In der Stadthalle

05. Oktober 2018 18:00; Akt: 05.10.2018 20:44 Print

Thilo Sarrazin hielt "Gipfeltreffen" in Wien ab

Der umstrittene Bestsellerautor Thilo Sarrazin sorgte mit seinem jüngsten Buch "Feindliche Übernahme" für Aufsehen. Am Freitag war er in Wien zu Gast.

Thilo Sarrazin, Autor und ehemaliger SPD-Politiker, signiert sein neues Buch

Thilo Sarrazin, Autor und ehemaliger SPD-Politiker, signiert sein neues Buch "Feindliche Übernahme", am Weltwoche-Event "Gipfeltreffen der freien Rede" in der Samsung Hall, am Donnerstag, 4. Oktober 2018, in Zürich. (Bild: picturedesk.com)

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Als "Gewaltideologie im Gewand einer Religion" bezeichnet der deutsche Autor Thilo Sarrazin (73) den Islam in seinem jüngsten Werk "Feindliche Übernahme" und sorgte damit wieder für Aufregung. Am Freitag Abend hielt das umstrittene SPD-Mitglied in der Wiener Stadthalle einen Vortrag.

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Hat Thilo Sarrazin mit seinen Warnungen vor dem Islam recht?
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Insgesamt 1803 Teilnehmer

Beim sogenannten "Gipfeltreffen der freien Rede" sprach Sarrazin mit Gastgeber und Gesprächsleiter Roger Köppel, dem Verleger und Chefredakteur des Schweizer Traditionsblatts "Die Weltwoche", über seinen Bestseller. In der Halle E der Stadthalle haben etwa 1.500 Besucher dem Vortrag des umstrittenen Autors gelauscht. Tickets waren ab 29 Euro erhältlich.

Mehr lesen: Sarrazin sieht "feindliche Übernahme" durch Islam – eine Rezension

Seit seinem ersten Werk "Deutschland schafft sich ab" (2010) hat sich der Ton seiner Kampfbücher kaum verändert, mittlerweile will der streithafte Deutsche immerhin aber den Koran gelesen haben – "von der ersten bis zur letzten Zeile" und zwar "vorurteilsfrei", wie er selber sagt.

"Schleichende Islamisierung"

Darin hat der Provokateur offenbar neue Munition gefunden: "Hass ist ein zentraler Teil der koranischen Offenbarung", zieht Sarrazin sein Fazit. Seiner Schlussfolgerung nach sei es das Ziel der Muslime in Europa, sich so rasch wie möglich zu vermehren, um den Kontinent zu unterwerfen. "Schleichende Islamisierung durch Einwanderung und Geburtenzahl" nennt er das.

Mit solcher Aussagen will der Deutsche bewusst empören und Muslime als Feindbild einzementieren. Gesellschaftlich äußerst bedenklich, doch verdient Sarrazin gut daran. Von seinem ersten Buch, "Deutschland schafft sich ab", wurde immerhin rund 1,5 Millionen Exemplare verkauft.

Für die Wiener Polizei hingegen bedeutete der Sarrazin-Besuch vor allem eines: zusätzliche Arbeit! Die Landespolizeidirektion Wien hatte ein "erweitertes Schutzkonzept" erarbeitet. Demonstrationen waren keine angemeldet, mit Ausnahme einer kleinen Kundgebung der FPÖ. Über Zwischenfälle wurde nicht berichtet.

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(red)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Heinz am 05.10.2018 20:12 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Sarrazin

    Ich stimme vollinhaltlich der Argumentation des Herrn sarrazin zu

  • Angel66 am 05.10.2018 20:57 Report Diesen Beitrag melden

    Sarazzin ist schon okay...

    Leider ist alles eingetroffen, so wie er es vorausgesagt hatte....

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  • Leserfan am 05.10.2018 18:41 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Seine Bücher entsprechen den Tatsachen

    Sarrazin hat in jeder Hinsicht recht. Hoffentlich kann er die Wiener mit seinen Ansichten überzeugen. Vor allem die aus der Opposition. Wünsche ihm Erfolg.

Die neuesten Leser-Kommentare

  • Original Selector am 08.10.2018 21:29 Report Diesen Beitrag melden

    Wären wir eine moderne, fortschrittliche

    Demokratie, hätte der Hetzer gar nicht erst einreisen Dürfen. Irwing haben wir auch nicht reingelassen, zumindest eine Zeit lang als wir noch bei Sinnen waren, warum dann den Sarrazin?

  • e.e. am 06.10.2018 17:02 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Hausverstand

    Das hat wohl jeder vernünftige Mensch kommen sehen.

  • Hans am 06.10.2018 11:56 Report Diesen Beitrag melden

    An die Kritiker:

    Welche seiner Prognosen trafen nicht zu?

    • Original Selector am 08.10.2018 21:35 Report Diesen Beitrag melden

      Keine einzige, er soll uns lieber

      erklären warum seine Bank, bei der er beschäftigt war, so gute Geschäfte mit Libanesischen "Geschäftsleuten" macht.

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  • Angel66 am 05.10.2018 20:57 Report Diesen Beitrag melden

    Sarazzin ist schon okay...

    Leider ist alles eingetroffen, so wie er es vorausgesagt hatte....

    • Tina am 06.10.2018 09:25 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Angel66

      Er hat es lange vorher kommen sehen,es wurde nicht Ernst genommen und immer noch nicht,traurig aber Wahr.

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  • Heinz am 05.10.2018 20:12 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Sarrazin

    Ich stimme vollinhaltlich der Argumentation des Herrn sarrazin zu