4 Verletzte in der Leopoldstadt

08. März 2018 14:54; Akt: 08.03.2018 15:40 Print

Verdächtiger gesteht beide Messerattacken in Wien

Nach den beiden Messerattacken in der Leopoldstadt ist der mutmaßliche Täter offenbar geständig. Sein Motiv lässt einem die Haare zu Berge stehen.

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Auf der Praterstraße hat am Mittwoch (7. März) ein vorerst Unbekannter eine dreiköpfige Familie nieder und flüchtete anschließend. Die Bluttat ereignete sich an einem Abgang zur U-Bahnstation Nestroyplatz. Eines der Opfer, ein 17 Jahre altes Mädchen, konnte sich schwer verletzt in ein nahes Asia-Restaurant retten. Sie und ihre Eltern (Vater 67, Mutter 56 Jahre alt) wurden mit lebensgefährlichen Verletzungen in ein Krankenhaus eingeliefert. Die Polizei sowie die Spezialeinheit WEGA suchten nach dem flüchtigen Mann. Eine knappe halbe Stunde später wurde ein 20-Jähriger auf dem nahen Praterstern ebenfalls mit einem Messer attackiert. Kurz darauf konnte ein 23-jähriger Afghane als Tatverdächtiger festgenommen werden. Lange Zeit war unklar, ob es sich bei dem Verdächtigen auch um den Täter aus der Praterstraße handelt. Der junge Mann wurde am Donnerstag einvernommen und zeigte sich gegenüber der Polizei geständig beide Taten begangen zu haben. Er selbst gab an, dass er in einer schlechten, aggressiven Stimmung war, auf seine gesamte Lebenssituation wütend war. Deshalb habe die Familie angegriffen. Am Praterstern habe er schließlich einen Bekannten, den 20-Jährigen, angegriffen, weil er diesen für seine vergangene Drogensucht verantwortlich macht. Berichte, wonach die Tat politisch motiviert gewesen sein soll, wurden durch die Aussage des Verdächtigen widerlegt. Die Nachfrage, ob die Tat auch politisch motiviert war, habe der 23-Jährige eindeutig verneint, so die Polizei am Donnerstag. In der Nacht auf Donnerstag konnten drei der vier Opfer von den Ärzten stabilisiert werden: Die beiden Frauen (56 und 17), sowie ... ... der verletzte Mann am Praterstern (20) befinden sich nicht mehr in Lebensgefahr. Der Gesundheitszustand des Mannes (67) ist nach wie vor kritisch.

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Wie bereits berichtet ist es am gestrigen Mittwoch um 19.45 Uhr zu einer blutigen Messerattacke am Nestroyplatz gekommen. Ein junger Mann attackierte eine Familie – Vater 67, Mutter 56 und Tochter 17 Jahre alt – mit einem Messer und flüchtete Richtung Praterstern.

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Um 20.15 Uhr wurde eine weitere Person (20) am Praterstern mit einem Messer attackiert und ebenfalls lebensgefährlich verletzt. Bei einer Sofortfahndung konnte ein 23-jähriger Tatverdächtiger festgenommen werden.

Im Zuge der polizeilichen Einvernahme im Landeskriminalamt Wien unter der Leitung von Oberst Haimeder, zeigte sich der 23-jährige Afghane geständig, beide Messerattacken durchgeführt zu haben.

Motiv für Bluttaten schockt

Er selbst gab an, dass er in einer schlechten, aggressiven Stimmung war, auf seine gesamte Lebenssituation wütend war. Deshalb habe er seine Wut an der Familie ausgelassen und sie angegriffen.

Opfer flüchtete in Restaurant – Die Besitzerin im Interview mit "heute.at":

Zum Motiv für die zweite Tat äußerte sich der 23-Jährige dahingehend, dass es sich beim 20-jährigen Opfer um einen Bekannten handelte. Da er diesen Bekannten für seine vergangene Drogensucht verantwortlich machte, attackierte er den Mann ebenfalls mit einem Messer. Die Nachfrage, ob die Tat auch politisch motiviert war, verneinte der 23-Jährige eindeutig.

Der Gesundheitszustand des Familienvaters (67) - es handelt sich um einen Arzt - ist nach wie vor kritisch. Die beiden Frauen (56 und 17), sowie der verletzte Mann am Praterstern (20) befinden sich nicht mehr in Lebensgefahr.

