Russische Fernsehstationen sind am Montag durch Hacker angegriffen worden. Über die Programminformationen russischer TV-Sender verbreiteten sie dabei Anti-Kriegs-Botschaften, wie mehrere Medien berichten.
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Statt der üblichen Infotexte war auf den Bildschirmen die Botschaft zu lesen: "Das Blut Tausender Ukrainer und Hunderter ihrer getöteten Kinder klebt an Ihren Händen. Fernsehen und Behörden lügen. NEIN zum Krieg!" Auch die Übertragung von Putins Militärparade war von den Cyberangriffen betroffen.
Auch die russische Nachrichtenseite "gazeta.ru" bestätigte den Vorfall. So hätten Fernsehzuschauer "Anti-Kriegs-Botschaften anstelle des Programmführers und der Kanalbeschreibungen auf ihren Fernsehern" gesehen. MTS, Rostelecom und NTV-Plus sowie das Programm Yandex TV seien von den Hackern angegriffen worden.
Wie die "Sun" berichtet, vermeldete der grösste russische Mobilfunkanbieter MTS: "Es wurde ein Cyberangriff auf russische Fernsehsender durchgeführt, durch den Abonnenten extremistische Einblendungen im Sendenetz haben könnten".
Weiter hieß es: "Jetzt sind unsere IT-Spezialisten dabei, die Folgen des Hacks zu beseitigen, damit die Abonnenten so schnell wie möglich Dienste empfangen und Fernsehprogramme und Filme sehen können."
Die Hacks sind nicht die ersten Angriffe von Cyberkriminellen auf russische Medien. So waren beispielsweise im Februar mehrere Medien-Webseiten gehackt worden. Für einige der Angriffe übernahm das Hacker-Kollektiv Anonymous die Verantwortung. Auch für die jetzige Aktion könnte Anonymous verantwortlich sein.