichtverletzten ist auf zehn gestiegen. Die Schwerverletzten wurden in umliegende Spitäler gebracht. Im betroffenen Objekt gibt es 22 Wohneinheiten, insgesamt sind dort 42 Personen gemeldet.

Der Katastrophenhilfsdienst des Wiener Landesfeuerwehrverbandes ist indessen mit der Rettungshundestaffel und einer Schallortungsgruppe angerückt, um im betroffenen Gebäude nach etwaigen Verschütteten zu suchen.

Verschüttete unter Trümmerhaufen vermutet

Von den Einsatzkräften heißt es, dass es möglicherweise Verschüttete unter einem tonnenschweren Trümmerhaufen vor dem betroffenen Haus gibt. Die Trümmer hätten unter anderem ein Auto unter sich begraben.

Aus dem Trümmerhaufen seien Kratzgeräusche hörbar gewesen, bis zu zwei Verschüttete könnten sich darunter befinden. Auch Suchhunde hätten mitten in den Trümmern angeschlagen.

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(rfi)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Penelope am 26.06.2019 18:04 Report Diesen Beitrag melden

    Erklärungsbedarf der Stadt Wien

    Bei dem Gebäude handelt es sich ja augenscheinlich um einen Gemeindebau...

    einklappen einklappen
  • Elis am 26.06.2019 20:16 Report Diesen Beitrag melden

    Total schlimm

    aber mein nächster Gedanke ist, was passiert danach?? Werden die Bewohner in Stich gelassen wie in Simmering!

  • Klopfgeist am 27.06.2019 07:23 Report Diesen Beitrag melden

    Jetzt liefert doch mal Fakten

    Bitte recherchieren. Wie alt sind die beiden demolierten Häuser. Wer ist der Eigentümer/Vermieter. Wieviele Menschen sind dort gemeldet. Net immer dasselbe berichten. Wir sehen selber, dass da Schutt herumliegt und weitläufig abgesperrt ist auch klar. By the way: Falls es eine alte Gastherme war. Alte Gasthermen (ohne Abzug nach aussen) mussten schon vor geraumer Zeit in Wien erneuert werden.

Die neuesten Leser-Kommentare

  • Klopfgeist am 27.06.2019 07:23 Report Diesen Beitrag melden

    Jetzt liefert doch mal Fakten

    Bitte recherchieren. Wie alt sind die beiden demolierten Häuser. Wer ist der Eigentümer/Vermieter. Wieviele Menschen sind dort gemeldet. Net immer dasselbe berichten. Wir sehen selber, dass da Schutt herumliegt und weitläufig abgesperrt ist auch klar. By the way: Falls es eine alte Gastherme war. Alte Gasthermen (ohne Abzug nach aussen) mussten schon vor geraumer Zeit in Wien erneuert werden.

  • Elis am 26.06.2019 20:16 Report Diesen Beitrag melden

    Total schlimm

    aber mein nächster Gedanke ist, was passiert danach?? Werden die Bewohner in Stich gelassen wie in Simmering!

  • chraska am 26.06.2019 18:21 Report Diesen Beitrag melden

    Böse Gastherme allein zu Haus

    Gasexplosion. Welches Gas?

    • Penelope am 26.06.2019 19:47 Report Diesen Beitrag melden

      Hab ich mir auch gedacht

      Gemeindebauten sind zumeist an das Fernwärmenetz angeschlossen... aber scheinbar gibt es tatsächlich einige ältere Bauten welche noch mit Gas beheizt werden.

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  • Hosenedl am 26.06.2019 18:08 Report Diesen Beitrag melden

    Gasverbot in Wien überlegen

    Immer wieder kommt es fast täglich zu Unfällen mit Erdgasanlagen, sei es durch CO2 Vergiftungen und/oder durch Explosionen. Der Umgang mit diesen gefährlichen Gasgeräten erfordert Vernunft und Sachkenntnis. Genau das Gegenteil ist in Wien vorhanden. Um einen kleinen Hund halten zu dürfen braucht man einen Sachkundenachwies - aber den Gashahn aufdrehen darf sogar jeder Besachwaltete. Hier herrscht dringend Handlungsbedarf. Gas abdrehen, wenn die Sachkundigkeit nicht gegeben ist.

    • Rauchfangkehrer am 26.06.2019 21:09 Report Diesen Beitrag melden

      Sie meinen co

      Mit co2 kann man sich nicht vergiften!

    • Biole am 27.06.2019 00:00 Report Diesen Beitrag melden

      Sachkunde

      Sie meinen wohl CO, nicht CO2.

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  • Penelope am 26.06.2019 18:04 Report Diesen Beitrag melden

    Erklärungsbedarf der Stadt Wien

    Bei dem Gebäude handelt es sich ja augenscheinlich um einen Gemeindebau...

    • GF am 26.06.2019 21:19 Report Diesen Beitrag melden

      Explosion

      Ein großes DANKESCHÖN den Einsatzkräften von Rettung, Feuerwehr und der Polizei.

    • eva meier am 27.06.2019 10:50 Report Diesen Beitrag melden

      erklärungsbedarf

      dort sind fast keine gemeindebauten alles private. die gemeinde kontrolliert die gasrohre und auch die geräte von zeit zu zeit immer wieder. ich habe es jetzt die kontrolle.

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