Sicherheitsgipfel

12. Februar 2019 05:30; Akt: 11.02.2019 20:55 Print

Stadt-Lkw erhalten Abbiege-Assistenten

von L. Kraft - Jetzt soll es schnell gehen: Nach dem Tod eines neunjährigen Schülers steigt die Stadt bei der Nachrüstung der Lkw mit elektronischen Abbiegeassistenten aufs Gas. Ab sofort läuft der "Brummi-Umbau".

Schon bald sollen alle Müllwagen  mit

Schon bald sollen alle Müllwagen mit "Assistent" unterwegs sein. (Bild: MA 48)

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Noch gestern forderten Hunderte Wiener bei einer Mahnwache von der Stadt Maßnahmen ("Heute" berichtete). Konkret geht es um Abbiegeassistenten für Lkw.

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Soll es verpflichtende Abbiegeassistenten für Lkw geben?

Diese verbinden eine Kamera mit dem Blinker. Wird dieser betätigt, aktiviert das die Kamera. Läuft eine Person ins "Blickfeld", ertönt eine Warnung.

Jetzt reagiert die Politik:

■ "Verkehr" startet
Den Anfang macht der Fuhrpark der Verkehrsabteilungen: Laut zuständiger Stadträtin Maria Vassilakou (Grüne) werden ab sofort die ersten 37 Lkw nachgerüstet.

In den nächsten Monaten sollen dann die übrigen Lastwagen der MA28 (Straßenbau), MA29 (Brückenbau) und MA33 (Licht) folgen. "Was ich in meinem Wirkungsbereich tun kann, das tue ich auch", so Vassilakou.

■ MA48 zieht nach
Demselben Ziel folgt auch Umwelt- und Öffi-Stadträtin Ulli Sima (SP). Im Gespräch mit "Heute" kündigte sie den probeweisen Einbau eines elektronischen Abbiegeassistenten in einen Müllwagen an.

Bis Freitag soll feststehen, ob dies den gewünschten Erfolg zeigt.
"Wenn sich das System bewährt, werden wir zackig alle 500 Lkw des Wiener Fuhrparks nachrüsten", so die Stadträtin.

■ Öffis
Ausgenommen von der Nachrüstung sind aber die Wiener-Linien-Busse. Grund: In Wien seien nur Niederflurbusse unterwegs, bei denen es ohnehin nur einen sehr kleinen toten Winkel gebe. Das Thema stelle sich daher nicht, heißt es.

■ Gipfel
Bei einem Sicherheitsgipfel am 19. Februar will Verkehrsminister Hofer (FP) über die nächsten Schritte beraten.

Straßensperre für Todeskreuzung kommt

Die Petrusgasse soll an Schultagen zwischen 7.30 und 8 Uhr Richtung Landstraße für den Verkehr gesperrt werden. Bezirkschef Erich Hohenberger (SPÖ) lässt derzeit dafür die technischen Möglichkeiten prüfen.

Dadurch soll in Zukunft verhindert werden, dass Fahrzeuge an der Kreuzung in die Landstraßer Hauptstraße rechts abbiegen können. Anlass ist der tragische Tod eines neunjährigen Schülers, der vor wenigen Tagen von einem Lkw überrollt und getötet wurde. Hohenberger: "Auch die Anbringung eines Schulweg-Piktogramms ist geplant"

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • kreereiwa am 12.02.2019 06:43 Report Diesen Beitrag melden

    wieder sinnlose rt/gn Geldverschwendung

    Da im Stadtgebiet bei vielen Kreuzungen Menschen stehen, wird das System immer wieder ansprechen und die Fahrer nerven, die Folge ist, dass sie das System ignorieren oder abschalten (wenn dies möglich ist).

