Blechsalat

12. Dezember 2017 11:48; Akt: 12.12.2017 16:08 Print

Teenie warf oBike auf die U4-Gleise

Ein völlig kaputtes gelbes Leihfahrrad lag am Montag in einer U4-Station – "Heute" berichtete. Jetzt ist fix: Ein Teenie warf das oBike auf die Gleise.

Trauriges Bild: Das völlig zerstörte oBike in der U4-Station Meidling Hauptstraße (Bild: LPD Wien)

Trauriges Bild: Das völlig zerstörte oBike in der U4-Station Meidling Hauptstraße (Bild: LPD Wien)

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Ein komplett verdrehtes und verbogenes oBike lag am Montag in der U4-Station Meidling Hauptstraße, gab ein trauriges Bild ab. Kaputte Felgen, ein abgerissener Reifen und ein völlig verbogener Rahmen: Ein Leserreporter knipste die Überreste des gelben Leihfahrrads.

Umfrage
Haben Sie sich auch schön über die gelben Leihfahrräder geärgert?
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Insgesamt 334 Teilnehmer

"Heute" klärt auf: Es war ein Teenie, der das arme oBike am Montag gegen 14.25 Uhr auf die Gleise der U4 zwischen den U4-Stationen Schönbrunn und Meidling Hauptstraße warf!
Die Folge: Das Bike war Blechsalat, die U-Bahn für 36 Minuten gestoppt, der Zug wurde eingezogen. Und: "Es war ein Kabeltausch notwendig", heißt es von den Wiener Linien. Deshalb konnte die U4 zwischen 17.20 und 18 Uhr nur auf einem Gleis fahren. Wieviel das kostet, ist noch offen.

Klar ist: "Wenn der Verursacher herausgefunden wird, bekommt er die Rechnung", so die Wiener Linien. Eine Zeugin sah den Täter. Der männliche Jugendliche soll zwischen 15 und 20 Jahre alt und dünn sein. Laut Polizei läuft eine "Anzeige wegen vorsätzlicher Gemeingefährderung" – es drohen ein bis zehn Jahre Haft.

oBike-Chef überlegt rechtliche Schritte

oBike verurteilt den Vorfall "aufs Schärfste" und überlegt rechtliche Schritte. "oBike ist bemüht für geordnete Verhältnisse in Wien zu sorgen, ist daher in kontinuierlicher Abstimmung mit der Stadt und setzt alles daran, dem Vandalismus entschlossen entgegenzuwirken", so oBike-Chef Daniel Junge.

Öffi-Stadträtin fordert: "Lösung muss noch in diesem Jahr kommen!"

Es werde an "Richtlinien für Leihradanbieter gearbeitet", die im Frühjahr nächsten Jahres stehen sollen, heißt es von der Mobilitätsagentur. Öffi-Stadträtin Ulli Sima (SP) ist "empört über den aktuellen Vorfall" und fordert: "Die zuständigen Stellen müssen endlich handeln – die Lösung muss noch in diesem Jahr kommen!"

Nicht nur auf den Gleisen der U4, auch sonst ärgern die gelben Räder die Wiener. An jeder Ecke werfen Vandalen die ausgeborgten gelben Drahtesel achtlos in den Donaukanal oder auf das Dach eines Würstelstands. Eine "gelbe Welle" an oBikes und Ofos überschwemmt Wien.

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(red)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Guentta am 12.12.2017 13:02 Report Diesen Beitrag melden

    Seltsam

    Offenbar kommt man viel zu leicht an ein solches Fahrrad. Mir ist nicht klar: 1) Müssen sich die Benützer nicht registrieren? 2) Machen dem Betreiber die Schäden gar nichts aus? Was steckt dahinter?

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  • Susi1966 am 12.12.2017 15:09 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Leihräder

    Ich verstehe nicht,warum man mit diesen ausgeborgten dingen so umgeht? Kann mir das hemand erklären,bitte?

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  • Ichhalt am 12.12.2017 15:48 Report Diesen Beitrag melden

    Was ist los

    mit der Stadt Wien ? Wann gedenken die Verantwortlichen endlich etwas gegen diese Verleihfirmen zu unternehmen ? Wenn es die ersten Toten gibt ? Wo sind die Maßnahmen welche die Stadt Wien ergreifen wollte ? Oder wurde ein superkluger Vertrag abgeschlossen bei dem alle gewinnen, nur der Bürger nicht ?

Die neuesten Leser-Kommentare

  • helmut am 13.12.2017 10:28 Report Diesen Beitrag melden

    Undankbar

    Problem ist das Radfahrer was sich so Fahrräder ausleihen leider keine Hemmungen haben sie zu zerstören warum auch immer ??ist ja nicht ihr Besitz. Grosstädte haben unmöglichsten Radfahrer .

  • Ronald am 12.12.2017 17:44 Report Diesen Beitrag melden

    Ober-Obike-Vandale?

    oBike-Junge sollte garnicht mehr herumposaunen können, dass er "rechtliche Schritte" gegen unbekannte Vandalen erwäge. Die Verantwortung dieses Irrsinns liegt bei oBike, fahrlässigen Nutzern und der Stadtverwaltung - alle diese bedienen sich dreist am Steuertopf der Allgemeinheit und haben bis jetzt nichts!!! Praktikables gegen allfälligen Vandalismus (zB gesichertes Abstellen der Bikes) durchgeführt. Muß es erst Tote oder Schwerverletze geben?

  • Leopold am 12.12.2017 16:24 Report Diesen Beitrag melden

    Schmiergeld-Radeln für überall?

    Offenbar hat weder der letzte oBike-Nutzer noch oBike das Rad gesichert abgestellt "wo es erlaubt ist". Die verantwortlichen Verursacher sind also bekannt und können sich gerne gegenseitig klagen, ein Phantom braucht man nicht erst groß suchen. Die Wiener Linien und die Stadt Wien sollen die entstanden Kosten bitte gefälligst schnell dort einholen, Privatkläger (Verspätung usw.) sollen ebenfalls abgegolten werden. Oder will die hochverschuldete Stadt Wien noch länger diese privaten Abzocker der Allgemeinheit begünstigen und streicheln?

  • Ichhalt am 12.12.2017 15:48 Report Diesen Beitrag melden

    Was ist los

    mit der Stadt Wien ? Wann gedenken die Verantwortlichen endlich etwas gegen diese Verleihfirmen zu unternehmen ? Wenn es die ersten Toten gibt ? Wo sind die Maßnahmen welche die Stadt Wien ergreifen wollte ? Oder wurde ein superkluger Vertrag abgeschlossen bei dem alle gewinnen, nur der Bürger nicht ?

  • Susi1966 am 12.12.2017 15:09 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Leihräder

    Ich verstehe nicht,warum man mit diesen ausgeborgten dingen so umgeht? Kann mir das hemand erklären,bitte?

    • Leopold am 12.12.2017 16:28 Report Diesen Beitrag melden

      Wiener Narrenfreiheit

      Weil es die Stadt Wien und die oBike-Chinesen offenbar so zulassen und keine funktionierenden Spielregeln aufgestellt haben. Für oBike rollt der Rubel und die "räumen eh mit zwei Mann in Wien den Vandalen-Schrott weg". Ein Bravo für Häupls Team! Eventuell hat da auch jemand Rubel gesehen ...

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