Weitere Bilder vom Tatort, dem Großeinsatz der Polizei und den folgenden Ermittlungen finden Sie in den folgenden Diashows:

Die internationalen Schlagzeilen nach der Messerattacke
Messerattacke in Wien: Die Schlagzeilen der Welt

Messerattacke auf der Praterstraße: Spürhunde suchen
Messer-Attacke auf der Praterstraße: Spürhunde suchen

Messerattacke in der Leopoldstadt: Blut wird weggeputzt
Messerattacke Leopoldstadt - Blut wird weggeputzt

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(red)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • SockenRambo am 08.03.2018 15:27 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    schrecklich bei uns?

    Man fragt sich immer häufiger wie toll und schön es in Afghanistan sein muss, weil die die von dort kommen, es bei uns so schrecklich finden!!

  • Eva am 08.03.2018 15:27 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Messerattacken

    Einfach schrecklich! Fast täglich Messerattacken! Man muß sich schon fürchten wenn man raus geht! Sehr traurig!

  • Meine Meinung am 08.03.2018 15:57 Report Diesen Beitrag melden

    Ihre Art der Dankbarkeit...

    Auf die Art und Weise wird also die Dankbarkeit gezeigt, dass wir Alle(s) mit offenen Armen empfangen...Weit haben wir es gebracht. Sollen wir dem Herrn vielleicht noch den Psychologen bezahlen???

Die neuesten Leser-Kommentare

  • Nikeniki am 08.03.2018 22:21 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    kopfschüttelnd

    wie viele Tote muss es eigentlich noch geben damit die Regierung endlich mal was macht?

  • Rique am 08.03.2018 17:31 Report Diesen Beitrag melden

    Besorgniserregend

    Das war quasi ein Selbstmord auf Raten, die Unzufriedenheit wurde nur an Dritten rausgelassen. War kurz davor auch vor Ort...brr.

  • Calimero am 08.03.2018 17:23 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Vorgang

    Ein Tatzeuge flüchtete in ein Lokal und sperrte die Türe zu. Als der Täter mit dem Messer in der Hand gegen die Scheibe schlug verletzte er sich an der Hand ! Die beiden Messer kaufte er untertags um etwa 10 Euro !

  • M.arion am 08.03.2018 17:01 Report Diesen Beitrag melden

    Ich bin der festen Überzeugung, dass

    es noch so viel Gewalt geben wird, dass auch diese zur Normalität werden wird. Zustände, über die sich Bürger vor 2 Jahren noch aufgeregt haben, da sie für unseren Kulturkreis undenkbar schienen, werden mittlerweile mit einem "das ist halt so" oder "was willst machen" quittiert und genau so wird es in Kürze auch mit der erhöhten Gewaltbereitschaft sein, die sich von allen Seiten bemerkbar macht. Wir sitzen auf einem Pulverfass und halten alle schön den Deckel drauf. Irgendwann wird es trotzdem explodieren und je länger der Deckel drauf war, umso heftiger wird die Explosion werden.

    • Dschingis am 09.03.2018 01:18 Report Diesen Beitrag melden

      ....festen Überzeugung

      Ja, da hast du Recht. Aber denke nicht dass sich das Gewaltpotenzial nur auf einer Seite steigert. Es gibt mittlerweile genug Menschen quer durch Europa, die die Schnauze voll haben von diesem Zirkus und wenn sie den Glauben in den Rechtsstaat verlieren, was immer mehr tun, brennt die Lunte.

    einklappen einklappen
  • myopinion am 08.03.2018 16:46 Report Diesen Beitrag melden

    Niedergestochen weil verärgert

    Nur weil er gerade sauer war, wegen seiner Lebenssituation dachte er ich steche eben mal unbeteiligte Menschen nieder? 1 Person schwebt immer noch in Lebensgefahr! Wie viele von den Afghanen denken noch so, sitzen täglich in den Öffis neben uns und haben solche kranken Gedanken? Ist das dann Hetze, wenn man solche nicht hier haben will? Fakt für mich ist, dass gewisse Nationalitäten besser gemieden werden sollen, Afghanen sind da ganz weit vorne bei mir, da diese ein Weltbild haben, dass nicht in ein Europa, im 21. Jahrhundert passt.