Staus zu erwarten

10. Juni 2018 15:37; Akt: 10.06.2018 16:54 Print

Taxler-Demo gegen Uber in der Wiener City

Am Montag wird es sich in in der Innenstadt stauen. Ab 11 Uhr werden Taxifahrer für "Faire Bedingungen für das Personenbeförderungsgewerbe" demonstrieren.

Am Montag kommt es zu einer Taxi-Demo. (Bild: Video3)

Am Montag kommt es zu einer Taxi-Demo. (Bild: Video3)

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Der Kampf zwischen Taxi und Uber geht in die nächste Runde: Im April gipfelte der Streit in einer einstweiligen Verfügung gegen den US-amerikanischen Fahrtendienst. Nun steht eine Demo der Taxler bevor.

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Am Montag wollen bis zu 1.000 Fahrzeuge an der Demonstration teilnehmen. Verkehrsminister Norbert Hofer (FPÖ) dazu: "Die Rechtslage ist aktuell nicht so eindeutig. Zudem steht der Verdacht im Raum, dass sich Uber nicht an die Spielregeln des Gelegenheitsverkehrsgesetzes hält. Ich werde daher eine Überarbeitung des Gesetzes in Auftrag geben, um hier für eine eindeutige rechtliche Grundlage zu sorgen."

Hofer will Grauzonen beseitigen

Laut Gelegenheitsverkehrsgesetz müssen Ausgangs- und Endpunkt einer Fahrt die Betriebszentrale sein, was bei Uber allerdings nicht der Fall ist. Über die Uber-App bekommt der Fahrer laufend seine Fahr-Aufträge. „Obwohl Uber wie ein Taxidienst funktioniert, muss es im Gegensatz zu Tax-Unternehmen allerdings keine Gewerbeschein besitzen, und auch die Taxilenker benötigen keinerlei spezielle Kenntnisse für das Gewerbe“, erklärt Verkehrsminister Norbert Hofer. Der Verkehrsminister will die Grauzonen nun beseitigen.

Nicht gerade positiv dürfte auch die Arbeitssituation der Uber-Fahrer sein. Wie diversen Medienberichten zu entnehmen ist, bleiben den Lenkern oft nur rund 20 Prozent des Umsatzes als Verdienst übrig - der Rest muss in die Uber-Zentrale sowie als Miete für das Fahrzeug abgegeben werden.

Staus zu erwarten

Lenker in Wien müssen deshalb am Montag starke Nerven haben: Ab 11 Uhr fahren die Taxler von der Wagramer Straße los und Fahren über die Reichsbrücke zum Praterstern. Von dort geht es über den Ring zum Museumsplatz. Auf dem Maria Theresien-Platz steigen die Taxi-Fahrer aus und demonstrieren zu Fuß weiter. Um 16 Uhr ist dann Schluss.

Staus werden laut ÖAMTC im gesamten Verlauf, speziell auf Zweierlinie und Ring nicht ausbleiben. Die Clubexperten empfehlen, großräumig auszuweichen bzw. auf U-Bahnen umzusteigen.

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(slo/red)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Fahrgast am 10.06.2018 17:45 Report Diesen Beitrag melden

    Da demonstrieren die Richtigen

    Das Taksi-Gewerbe ist längst in türkischer Hand. Man sieht, was dabei raus kommt: Der Obmann der Innung hat hier nichts mehr zu sagen; bietet mit seiner privaten Mietwagenflotte selbst Uber an. Die Zuschläge auf die Fahrpreise kassiert die Innung ein, bietet aber null dafür. Die Prüfung ist computergestüzt, aber sehr leicht zu manipulieren. Darum sitzen in den Taksen auch nur noch Analphabeten, die weder Deutsch können, noch Ortskenntnisse haben. Und jetzt demonstrieren diese Leute gegen den einzigen Anbieter, der einen echten Mehrwert bietet. Luftverpester!

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  • Tippgeber am 10.06.2018 18:19 Report Diesen Beitrag melden

    Wäre ich Minister Hofer

    Herr Minister, statt REagieren, einfach mal Hirn einschalten und etwas für die Umwelt tun (nachdem Ihre Kollegin Köstinger offenbar unfähig dazu ist). Taxen fahren überwiegend Kurzstrecken und verpesten die Umwelt. Auch das Laufenlassen des Motors (Klima/Heizung) ist verboten und gehört endlich geahndet. Ich würde allen Taxen mit Verbrennungsmotor sofort die Lizenz entziehen. Für alle Fahrdienstanbeiter einheitliche Regeln. Nur mit Gewerbeschein; das Fahren als AMS-Bezieher geht gar nicht. Haftpflichtversicherung als Pflicht. Gewaschen und gekampelte Lenker, auch das Fahrzeug.

