Wien

05. Februar 2019 07:00; Akt: 06.02.2019 18:30 Print

Hier ist Programmieren Frauensache

Die Initative "Women&&Code" bietet jeden zweiten Dienstag kostenlose Programmierkurse für Frauen an und organisieren im Februar den ersten weiblichen Hackathon in Österreich.

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Frauen und Programmieren - das passt nicht zusammen?
"Stimmt nicht", meinen die mehr als hundert Teilnehmerinnen von "Women&&Code". Im Co-Working Space Impact Hub im siebten Bezirk in Wien lernen sich Frauen gegenseitig - jeden zweiten Dienstag - kostenlos programmieren. Ab März sogar einmal die Woche. Am 9. Februar findet sogar der erste österreichweite Frauen-Hackathon statt.

Programmieren leicht gemacht

Vergangenen September starteten die Software-Entwicklerin Barbara Ondrisek (39) und die Frontenddeveloperin Eva Lettner (33) die feministische Initiative und sind selbst von der großen Nachfrage positiv überrascht. "Offenbar haben wir den Zahn der Zeit getroffen, denn es ist das neunte Treffen und wir sind jedes Mal ausgebucht", freut sich die Initiatiorin. Sie möchte es Frauen ermöglichen denselben Beruf zu erlernen wie sie. Auch sie selbst, startete am Empfang eines Unternehmens und fing Schritt für Schritt an, sich alles selbst beizubringen.

Bei diesem Anfängerkurs gibt es keine Vortragenden. Es gibt Aufgaben, die gemeinsam in einem Google-Doc gelöst werden. Jeder hilft sich, ein Netzwerk soll sich bilden. Schon nach der ersten Einheit lernen die Teilnehmerinnen Codieren. "Heute werden wir lernen wie man ein Pop-Up Fenster erstellt", erklärt Eva Lettner zu Beginn der Stunde. Ihre Partnerin Barbara studierte Informatik und programmiert bereits seit 18 Jahren. Für sie ist diese Form von Bildung der Schritt in die richtige Richtung der Zukunft und ein Aufbruch einer gläsernen Decke der Frauen. Programmiersprachen wie JavaScript kann man lernen. "Wir wollen den Frauen den Einstieg in die Welt der Programmierung erleichtern", betont sie.

Anmeldung zu den kostenlosen Programmierkursen finden Sie hier.

Die Frauen, die an dem Anfängerkurs teilnehmen sind meistens durch Verwandte, Bekannte oder ihre Jobs in Berührung mit Codierung und Programmieren gekommen und haben Gefallen daran gefunden, andere haben bereits konkrete Ziele oder Ideen, die sie verwirklichen wollen.

"Programmieren sollte Teil der Schulbildung sein"

Die zweiundzwanzig jährige Janine Leitner studiert internationale Betriebswirtschaft und nimmt an dem Kurs "Women && Code" teil wegen ihrem Startup "Delivio". Das bietet eine innovative Lösung für das flexible Ausliefern und sichere Verwahren von Lebensmitteln an:

"Ich glaube es ist wichtig, die Basics des Programmierens zu kennen, auch wenn man einen Programmierer angestellt hat. Man sollte es auch ein wenig verstehen. Ich bin mir sicher, dass Programmieren ein wichtiger Teil der Schulbildung sein sollte. In anderen Ländern ist das völlig normal. Bei uns fehlt diese Kompetenz noch."

"Die Sprache des Programmierens öffnet die Tür der Zukunft"

Die sechsundreissigjährige Viviana Gigi ist italienische Kunsthistorikerin, die in einer Galerie in Wien arbeitet. Sie ist bereits das dritte Mal in dem Kurs der weiblichen Programmiererinnen:

"Ich möchte mich in Richtung IT weiterentwickeln und versuche mir viel selbst Zuhause beizubringen. Ich möchte Coding lernen um als UX-Designerin zu arbeiten. Wenn man beispielsweise im Museum arbeitet und eine Datenbank erstellen will oder eine Seite programmiert ist dieses Wissen hier nur die Basis. Ich möchte die Sprache der Programmierer lernen und arbeite auch für eine App im Kunstbereich ArtiVive. Hier wird Augmented Reality mit den Kunstobjekten kombiniert."

Erster weiblicher Hackathon österreichweit

"Women&&Code" bietet zusätzlich vierstündige Intensivkurse an, die für Studenten 49 Euro kosten, für alle anderen 99 Euro. Ein nächstes großes Highlight ist der erste weibliche Hackathon in Österreich. Nur Frauen werden daran teilnehmen dürfen. Am 9. Februar werden in kleineren Teams an der TU Wien in den Bereichen Augmented Reality, IT-Security, Web Development oder Chatbots umgesetzt. 50 bis 70 Frauen werden an diesem Hackathon teilnehmen. Eine Kinderbetreuung wird den Frauen zur Verfügung gestellt.

Anmeldung zum Hackathon finden sie hier.

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Vota am 05.02.2019 08:00 Report Diesen Beitrag melden

    Sexismus

    Jetzt stellt euch mal vor ein Mann würde einen Programmierkurs nur für Männer anbieten. Boaa ich kann die Feministen schon schreien hören und Schilder schwenken sehen... Auf diesen Sexismus sind die beiden Damen auch noch stolz? Schämt euch!

  • Pauli am 05.02.2019 09:03 Report Diesen Beitrag melden

    Nicht gut

    Diskriminieren die etwa Männer? Würde ja vielleicht auch gerne diesen Kurs besuchen.

  • Ceibaweiba am 13.02.2019 00:01 Report Diesen Beitrag melden

    Mann darf nicht vergessen.

    Das Programmieren wurde von einer Frau erfunden! Aber das Frontendgehopse hier mit HTML und Javascript als Programmieren zu bezeichnen ist eher lau.

Die neuesten Leser-Kommentare

  • Ceibaweiba am 13.02.2019 00:01 Report Diesen Beitrag melden

    Mann darf nicht vergessen.

    Das Programmieren wurde von einer Frau erfunden! Aber das Frontendgehopse hier mit HTML und Javascript als Programmieren zu bezeichnen ist eher lau.

  • Censorship am 05.02.2019 10:12 Report Diesen Beitrag melden

    Wenn man selbst am Hebel ist...

    "Programmierkurse für Frauen", "den ersten weiblichen Hackathon"... Was Sexismus ist, ist bekannt?

  • Kritischer Geist am 05.02.2019 09:19 Report Diesen Beitrag melden

    wo hoch ...?

    Wie hoch gingen wohl die Wogen, wenn jemand einen Kurs ausschließlich für Männer anbieten würden?

  • Pauli am 05.02.2019 09:03 Report Diesen Beitrag melden

    Nicht gut

    Diskriminieren die etwa Männer? Würde ja vielleicht auch gerne diesen Kurs besuchen.

  • Vota am 05.02.2019 08:00 Report Diesen Beitrag melden

    Sexismus

    Jetzt stellt euch mal vor ein Mann würde einen Programmierkurs nur für Männer anbieten. Boaa ich kann die Feministen schon schreien hören und Schilder schwenken sehen... Auf diesen Sexismus sind die beiden Damen auch noch stolz? Schämt euch!