Österreich

Strafe: "Oida muss Weltkulturerbe werden"

Polizisten sollte man nicht mit dem wienerischen Wort "Oida" ansprechen. Fotograf Nathan S. bekam eine Geldstrafe aufgebrummt.
Heute Redaktion
13.09.2021, 19:12

Im Gespräch mit einem Beamten rutschte Nathan S. (22) ein empörtes „Oida!" heraus. Prompt bekam der Fotograf eine Strafe wegen „Anstandsverletzung" aufgebrummt. Der Wiener soll nun 100 Euro Strafe zahlen – "Heute" berichtete. Auf Twitter, Facebook und auf heute.at erntete die Polizei nun einen Shitstorm mit Hunderten Kommentaren. „So verspielt man jegliche Akzeptanz in der Bevölkerung", attestiert Datenschutzaktivist Max Schrems der Exekutive. Neuerdings gebe es in Wien eine „Sprachpolizei", witzeln andere. Das ur-wienerische Wörtchen Oida „muss Weltkulturerbe werden", fordert User Gregor. „Menschen mit ‚Oida' anzureden, entspricht nicht dem guten Ton", twitterte die Landespolizeidirektion als Rechtfertigung. „Wenn schon ein Kurs für schlechtes Benehmen, dann für beide", schreibt „Lao Ze" auf heute.at. „Auch ein Polizist ist an die Höflichkeitsform gebunden." Denn der Beamte soll den Fotografen konsequent mit du angesprochen haben. Nathan S. legte Berufung ein. „Wer weiß, wie es wirklich war", schreibt Brigitte M. auf Facebook. „Es gibt schon genug, die keinen Respekt haben." (pet)

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