Berufung

01. April 2019 05:30; Akt: 31.03.2019 21:48 Print

Toter Waris: Hundehalterin sind 6 Monate zu viel

Wie berichtet wurde die Hundehalterin, deren Rottweiler im August den kleinen Waris anfiel, zu sechs Monaten unbedingter Haft verurteilt. Dagegen will sie jetzt berufen.

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Sie sprach nur über sich, konnte sich keine Entschuldigung abringen – und wurde milde abgeurteilt: Lydia W. fasste vergangene Woche, wie berichtet, nur sechs Monate unbedingte Haft nach dem von ihr verschuldeten tödlichen Hundebiss-Drama aus. Als sie im August 2018 sturzbetrunken mit ihrem Rottweiler "Joey" durch die Wiener Donaustadt getorkelt war, riss sich das Tier los und fiel den kleinen Waris (16 Monate) an. Das Kind starb nach wochenlangem Todeskampf im Donauspital an seinen massiven Kopfverletzungen.

"Mir ging es danach auch schlecht. Drei Wochen lang hab' ich Tabletten gebraucht, und gekündigt wurde mir wegen dieses Vorfalls auch", jammerte die Hundehalterin bei ihrem Prozess. Dieser brachte sogar ein barmherziges Ende für Lydia W.: 18 Monate, davon sechs Monate "fix" – also hinter Gittern – lautete das Urteil für sie.

Doch auch diese vergleichsweise noch gnädige Strafe möchte die Dame nicht akzeptieren. Sie legte laut "Heute"-Infos nicht nur Berufung gegen die Strafhöhe ein, sondern will auch die Schmerzensgeldzahlung (65.000 Euro) bekämpfen – dabei müsste diese ohnehin die Versicherung zahlen. "Meine Klienten empfinden das beinahe schon als Verhöhnung und sind erschüttert", so Opfervertreterin Astrid Wagner. "Das zeugt wirklich nicht von ehrlichem Mitgefühl und Reue."

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(coi)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Ben Ebelt am 01.04.2019 06:20 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Höhere Strafe

    Ich hoffe nur dass sie bei dem Berufungsverfahren eine höhere Strafe bekommen wird.

  • Fr. Ruby am 01.04.2019 05:49 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Sprachlos

    Ohne Worte. Diese Frau besitzt einfach kein Gewissen und gehört die vollen drei Jahre ins Gefängnis!

  • Ehklar am 01.04.2019 06:21 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Nur ich

    Ok, zweite Runde! 3 Jahre, davon 1,5 unbedingt!

    einklappen einklappen

Die neuesten Leser-Kommentare

  • Arb. By am 01.04.2019 12:57 Report Diesen Beitrag melden

    höhere Strafe muss sein!

    "Drei Wochen lang hab' ich Tabletten gebraucht" Die Eltern werden wahrscheinlich ein lebenlang Tabletten nehmen müssen weil sie IHR KIND verloren haben !!!! kein Mitgefühl, nichts.. sie jammert nur rum dass es ihr so schlecht geht hat sie mal an die Hinterbliebenen gedacht? Ihr gehört eine viel höhere Strafe

  • püppi am 01.04.2019 10:41 Report Diesen Beitrag melden

    Nochmal

    6Monate zuviel für ein totes Kind?6 Jahre wären noch zuwenig!

  • PeterKarl am 01.04.2019 10:06 Report Diesen Beitrag melden

    Feilschen bis zum Freispruch

    Der Tod eines Menschen verlangt nach einer höheren Strafe vom Staatsanwalt. Es geht um das Resultat, um das Ergebnis, nicht um allerlei Ausreden.

  • Sturz.. am 01.04.2019 09:28 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    ..betrunken

    Die Tat und das Urteil meine ich jetzt nicht aber ehrlich.. mit 1 Promille ist man nicht sturzbetrunken!! Schon gar nicht als Gewohnheitstrinkerin

  • Farfalle am 01.04.2019 08:37 Report Diesen Beitrag melden

    Zuviel!

    Die Familie des Opfers hat lebenslänglich! Das ist auch zu viel!