Wien-Protest

14. Februar 2019 18:57; Akt: 14.02.2019 19:02 Print

Tanz gegen Gewalt an Frauen

Hunderte Frauen trafen sich am Valentinstag um auf das Thema der Frauengewalt aufmerksam zu machen. Sie folgten der weltweiten Kampagne "One Billion Rising".

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Aiko Kazuko Kurosaka (vorne), die künstlerische Leiterin organisiert zum siebten Mal in Österreich die Aktion "One Billion Rising" mit getanzten Kundgebungen am Valentinstag. In Wien traf man sich ab 17 Uhr am Platz der Menschenrechte. Die weltweite Initiative "One Billion Rising" ist ursprünglich in New York entstanden. Eine Milliarde (One Bilion) bezieht sich auf Zahl der Frauen und Mädchen die Gewalt erfahren haben. Am Valentinstag entschieden sich die Organisatoren zusätzlich für rote Schuhe. Sie symbolisierten bereits weltweit bei Protesten die Gewalt an Frauen. Tanzen, Performance, Aufmerksamkeit: Die Frauen machen auf ein wichtiges Thema aufmerksam. Heuer kam es zu bereits acht Frauenmorde in Österreich seit Jahresbeginn. "Tanz auf öffentlichen Plätzen ist in vielen Ländern für Frauen verboten. Traumatisierte Frauen verlieren auch das Gefühl für den Körper. Wir tanzen uns den Körper wieder zurück", so die Initiatorin Aiko Kazuko Kurosaka. "Das Blut von Frauen ist nicht billig" - mit diesem Spruch und rot gefärbten Schuhe protestierten Frauen vergangenes Jahr in Israel nach dem gewaltsamen Tod zweier junger Mädchen. Die Aktion am Wiener Platz der Menschenrechte (Museumsquartier) erinnerte an diese Demonstration. 2012 entwickelte sich die Kampagne One Billion Rising aus der V-Day-Bewegung - einer globale Bewegung, die 1998 von der New Yorker Künstlerin Eve Ensler ins Leben gerufen wurde. Seitdem ist der 14. Februar nicht nur Valentinstag, sondern auch V-Day. Das V in V-Day steht für Victory (Sieg), Valentine (Valentinstag) und Vagina. Am und rund um den 14. Februar erlebt die Bewegung mit der Kampagne One Billion Rising einen Aktionshöhepunkt. Seit 2013 sind weltweit tausende Aktivist_innen singend und tanzend gegen Gewalt an Frauen* und Mädchen* aktiv. So etwa in Nordamerika, Südafrika, Australien, Deutschland und - Österreich.

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Aiko Kazuko Kurosaka, die künstlerische Leiterin organisierte zum siebten Mal in Österreich die Aktion "One Billion Rising" mit getanzten Kundgebungen am Valentinstag. In Wien trafen sich ab 17 Uhr hunderte Frauen am Platz der Menschenrechte.

"Es geht darum, das ernste und aktuelle Thema an die Öffentlichkeit zu bringen. Gewalt an Frauen ist wie eine Epidemie", so die Künstlerin Aiko Kazuko Kurosaka.

Die 2012 in New York entstanden Initiative "One Billion Rising" steht für „eine Milliarde erhebt sich“. Die „Milliarde“ errechnet sich aus der statistischen Aussage der UN, dass ein Drittel aller Frauen und Mädchen weltweit in ihrem Leben Opfer von Gewalt werden. Auch in Österreich ist dieses Thema präsent, da wir bereits den mittlerweile achten Frauenmord seit Jahresbeginn zählen. Der letzte fand im Cafè Rebeca in Meidling statt.

Kurosaka:"Den Körper zurücktanzen"

Die künstlerische Leiterin Aiko Kazuko Kurosaki sagte im Gespräch mit "Heute", dass Frauen in vielen Länder auf der Welt auch heute nicht auf öffentlichen Plätzen tanzen dürfen. "Zusätzlich verlieren traumatisierte und misshandelte Menschen das Gefühl für ihren Körper, wir tanzen uns den Körper wieder zurück", so die Tänzerin.

