Schärfere Regeln

11. Dezember 2018 11:28; Akt: 11.12.2018 12:46 Print

Tempolimits für alle E-Tretroller in der City

Mit Tempodrosselung, Parkverbotszonen und weniger Abstellflächen will die Wiener City mehr Sicherheit schaffen. Die Anbieter sind mit an Bord.

Die City verschärft die Regeln für E-Scooter. Nach

Die City verschärft die Regeln für E-Scooter. Nach "Lime" wurde nun auch eine Einigung mit den Verleihfirmen "Bird" und "Tier" erzielt. (Bild: iStock)

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Die Leih-Tretroller sorgen immer wieder für Ärger und sind leider auch immer öfter in Unfälle verwickelt. Um im Bezirk wieder für mehr Fairness und Sicherheit zu sorgen, verhandelten der Vorsteher der Inneren Stadt Markus Figl (ÖVP) und die Wirtschaftskammer Wien mit den Anbietern der E-Scooter. Nachdem mit "Lime" bereist Einigkeit erzielt wurde – "Heute" hat berichtet, verschärfen nun auch die Mitbewerber "Bird" und "Tier" die Regeln für die Benutzung der E-Scooter.

Beschwerden machten Verschärfung notwendig

"In den vergangenen Monaten haben Bezirk und Wirtschaftskammer Beschwerden rund um die E-Leihroller erreicht. Grundsätzlich sind wir der Überzeugung, dass jeder seine Mobilität ausleben können soll, aber nicht auf Kosten anderer Verkehrsteilnehmer, etwa Fußgängern. Daher ist es unser Ziel, die bestmöglichen Lösungen für die Anliegen der Bewohnerinnen und Bewohner der Inneren Stadt sowie der Wirtschaftstreibenden zu finden", betont Figl.

In den vergangenen Wochen habe die Bezirksvorstehung gemeinsam mit Spartenobmann Rainer Trefelik Gespräche mit den drei E-Leihroller-Anbietern geführt: "Es freut uns ganz besonders, dass wir nun mit allen Anbietern erste Maßnahmen erarbeiten konnten."

"City als Vorbild für die ganze Stadt"

Es werde aber voraussichtlich noch weitere Maßnahmen brauchen. "Diese Vereinbarungen sind ein Vorbild für die gesamte Stadt und neue Anbieter", stellt der Bezirksvorsteher klar.

Fest steht bereits, dass die bereits mit Lime ausgehandelten Geschwindigkeitsbegrenzung in hoch frequentierten Bereichen sowie "No-Parking-Zonen" oder weniger Abstellplätze für die Tretroller nun auch bei den anderen Anbietern kommen sollen.

Diesen Maßnahmen hat "Bird" zugestimmt:

- Schrittgeschwindigkeit in den meist frequentierten innerstädtischen Zonen wie Stephansplatz, Kärntner Straße und Am Graben
- Schrittweise Einführung von Tempodrosselung rund um Weihnachtsmärkte
- Rider-Education-Events (neben Info-Veranstaltungen sind hier auch Fahrtrainings in Parcours geplant)

Eine ähnliche Neuregelung setzt auch "Tier" um:

- Parkverbotszonen in Fußgängerzonen und Grünflächen
- Geschwindigkeitsbeschränkungen in Fußgängerzonen, Grünanlagen, Begegnungszonen und Wohnstraße
- Reduktion der Abstellorte in der Inneren Stadt, im Sinne der Fußgänger
- Maßnahmen zur Aufklärung der Nutzerinnen und Nutzer

Schulterschluss für mehr Sicherheit

"Sicherheit geht bei uns immer vor. Wir passen unsere Dienste in der Vorweihnachtszeit den örtlichen Wiener Gegebenheiten an und adaptieren überall dort, wo erforderlich", so Christian Geßner, Geschäftsführer von Bird Österreich, Deutschland und Schweiz. Nach wie vor sind Bird Watcher ganztägig in Wien unterwegs, um eine sichere, geordnete Nutzung von Bird E-Scooters zu gewährleisten.

Alle Roller werden auch weiterhin ab 21.00 Uhr von den Straßen genommen und über Nacht aufgeladen und regelmäßig technisch gewartet. "Wir sind sehr zufrieden mit unserer bisherigen Entwicklung in Wien und haben noch viel vor. So planen wir weitere Rider-Education-Events und sind für alle Anliegen der Wienerinnen und Wiener unter hilfe@bird.co erreichbar", so Geßner.

"Wir sind eng mit der Stadt und den Bezirken zusammengerückt um gemeinsam über Verbesserungen, Bedürfnisse und Weiterentwicklungen für den Bereich eMobility in Wien zu sprechen und diese umzusetzen", so Maximilian Nageler, General Manager Tier Mobility Austria.

Stadt arbeitet an Leitfaden

Während die City für den Bezirk bereits eine Lösung gefunden hat, ist die Stadt Wien noch mitten drin. Ende November kündigte die MA65 – Rechtliche Verkehrsangelegenheiten, Grundregeln für die E-Scooter-Anbieter an. Dazu zählen vor allem die technische Ausrüstung der Scooter wie Beleuchtung, Reflektoren oder Bremsen.

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(lok)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Jürgen Mayer am 11.12.2018 18:59 Report Diesen Beitrag melden

    ohne Strafen wird es nicht funktionieren

    diese Dinger bzw. deren Benutzer werden in der Stadt zur Qual. Es gibt doch ganz klare Regeln, diese Geräte wie Fahrräder behandelt. Ohne entsprechende Strafen wird es nicht gehen. Appell an die Polizei "behandelt diese Verkehrsteilnehme genauso wie Autofahrer" dann ist entlich Ruhe. Nur wegsehen oder eventuell ermahnen bringt rein gar nichts

Die neuesten Leser-Kommentare

  • Jürgen Mayer am 11.12.2018 18:59 Report Diesen Beitrag melden

    ohne Strafen wird es nicht funktionieren

    diese Dinger bzw. deren Benutzer werden in der Stadt zur Qual. Es gibt doch ganz klare Regeln, diese Geräte wie Fahrräder behandelt. Ohne entsprechende Strafen wird es nicht gehen. Appell an die Polizei "behandelt diese Verkehrsteilnehme genauso wie Autofahrer" dann ist entlich Ruhe. Nur wegsehen oder eventuell ermahnen bringt rein gar nichts