Botschaft empört

10. Januar 2018 15:32; Akt: 10.01.2018 15:54 Print

Vandalismus-Attacke auf Russen-Denkmal in Wien

Das Heldendenkmal der Roten Armee am Wiener Schwarzenbergplatz wurde beschmiert. Die russische Botschaft ist empört.

Das Denkmal der Roten Armee am Schwarzenbergplatz wurde Opfer eines Vandalismusaktes. (Bild: Russische Botschaft)

Das Denkmal der Roten Armee am Schwarzenbergplatz wurde Opfer eines Vandalismusaktes. (Bild: Russische Botschaft)

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Das Heldendenkmal der Roten Armee beim Hochstrahlbrunnen am Schwarzenbergplatz wurde beschmiert. Das Postament des Denkmals wurde mit schwarzer Farbe beschüttet. Die russische Botschaft hat dem österreichischen Außenministerium eine Protestnote zukommen lassen.

Darin fordert die Botschaft "dringende Maßnahmen zur Beseitigung des entstandenen Schadens, zur Ausforschung und Bestrafung der Schuldigen gemäß der österreichischen Gesetzgebung und zur zukünftigen Verhinderung von solchen Vorfällen zu ergreifen", heißt es in einer Aussendung.

"Nicht zum ersten Mal geschändet"

Die russische Vertretung beklagt zudem, dass es bereits im Jänner vergangenen Jahres einen ähnlichen Vandalenakt gegen das Denkmal gab. Damals wurde es mit roter Farbe beschmiert.

"Leider gelingt es den österreichischen Ordnungshütern nicht, die Übeltäter auszuforschen", beschwert sich die Botschaft. Wiederholt habe man dazu aufgefordert, in der Umgebung des Denkmals Überwachungskameras anzubringen, was bisher nciht erfolgte.

Im Staatsvertrag verpflichtet

Das Heldendenkmal der Roten Armee (auch als Russen- oder Befreiungsdenkmal bekannt) wurde 1945 am Schwarzenberg errichtet und erinnert an die rund 17.000 Soldaten der Roten Armee, die in der Schlacht um Wien gefallen sind.

Es wurde am 19. August 1945 enthüllt und anschließend der Obhut der Wiener Stadtverwaltung übergeben. Die Pflege, Instandhaltung und Bewachung des Heldendenkmals und ähnlicher Denkmäler in ganz Österreich liegt in der Pflicht der Republik, wie im Staatsvertrag von 1955 festgehalten wurde.

Bereits zwei Anschläge vereitelt

Bereits zweimal gab es in der Geschichte Anschlagsversuche auf das Denkmal. Im Jahr 1947 wurden zwei 19-jährige Männer und einer 25-jährige Frau vor Gericht gestellt, die Anschluss an eine sogenannte "Werwolfgruppe" des Nazi-Untergrundes suchten und ein Bombenattentat auf das Denkmal planten.

Am 18. August 1962 wurde auf dem Sockel des Denkmals eine Tasche mit einem Sprengsatz gefunden, der entschärft werden konnte. In der Tasche gefundene Schriftstücke und weitere Bombenfunde in Österreich wiesen nach Italien, wo tatsächlich mehrere Verdächtige ausgeforscht werden konnten. Der Hauptverdächtige wurde zu neun Jahren und vier Monaten Haft verurteilt, starb jedoch kurz danach.

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(red)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • SockenRambo am 10.01.2018 18:51 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Mitschuld

    Wieder einmal zeigen die Linken ihre Zerstörungwut! Oder es waren Tschetschenen.. in diesem Fall tragen die Linken ebenso eine Mitschuld....

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  • magister am 10.01.2018 20:50 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    politisch heikel

    Wieso gibt es wirklich keine Videoüberwachung? Jede U-Bahn ist videoüberwacht!

  • Hans am 11.01.2018 07:58 Report Diesen Beitrag melden

    Vandalismus

    Wir werden die Russen als Befreier demnächst nochmal brauchen. Also, schön putzen!

Die neuesten Leser-Kommentare

  • Helga am 11.01.2018 09:04 Report Diesen Beitrag melden

    Politisch korrekt, historisch OK?

    Man müsste mal den Text lesen, IB er noch adäquat ist. Für die Soldaten soll es ordentliche Gräber geben, was aber nicht ginge ist ein Lob auf den Sowjetkommunismus, der Millionen unschuldige Opfer forderte

    • Kritischer Geist am 11.01.2018 15:01 Report Diesen Beitrag melden

      @Helga

      Die Verharmlosung des Kommunismus hat in Österreich eine lange Tradition. Eigentlich unvorstellbar angesichts der 100 Millionen Toten, die diese Ideologie forderte und immer noch fordert.