Rote Schuhe - das Symbol für Gewalt an Frauen

Die Demonstrantinnen stellten zusätzlich rot gefärbte Schuhe auf - die von Carla (Caritas Lager) zur Verfügung gestellt wurden. Rote Schuhe stehen für "Blut im Schuh" und erinnern an etliche weltweite Proteste gegen Frauenmorde und Gewalt an Frauen. Die roten Schuhe symbolisieren bereits die Gewalt gegen Frauen.

Weltweite Kampagne

Die aktionistische Kampagne One Billion Rising entwickelte sich 2012 aus der V-Day-Bewegung – einer globale Bewegung, die 1998 von der New Yorker Künstlerin Eve Ensler ins Leben gerufen wurde. Seitdem ist der 14. Februar nicht nur Valentinstag, sondern auch V-Day. Das „V“ in V-Day steht für Victory (Sieg), Valentine (Valentinstag) und Vagina.

Am und rund um den 14. Februar erlebt die Bewegung mit der Kampagne One Billion Rising einen Aktionshöhepunkt. Seit 2013 sind weltweit tausende Aktivisten singend und tanzend gegen Gewalt an Frauen und Mädchen aktiv. So etwa in Nordamerika, Südafrika, Australien, Deutschland und – Österreich.

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • PeterKarl am 14.02.2019 19:09 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Die roten Schuhe

    sollen wahrscheinlich darauf hinweisen, wer für diese Zustände die Schuld trägt.

  • Selbst schuld, kein Mitleid am 14.02.2019 20:36 Report Diesen Beitrag melden

    Klatscht ruhig weiter alle Willkommen

    Sie werden es euch gebührend danken.

  • Udo am 14.02.2019 20:23 Report Diesen Beitrag melden

    Ist da jemand

    Normalerweise müsste wegen der ganzen Frauenmorde in Ö die EU ihre Weisen sckicken od die Uno od. amnesty internat. ihre Untersuchungskommissionen.. komisch dass man nichts hört

Die neuesten Leser-Kommentare

  • Censorship am 15.02.2019 11:47 Report Diesen Beitrag melden

    Scheinheilige...

    Und das sind wohl die selben, welche marodieren, wenn es um ein Kopftuchverbot geht... Wer eine Frauen hassende Religionsauslegung nicht verurteilt, hat mit Gleichberechtigung, mit dem Schutz der Frau nichts am Hut...

    • Rorschach am 15.02.2019 11:54 Report Diesen Beitrag melden

      Und die Begründung

      Ihrer Vermutung wäre welche...?

    • Censorship am 15.02.2019 13:35 Report Diesen Beitrag melden

      @Rorschach

      Die Bekleidung der Damen passt eher zu den Donnerstagsmarodeuren... Erste Reihe Mitte, nach rechts... Diese "Haremshosen, und Hose unter Rock, tragen die wenigsten "normalen" Frauen... Aber natürlich nur eine Mutmaßung, wenn auch sehr naheliegend... Deshalb auch das Wörtchen "wohl"...

    • Sucher am 17.02.2019 02:46 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Censorship

      die glauben wirklich ,wenn sie die Krampfadern ausbeuteln, ändert sich was.

    einklappen einklappen
  • Fred Feuerstein am 15.02.2019 08:58 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Steinzeit ist vorbei

    Es wäre besser diese ungewollten Ureinwohner zusammenzutrommeln und ihnen klipp und klar unsere Kultur in ihr Steinzeitgehabe zu klopfen.

  • WehrtEuchEndlich am 15.02.2019 01:02 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Sinnlos

    Statt der sinnlosen Herumtanzerei wäre es wesentlich wirkungsvoller als Frau keine dieser dafür verantwortlichen Links-Parteien mehr zu wählen und vor allem Innenminister Kickl mit Vorzugsstimmen zu stärken. Über alles andere lachen diese importierten Steinzeit-Gesellen doch nur.

    • mitdenker am 15.02.2019 06:10 Report Diesen Beitrag melden

      mein erster Gedanke dazu:

      zuerst tanzen und dann gleich direkt zur Donnerstag-Demo...

    einklappen einklappen
  • Michi am 14.02.2019 23:51 Report Diesen Beitrag melden

    Bei Rot denke ich zuallererst an

    die SPÖ, Faymann, Kern, Häupl, Türl mit Seitenteilen, Welcome, etc.

  • erica27 am 14.02.2019 23:29 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Na ja..

    Tanzen oder antanzen...