Gaffer filmten Opfer

29. Juli 2018 10:14; Akt: 29.07.2018 20:34 Print

Minderjähriger trieb leblos in Brigittenauer Bucht

Ein Zeuge entdeckte am Samstag einen leblosen Körper in der Brigittenauer Bucht. Bei der Rettungsaktion behinderten Schaulustige den Einsatz.

Boot der Wiener Wasserpolizei. (Bild: picturedesk.com)

Boot der Wiener Wasserpolizei. (Bild: picturedesk.com)

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Am Samstag kam es in der Brigittenauer Bucht zu einem Schwimmunfall. Ein 24-jähriger Zeuge bemerkte einen Unmündigen in Bauchlage am Wasser treibend und zog das nicht atmende Kind aus dem Wasser. Es wurde daraufhin die Rettungskette in Gang gesetzt. Da sie einen Defibrillator an Bord haben, meldete sich eine Gruppe der Wiener Bereitschaftseinheit zu dem Einsatz dazu.

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Die Polizisten begannen als Ersteintreffer am Vorfallsort mit den lebensrettenden Sofortmaßnahmen und stabilisierten das Kind, bis die Atmung wieder einsetzte. Die kurz darauf eingetroffene Feuerwehr unterstützte mit einer Sauerstoffmaske.

Angehörige vor Ort, Schaulustige filmten

Ebenfalls anwesend waren Angehörige des Unfallopfers sowie zahlreiche Schaulustige, welche teilweise die Einsatzkräfte mittels Handy-Videoaufnahmen aus nächster Nähe filmten.

Sie wurden angewiesen, den unmittelbaren Einsatzort frei zu machen. Bis zum Eintreffen von Notarzt und Rettung wurden das Kind und die anwesende Mutter beruhigt. Danach brachte man beide in ein Krankenhaus.

+++ Berufsrettung mit Video gegen Unfall-Gaffer +++
+++ Polizei erklärt: Das dürfen unsere Leserreporter! +++
+++ Wer bei Unfällen gafft, zahlt 500 Euro Strafe +++

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(red)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Muki Muk am 29.07.2018 10:46 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    bekannt oder verwandt

    Angehörige oder nicht selbst wenn es der Präsident ist sowas gehört sich nicht wo die erste hilfe Maßnahme was soll das was sind das für Menschen der erste Gedanke muss sein...ich muss rein ins wasser ich muss helfen...den gaffern und die was aufgenommen haben egal ob verwandt bekannt oder sonst was eine fette saftige geldstrafe weil sowas ist echt eine Frechheit...

  • Tomcat76 am 29.07.2018 10:25 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Gafferdatenbank

    Es sollte eine Datenbank für Gaffer geben. Sollte einem Gaffer mal etwas passieren, sollten alle Rettungskräfte zuerst gaffen, Fotos/Filme machen dürfen und erst dann helfen. Sicher sollten harte Strafen eingeführt werden. Zudem sollten Handy, Kameras usw. eingezogen und vernichtet werden.

  • keereiwa am 29.07.2018 10:42 Report Diesen Beitrag melden

    Wichtigere Aufgaben

    Während des Abtauchens des "Unmündigen" waren wohl die "Angehörigen" zu sehr mit der Betrachtung anderer Unfall-Videos beschäftigt.

Die neuesten Leser-Kommentare

  • Mia am 29.07.2018 19:46 Report Diesen Beitrag melden

    Wo war

    da die Aufsichtspflicht dieser Mutter und der Angehörigen ? Hätten sie dies wahrgenommen, wäre dieses Unglück gar nicht passiert. Zuviel Handy geschaut ?

  • Mia am 29.07.2018 19:34 Report Diesen Beitrag melden

    Karma wird dich kriegen

    Wenn die selbst mal in so einer Situation sind, werden dies bitter bereuen.

  • Mus Max am 29.07.2018 17:01 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Bagger

    Wo straft die Polizei ? 10.000 Euro Strafe dann hört sich das sicher ein für alle mal auf !

  • Amlacher am 29.07.2018 13:52 Report Diesen Beitrag melden

    Schwachsinn x 2

    Einerseits ist es schwachsinnig einfach dort vorbei zu gehen als nichts wäre und kein interesse zu zeigen. Aber genau so Einsatzkräfte behindern.

  • Leonara am 29.07.2018 11:38 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Neugier ist normal

    Ich habe das recht zu schauen, dass lasse ich mir nicht nehmen. Der Mensch ist ein neugieriges Säugetier und wird es immer bleiben.

    • Tomcat76 am 29.07.2018 12:22 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Leonara

      Wenn Sie sich unbedingt am Leid anderer ergötzen oder aufgeilen wollen, dann stehen Sie gefälligst den Rettern nicht im Weg. Es gibt nämlich Leute, denen ist das Schicksal / das Leid der Mitmenschen nicht egal. Aber sie sehen nur sich selber.

    • florian retter am 29.07.2018 12:34 Report Diesen Beitrag melden

      irgendwann braucht jeder hilfe ;-)

      @leonara sie haben die pflicht, wenn sie in unmittelbarer nähe sind, zu helfen und das recht aus der ferne zu schauen, wenn sie dabei keine anfahrenden rettungskräfte behindern! sie sind sicher die erste, die jammert, wenn statt hilfe nur "kameraleute" kommen, denken sie mal darüber nach!

    • Higher am 29.07.2018 12:53 Report Diesen Beitrag melden

      Pflicht nicht Recht

      Sie haben die Pflicht zu helfen und den Weg den Rettungskräften/Einsatzkräften nicht zu versperren. Satte Geldstrafen ab sofort für derart Empathiebefreite!

    • Drakensang am 29.07.2018 12:57 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Leonara

      Das Recht zu schauen möchte Ihnen auch niemand nehmen, doch das minutenlang stehen und glotzen sehrwohl. Das gehört sich doch auch nicht, oder? Jööö Oida/e schau her, Do liegt ana auf da Strossn und des Bluat rinnt scho bis eine in den Kanäu ...

    • interesse am 29.07.2018 15:40 Report Diesen Beitrag melden

      moralaposteln

      das war doch immer schon so! bei schweren verkehrsunfällen mit schwerverletzten standen immer ein paar neugierige herum. anderen grauste vor dem anblick und blieben fern. heut kommt halt das handy dazu. behinderungen darf es keine geben, aber schauen darf genauso keiner verbieten!

    • Tomcat76 am 29.07.2018 20:31 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Leonara

      Wenn das Gaffen nach ihrer Meinung ein Recht sein soll, in welchem Gesetz steht dieses Recht? Nur weil sie geil auf gaffen sind, ist es noch lange kein Recht.

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