Neue Bauordnung

17. Oktober 2018 05:08; Akt: 06.11.2018 18:59 Print

Bis zu 20.000 Euro Strafe für Vermieten auf "Airbnb"

Die Stadt plant ein Verbot von kurzfristigen Vermietungen zu Beherbergungszwecken (und damit von "Airbnb") in Wohnungen.

(Symbolbild) Die Mindestwohnungsgröße bleibt bei 30 Quadratmetern. (Bild: iStock)

(Symbolbild) Die Mindestwohnungsgröße bleibt bei 30 Quadratmetern. (Bild: iStock)

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Denn: Eine gewerbliche Nutzung stehe nicht mit der Widmung "Wohnung" im Einklang. Maximal 20.000 Euro Strafe drohen bei wiederholten Verstößen, so eine Sprecherin von Wohnbaustadträtin Kathrin Gaal.

Wer seine Wohnung drei- bis viermal im Jahr an Touristen vermietet, hat künftig ein Problem. Nicht betroffen sind Personen, die ab und zu Wohnraum vermieten. Die neue Bauordnung soll am 29. November im Landtag fixiert werden. Das "Airbnb"-Verbot gilt voraussichtlich ab März 2019, ebenso die Widmungskategorie "geförderter Wohnbau", die "Grundstücksspekulationen einen Riegel" vorschieben soll, so Gaal (SPÖ) und Gemeinderat Chorherr (Grüne).

Weitere Punkte sind:
Keine kleineren Wohnungen: Nach Kritik bleibt die Mindestgröße von 30 Quadratmeter (statt 25 Quadratmeter).

WC und Bad bleiben ab zwei Räumen getrennt.

Ein Fahrradabstellplatz muss pro 30 Quadratmeter Wohnnutzfläche errichtet werden.

Aus für nicht benötigte Pflichtstellplätze: Pro 100 Quadratmeter ist aber ein Parkplatz verpflichtend.

Für Häuslbauer im Gartensiedlungsgebiet: keine Ziviltechniker- Bestätigung mehr nötig.

Das sagt Airbnb

Mittlerweile hat sich auch "Airbnb" zu der neuen Bauordnung in Wien geäußert. In einer offiziellen Stellungnahme des Wohnungsvermittlers heißt es dazu wörtlich:

"Auch wenn die Stadt Wien das große Interesse an Homesharing anerkennt, können wir nicht nachvollziehen, warum die Wiener Stadtregierung sich nun mit einer eigenen Definition des Begriffs 'gewerblich' über die Bundesgesetzmaterie der Gewerbeordnung hinwegsetzt und somit für Verunsicherung bei den Bürgern sorgt. Als Plattform, die von vielen tausenden Menschen in Wien genutzt wird und somit zur lokalen Wertschöpfung und zu einem diversifizierten Tourismus beiträgt, wird sich Airbnb weiterhin für verhältnismäßige Regeln einsetzen, die es den Wienerinnen und Wienern erlauben, ihr Zuhause zu vermieten, wenn sie selbst beruflich oder privat unterwegs sind."

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(red)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Korbi am 17.10.2018 06:24 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    wo?

    und welche Stadt bzw welches Bundesland sind so unwichtig, dass sie nicht erwähnt werden müssen?

  • Gerhard am 17.10.2018 18:07 Report Diesen Beitrag melden

    Gemeindebau

    Im Jean-Jaures-Hof wird auch auf AirBnB vermietet.

  • myopinion am 17.10.2018 06:34 Report Diesen Beitrag melden

    AirBnB

    Die Regelung soll doch nur dazu dienen, dass Touristen zwingend Hostel, Hotel oder Pension nützen U. der Staat mitverdient. Dass jemand in Österreich auch Mal billiger davon kommt, das geht doch nicht...

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Die neuesten Leser-Kommentare

  • Gerhard am 17.10.2018 18:07 Report Diesen Beitrag melden

    Gemeindebau

    Im Jean-Jaures-Hof wird auch auf AirBnB vermietet.

  • Bertl am 17.10.2018 14:03 Report Diesen Beitrag melden

    Niemand

    kann mir verbieten meine Wohnung zu vermieten!

    • Censorship am 18.10.2018 11:22 Report Diesen Beitrag melden

      @Spekulant

      Wenn sie Steuer bezahlen, dann nicht...

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  • Stefan am 17.10.2018 08:23 Report Diesen Beitrag melden

    Wien wird langweiliger

    Die Regelungen sollten eigentlich auch helfen mehr Touristen ins Land zu bringen. Als Tourist muss ich nicht Unbedingt in einem hotel 4x5m Wohnen. Besser geregelt sollte schon sein, aber einfach radikal verbieten, weil Hotelbranche so will, macht kein sinn.

  • myopinion am 17.10.2018 06:34 Report Diesen Beitrag melden

    AirBnB

    Die Regelung soll doch nur dazu dienen, dass Touristen zwingend Hostel, Hotel oder Pension nützen U. der Staat mitverdient. Dass jemand in Österreich auch Mal billiger davon kommt, das geht doch nicht...

    • karli am 17.10.2018 07:40 Report Diesen Beitrag melden

      Dauerhafte Mieter haben auch Rechte

      Es geht biliger -aber auf Kosten von Mietern die jede Woche neue Nachbarn sehen und ertragen müssen.

    • Helmut Dirk am 17.10.2018 07:48 Report Diesen Beitrag melden

      @myopinion, only your opinion

      Sie haben ein Geschäft und zahlen brav Steuern. Neben Ihrem Geschäft verkauft jemand aus der Garage die gleichen Artikel , aber billiger und zahlt keine Steuern. Verstehen Sie jetzt? Die roten Daumen gehören betroffenen AirBNB Vermietern!

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  • Korbi am 17.10.2018 06:24 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    wo?

    und welche Stadt bzw welches Bundesland sind so unwichtig, dass sie nicht erwähnt werden müssen?