Laut Tierschutzverein

17. Oktober 2018 09:01; Akt: 17.10.2018 09:02 Print

Kampfhund-Besitzer fühlen sich bedroht

Tierschützer haben keine Freude mit den geplanten Verschärfungen des Wiener Tierhaltegesetzes.

Die Novelle sorgt für Diskussionen. (Bild: Montage, Unsplash)

Die Novelle sorgt für Diskussionen. (Bild: Montage, Unsplash)

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"Heast Oide, schleich dich mit dem gschissenen Kampfhund" oder "Die grausliche Bestie gehört sofort eingeschläfert" – solche und ähnliche Früchte trägt die aktuelle Diskussion um eine Beißkorbpflicht in der Bundeshauptstadt laut dem Wiener Tierschutzverein (WTV).

Umfrage
Generelle Beißkorbpflicht für Hunde?
38 %
5 %
57 %
Insgesamt 14348 Teilnehmer

Die Tierschützer beklagen immer mehr Beschwerden seit dem Bekanntwerden der Maßnahmen der zuständigen Stadträtin Ulli Sima (SPÖ).

Halter geben ihre Hunde ab

"Insbesondere redliche HalterInnen von Listenhunden werden in der Öffentlichkeit angepöbelt. Etliche halten dem Druck nicht mehr stand und wollen sich schweren Herzens von ihren Hunden trennen. Wir hatten bereits zahlreiche Anfragen betreffend Abgabe von Listenhunden und zwar durchwegs von seriös anmutenden TierhalterInnnen", so WTV-Präsidentin Madeleine Petrovic.

Es werde die Kluft zwischen verschiedenen Hundebesitzern und der restlichen Bevölkerung tiefer aufgerissen, so Petrovic: "Es ist kein gutes Zeichen einer öffentlichen Verantwortung, wenn man so einen Konflikt auf der Straße derart provoziert."

Keine artgerechte Kommunikation

Abgegebene Listenhunde müsse laut WTV die Stadt Wien aufnehmen, da mal selbst "diese sinnlose Anlassgesetzgebung" nicht abfangen könne.

Auch der Verband Österreichischer Tierschutzorganisationen kritisiert die Novelle. Man sehe einen Widerspruch zum Tierschutzgesetz. Eine generelle Maulkorbpflicht würde nämlich bedeuten, dass die Hunde keine Möglichkeit für eine artgerechte Kommunikation hätten.

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Eva D. am 17.10.2018 09:17 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Umfassbar

    Es gibt KEINE Kampfhunde. Es gibt nur Menschen die nicht fähig sind ihren Hund zu erziehen, oder solche die ihre Hunde scharf machen. Die leidtragenden sind dann die, die ihr Leben dann im Tierschutzhaus verbringen müssen.

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  • Tanja am 17.10.2018 09:11 Report Diesen Beitrag melden

    Leider wahr

    ich werd jetzt auch fast täglich beschimpft oder kinder fangen an zu schreien und rennen mit ihren eltern auf die andere straßen seite.. und das auch ohne Listenhund..

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  • Suse am 17.10.2018 09:32 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Auf keinen Fall

    Ich würde meinen Hund nie abgeben. Das ist ein vollwertiges Familienmitglied. Da versuche ich eher in eine Wohnung am Strand oder ausserhalb zu ziehen. Und hier sollte der Tierschutz helfen. Wenn das eine gute Beziehung zw Herr und Hund ist, dann könnten sie bei der Suche helfen. Ich bin sicher, dass würde Waris Familie nicht wollen, dass Hunde wegen übler Nachrede ins Tierheim abgeschoben werden

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Die neuesten Leser-Kommentare

  • Claudia am 24.10.2018 21:45 Report Diesen Beitrag melden

    Es ist traurig wie Menschen reagieren auf uns

    Ich kann das nur bestätigen, seit Frau Sima begonnen hat sich Gedanken zu machen, werden wir meine Hunde, zwei kniehohe Muschlingshunde angesprochen:"beissen die eh nicht? Sind die eh' nicht gefährlich," Meine Antwort:"Warum sollen sie jetzt auf einmal bissig oder gefährlich sein? Nur wegen Frau Sima.....," Ich wurde auch fast niedergeschlagen, beschimpft und angespuckt:"Schleich di g'schissene mit deine Hund..."! Mit meiner Rottweilerin habe ich das alles nicht etlebt und auch nicht mit den beiden kleinen erst seit zwei Wochen reagieren Menschen so auf meine Hunde und mich!

  • Andrea am 18.10.2018 08:43 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wien ist hundefeindlich

    Würde meine Hündin, lebte sie noch, keinesfalls abgeben wegen Mobbing sondern eher mit meinem Tier diese tierfeindliche Stadt verlassen. Es geht ja nicht mehr bloss um Rassen wie Staff und Rottweiler, dank der medialen Hetze sind leider bereits alle Hunde schon betroffen! Hundehalter zahlen eine Zwangsgebühr an diese Stadt, werden zum Abschluss einer Versicherung bei Strafe gezwungen und müssen sich dann auch noch die Pöbelei von solchen Leuten gefallenlassen? Ohne mich!

  • Eva am 18.10.2018 00:52 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Nicht alle in einen Topf werfen

    Die Einteilung in Listenhunde ist doch recht willkürlich! Der Mastiff z. B. ist in Wien ein Kampfhund, in NÖ ist er ungefährlich. Alle Hunde einer Rasse pauschal als Killer abzustempeln ist doch höchst unfair. Wenn ein Hund Verhaltensauffälligkeiten aufweist, was z. B. der Tierarzt feststellen kann, muss natürlich in der Öffentlichkeit mit Maulkorb und Leine geführt werden. Aber doch nicht alle Hunde. Und bitte lasst uns Verantwortungsbewussten und unsere besten Freunde endlich in Ruhe! Die Hetze ist wirklich nicht mehr auszuhalten!

  • Nick am 17.10.2018 22:50 Report Diesen Beitrag melden

    Hund

    Zehn Hunde sind mir lieber als ein Mensch!

  • Claudia am 17.10.2018 22:31 Report Diesen Beitrag melden

    Hunde werden abgegeben

    Hunde wollen wegen dem Hundehass der ihnen entgegen schlägt von unwissenden Menschen, die keine.Hunde kennen ! Die Tierheime sind voll, Hunde werden ausgesetzt dann Strassenhunde später Tötungsstationen wie im Ausland nur dann auch in Wien !