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  • Fred von Jupiter am 10.06.2018 16:29 Report Diesen Beitrag melden

    Spaßig

    Bei jeder Demo sind die Taxler diejenigen, die sich am meisten aufregen, behördliche Anordnungen nicht akzeptieren wollen, schimpfen und bei klaren aber höflichen Zurechtweisungen samt Strafandrohung sofort im Kauderwelsch verfasste Beschwerden schreiben. Wenn sie aber an einem Wochentag selbst demonstrieren, anstatt zu arbeiten, ist das in Ordnung?

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Die neuesten Leser-Kommentare

  • Chantal am 11.06.2018 12:13 Report Diesen Beitrag melden

    Verwundert

    Statt demonstrieren,sollte sich die Leute den Kopf zerbrechen warum uber so erfolgreich ist.Wiener Taxi,nicht mehr leistbar,nurmehr unhöfliche Ausländer,wo unscheniert während der Fahrt lauthals privat in eigener Landessprache telefoniert wird,aber mit den Fahrgast wird kein einziges Wort gewechselt,usw.Meine Erfahrungen,da ich leider krankheitsbedingt des öfteren ein Taxi benötige!

  • ehklar am 11.06.2018 10:12 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Nur ich

    Das UBER-Problem wäre witzig, wenn man sehr viel schwarzen Humor hätte! Da kommt ein Anbieter, macht weltweit ganze Branchen kaputt, seine eigenen Fahrer verdienen NICHTS! UND macht selbst auch Milliardenverluste! Kann mir das ein Ökonom erklären, die Sinnhaftigkeit solcher Wirtschaft?

    • Cerosh am 12.06.2018 10:10 Report Diesen Beitrag melden

      nur du

      die sinnhaftigkeit besteht in einer marktbereinigung, um dann im falle wenn endlich die selbsfahrer kommen, ganz alleine am markt ohne wirklich kosten fett knete machen zu können, zumindest stellen sich die investoren das so vor. und der zweck heiligd da die mittel, da wird vor ganix zurückgeschreckt, verbote werden einfach ausgesessen, weil der klene uber hat sicher den längeren atem als son taxiunternehmer. aber ich glaub mit börsegang nächstes jahr überschätzen sich die freunde von uber bissl, weil aktionäre wolln gleich geld sehn, nicht in 10 jahren

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  • Fux am 11.06.2018 06:34 Report Diesen Beitrag melden

    Herr

    Es gehörten gleiche rechtliche bedigungen für alle eingesetzten fahrer und fahrzeuge die zur gewerblichen personenbeförderung genutzt werden. (Lenkerprüfung- ausstattung des KFZ ).

  • ehklar am 10.06.2018 20:00 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Nur ich

    Ich verstehe die Taxler eigentlich eh nicht! Im DAS Geld, für diese Stunden bei der Arbeitszeit! Sollen zum AMS gehen, die lieben Fahrgäste sollen fahren mit wem sie wollen. Und dann werden sie schnell draufkommen, dass das UBER-Angebot viel teurer wird. Da reden alle von "überteuert!" In Wirklichkeit geht's nur um Geiz ist Geil!

  • Anton knett am 10.06.2018 19:48 Report Diesen Beitrag melden

    Herr

    Über arbeitet illegal du Unfall Quoten steigen wegen unprofessionellen Fahrern betrügen den Staat arbeitslose arbeiten dort Vollzeit halten sich an keine Gesetze und Vorschriften Fahrer sind viele vorbestraft die Fahrer sind agressiv sprechen kein deutsch keine Orts Kenntnis oft übermüdet und schauen immer aus Handy und sehen nicht die komplette Strasse lassen den Motor am Stand laufen Verschmutzen die Umwelt

    • Toni Nett am 10.06.2018 21:06 Report Diesen Beitrag melden

      @Anton knett

      Der Schmäh zieht nimma mehr! Uber hat eine Europazentrale und jeder Über-Fahrer zahlt Umastz- und Einkommenssteuer.

    • Cerosh am 10.06.2018 23:02 Report Diesen Beitrag melden

      @toni

      uber müsste aber laut gesetz in jedem land wo tätig eine zentrale haben, da an staatliche gesetze gebunden ( fahrtendienstvermittlung), aber is denen wie alle anderen gesetze, einfach wurscht

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