  • Steve am 12.02.2019 08:51 Report Diesen Beitrag melden

    Was für ein Schwachsinn

    Die Fahrer sollen einfach net so faul sein und genau schauen und wenns nix sehen, dann gibts den tollen Spiegelzusatz für den toten Winkel seit Jahrzehnten zu montieren. Die Menschheit ist am Weg in die Idiokratie.

    einklappen einklappen
  • Piktogramma am 12.02.2019 15:09 Report Diesen Beitrag melden

    Mehr Assistenten für Wien

    Weltmeister im Geldverbraten sind da am Werk. Es ist ja nicht das eigene Geld und die Milliardenschulden müssen eh nie zurückgezahlt werden, hat uns ja einst die Finanzstadträtin Brauner erklärt. Aber jetzt wird ganz sicher nie, nie, nie mehr ein Abbiegeunfall geschehen. Danke Supergrünrot. Alle werde euch wiederwählen. Ich schwörs.

Die neuesten Leser-Kommentare

  • Piktogramma am 12.02.2019 15:09 Report Diesen Beitrag melden

    Mehr Assistenten für Wien

    Weltmeister im Geldverbraten sind da am Werk. Es ist ja nicht das eigene Geld und die Milliardenschulden müssen eh nie zurückgezahlt werden, hat uns ja einst die Finanzstadträtin Brauner erklärt. Aber jetzt wird ganz sicher nie, nie, nie mehr ein Abbiegeunfall geschehen. Danke Supergrünrot. Alle werde euch wiederwählen. Ich schwörs.

  • Sciencer am 12.02.2019 11:15 Report Diesen Beitrag melden

    Systemfehler

    Wenn ein 9-jähriges Kind, das in der Stadt aufwächst nicht weiß, dass eine grüne Ampel NICHT absolute Sicherheit verspricht und man schauen muss, was rundum passiert, hilft alle Technik nichts. Hauptsache Helm, Protektoren und Blinklichter, aber keine Verkehrserziehung. Dafür Handy in der Hand und Stöpsel mit lauter Musik in den Ohren. Hier versagt ein System, nicht die Technik.

  • Ichhalt am 12.02.2019 10:29 Report Diesen Beitrag melden

    Verkehrserziehung

    der Kinder wäre besser und endlich vernünftige Gesetze für die Nutzung der Tretroller beschliessen. Tatsache ist, das Kinder in dem Alter Geschwindigkeit und Bremsweg eines solchen Gefährtes nicht einschätzen können.

  • Steve am 12.02.2019 08:51 Report Diesen Beitrag melden

    Was für ein Schwachsinn

    Die Fahrer sollen einfach net so faul sein und genau schauen und wenns nix sehen, dann gibts den tollen Spiegelzusatz für den toten Winkel seit Jahrzehnten zu montieren. Die Menschheit ist am Weg in die Idiokratie.

    • Sciencer am 12.02.2019 11:11 Report Diesen Beitrag melden

      Ja eh

      Während Sie alles beobachten, was hinten, seitlich und überall rund um den LKW passiert, krachen sie dem bremsenden Vordermann ins Heck. Führerschein? C2(E)?

    • Teddybär am 13.02.2019 11:42 Report Diesen Beitrag melden

      seit jahrzehnten

      gibt es aussenspiegel, die den toten winkel auf der rechten lkw-seite sichtbar machen. spreche da aus jahrelanger erfahrung als fernfahrer. solche spiegel kosten - wenn richtig montiert - inkl. motage max. 50,- euro. natürlich ist eine elektronische anlage, ev. mit kamera ebenso nützlich, aber damit kann sich die vasilakuh wieder mal auf unsere kosten profilieren. die fahrer müssten halt etwas besser geschult oder qualifiziert werden, dann kann sowas wie dem kleinen jungen nicht passieren. millionen lkw's fahren auf unseren strassen, ohne dass passanten wegen dem toten winkel gefährdet sind.

    einklappen einklappen
  • kreereiwa am 12.02.2019 06:43 Report Diesen Beitrag melden

    wieder sinnlose rt/gn Geldverschwendung

    Da im Stadtgebiet bei vielen Kreuzungen Menschen stehen, wird das System immer wieder ansprechen und die Fahrer nerven, die Folge ist, dass sie das System ignorieren oder abschalten (wenn dies möglich ist).