Weltall-Forschung

01. Mai 2019 12:11; Akt: 01.05.2019 12:50 Print

NHM freut sich über Neuzugang bei Meteoriten

Im Februar krachte mit viel Krach und Blitzen in Kuba ein Meteorit auf den Boden. Zu sehen sind Teile des Himmelskörpers ab sofort im Naturhistorischen Museum Wien.

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Begleitet von trommelnden Geräuschen und intensiven Blitzlichtern fiel am 1. Februar 2019 um 13:17 Uhr Ortszeit in Viñales (Kuba) ein Meteorit vom Himmel. Eine Rauchschwade war über der rund 27.000 Einwohner zählenden Stadt deutlich zu sehen, nach 20 Sekunden war das Spektakel vorbei.

Die Menschen, die den Fall beobachtet hatten, gingen zunächst von einem Flugzeugabsturz aus. Als sie jedoch feststellten, dass es sich um einen Meteoritenschauer gehandelt hatte, zogen sie los, um Gesteine zu sammeln. Über 100 Kilogramm Material wurde aufgesammelt, einige der Gesteinsbrocken wurden auf Dächern entdeckt, andere hatten sich tief in die Tabakfelder eingegraben.

Himmelskörper mit herzförmiger Gestalt

Ausgestellt wird der Meteorit aber in Wien: Das kubanische Institut für Geophysik und Astronomie, das Ministerium für Wissenschaft, Technologie und Umwelt in Kuba sowie die kubanische Gesellschaft für Geologie stellen dem Naturhistorischen Museum Wien Teile des Viñales-Meteoriten für seine Schausammlung sowie zur wissenschaftlichen Untersuchung zur Verfügung.

Ludovic Ferrière, Chef-Kurator der Meteoritensammlung des NHM Wien, beschreibt den Neuzugang in der Schausammlung folgendermaßen: "Es ist ein fast zur Gänze mit mattbraun-schwarzer Schmelzkruste überzogener, etwas über 61 Gramm schwerer Stein von herzförmiger Gestalt. Ein kleiner seitlicher Anbruch zeigt eine hellgraue Matrix mit zahlreichen dünnen Schockadern."

Neuzugang in weltweitgrößter Meteoriten-Sammlung ab heute zu sehen

Der Meteorit wurde als "Gewöhnlicher Chondrit L6" klassifiziert: "Von den 68.500 anerkannten Meteoriten weltweit sind etwa 10.800 als 'Gewöhnliche Chondriten L6' klassifiziert. Unter ihnen sind nur 281 beobachtete Fälle verzeichnet, der Viñales-Meteorit miteingeschlossen", ergänzt Ferrière.

"Für das Naturhistorische Museum Wien, das die größte Meteoritenschausammlung der Welt beherbergt, die im internationalen Vergleich gleichzeitig die älteste und eine der zahlenmäßig größten Sammlungen überhaupt ist, ist der Viñales-Meteorit eine wertvolle Ergänzung", dankte NHM-Generaldirektor und Impaktforscher Christian Köberl dem Kubanischen Botschafter Juan Antonio Fernández Palacios für das wertvolle Gestein. Der Neuzugang ist ab sofort im Meteoritensaal Nr. 5 des NHM Wien zu besichtigen.

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(lok)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • G. Chuevara am 01.05.2019 14:53 Report Diesen Beitrag melden

    Das verdient Revanche!

    Als Gegengeschenk sollten wir den Kubanern ein großes Foto im Plakatformat von Fidel Castro überreichen. Die sozialistische Jugend hat besimmt eine große Anzahl dieser Fotokunstwerke in ihrem Fundus -- da könnens ruhig eins davon spenden. Als Draufgab kriegen die Havanner ein Leiberl wo der Che Guevara drauf is.

Die neuesten Leser-Kommentare

  • G. Chuevara am 01.05.2019 14:53 Report Diesen Beitrag melden

    Das verdient Revanche!

    Als Gegengeschenk sollten wir den Kubanern ein großes Foto im Plakatformat von Fidel Castro überreichen. Die sozialistische Jugend hat besimmt eine große Anzahl dieser Fotokunstwerke in ihrem Fundus -- da könnens ruhig eins davon spenden. Als Draufgab kriegen die Havanner ein Leiberl wo der Che Guevara drauf is.