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  • Hans am 11.01.2018 07:58 Report Diesen Beitrag melden

    Vandalismus

    Wir werden die Russen als Befreier demnächst nochmal brauchen. Also, schön putzen!

  • Max Mustermann am 11.01.2018 07:37 Report Diesen Beitrag melden

    Ein kleiner Farbtupfer

    Sorry - aber die Graffiti auf den meisten Wohnhäusern sind weitaus ärger. Das ist echt ein kleiner Klacks - und wahrscheinlich auch leicht zu entfernen. Wozu also das Medientheater?

  • Walter Brenner am 10.01.2018 23:24 Report Diesen Beitrag melden

    Verschiedene Bezeichnungen

    Zitat "auch als Russen- oder Befreiungsdenkmal bekannt..." Oder als Vergewaltigerdenkmal...

    • Marlok am 11.01.2018 01:54 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Walter Brenner

      Faschismus imponiert Ihnen besser? 17.000 Soldaten verstorben, übrigens...

    • SockenRambo am 11.01.2018 06:56 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Marlok

      In einem Krieg ist keiner unschuldig und genauso unerhört es war was die Deutschen aufgeführt haben gab es genau die selben Greueltaten auch auf der anderen Seite nur ist es halt wie immer der der den Krieg gewinnt ist der gute der der ihn verliert ist der böse.. und Geschichte schreibt ja bekanntlich auch der Sieger

    • Marlok am 11.01.2018 09:59 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @SockenRambo

      Möchte Sie erinnern,dass 26 Millionen Russen verstorben, und Sie wissen wie und warum im J 1938 wurde in Österreich gejubelt...

    • Kritischer Geist am 11.01.2018 12:23 Report Diesen Beitrag melden

      @Marlok

      Insgesamt sind in kommunistischen Ländern 100 Millionen Menschen umgekommen. Keine politische Ideologie hat mehr Tote gefordert als der linke Sozialismus! Und bis heute müssen die Bewohner in Nordkorea oder Kuba eingesperrt werden, damit sie nicht in kapitalistische Länder flüchten können.

    • SockenRambo am 11.01.2018 12:23 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Marlok

      Richtig.. es wurde natürlich gejubelt aber wie sie schon richtig gesagt haben 1938.. weder Krieg noch Greueltaten waren bekannt.. der Anschluss an Deutschland kam zu einer Zeit wo Österreich wirtschaftlich am Boden lag die Menschen hatten weder was zu arbeiten noch zu essen.. mit dem Anschluss an Deutschland hat sich die wirtschaftliche Situation vieler Menschen drastisch verbessert deswegen wurde gehobelt oder denken Sie die Leute hätten 1938 gejubelt wenn sie gewusst hätten was 1945 herausgefunden wurde? Man kann alles von der schlechten Seite sehen oder auch versuchen alle Standpunkte zu sehen.. und 1938 war den Menschen nicht bewusst was da auf sie zukommt..

    • Kritischer Geist am 11.01.2018 13:03 Report Diesen Beitrag melden

      @SockenRambo

      Vollkomen richtig! Leider verbreiten Medien (und sogar Lehrer) immer noch das Ammenmärchen, 1938 hätten die Österreicher über den Zweiten Weltkrieg oder über den Holocaust abgestimmt und sich dafür ausgesprochen. Wir haben die Aufarbeitung unserer Vergangenheit Leuten überlassen, die aus eigener extremistischer Haltung heraus natürlich gegen alles sein mussten, was nicht ihrem marxistischem Weltbild entsprach. So kam die These von der Generalschuld der Österreich heraus. Niemand käme aber z. B. auf die Idee, der Bevölkerung Nordkoreas ein Naheverhältnis zu totalitärer Ideologie anzudichten

    • Marlok am 12.01.2018 14:43 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @SockenRambo

      Richtig.. es wurde natürlich gejubelt aber wie sie schon richtig gesagt haben 1938.. weder Krieg noch Greueltaten waren bekannt. Und was haben Österreicher zw 1939-1945 gemacht,nach dem alles war schon bekannt und nach dem sie alles schon gewusst? Ihre Argumentation ist miserabel .Arbeitsplätze vs. das größte Verbrechen aller Zeiten...Schämen Sie sich

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  • magister am 10.01.2018 20:50 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    politisch heikel

    Wieso gibt es wirklich keine Videoüberwachung? Jede U-Bahn ist videoüberwacht!