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Russische Medien dürfen nicht über "Invasion" berichten

Am Donnerstag marschierten russische Truppen in die Ukraine ein und starteten den Angriff. Indes verbietet Russland Medien Begriffe wie "Invasion".

Nicolas Kubrak
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Russische Medien dürfen in der Berichterstattung über den Krieg keine Wörter wie "Angriff", "Invasion" und "Kriegserklärung" verwenden. (Symbolfoto)
Russische Medien dürfen in der Berichterstattung über den Krieg keine Wörter wie "Angriff", "Invasion" und "Kriegserklärung" verwenden. (Symbolfoto)
TAUSEEF MUSTAFA / AFP / picturedesk.com

Seit dem Angriff auf die Ukraine berichten Medien weltweit 24 Stunden am Tag über die aktuellen Geschehnisse. Jetzt will Russland den Medien im Land in der Berichterstattung über den Krieg gegen die Ukraine Begriffe wie "Angriff", "Invasion" und "Kriegserklärung" verbieten. Diese müssten gelöscht werden, teilte die Medienaufsichtsbehörde Roskomnadsor heute in Moskau mit. Dasselbe gelte für die Verbreitung "unwahrer Informationen über den Beschuss ukrainischer Städte und den Tod von Zivilisten in der Ukraine durch Handlungen der russischen Armee".

Angriff sei "Friedensmission"

Die Behörde beschuldigte unabhängige Medien wie die von Friedensnobelpreisträger Dmitri Muratow geführte kremlkritische Zeitung "Nowaja Gaseta", den Internetsender Doschd und den Radiosender Echo Moskwy, falsche Informationen verbreitet zu haben. Russland sieht die Invasion in die Ukraine offiziell als "Militäroperation" und spricht von einer "Friedensmission" in den Sparatistengebieten in der Ostukraine.