"Die zielgerichtete Arbeit unserer Zollbeamtinnen und –beamten entlang der Grenze Samnaun schützt unsere Wirtschaft und garantiert, dass die Vorschriften des Zoll- und Steuerrechts respektiert und eingehalten werden. Auch für Touristen ist es wichtig, über zollrechtliche Bestimmungen aufgeklärt zu sein, damit sie den Skiurlaub in Österreich unbeschwert und im Einklang mit dem Gesetz genießen können", so Finanzminister Magnus Brunner. Er kündigt scharfe Zollkontrollen auf den Pisten von Beamten auf Skiern an.
Der Hintergrund: Wegen der Möglichkeit eines abgabenfreien Einkaufs sei Samnaun neben der Schi-Pisten zu einer Touristenattraktion geworden. "Mit dem Start der Skisaison 2023/2024 sind Österreichs Zöllnerinnen und Zöllner bei Kontrollen auch wieder auf diesen Pisten unterwegs", so Brunner. Abgabenfrei getätigte Einkäufe in Samnaun würden "über diesen Weg nach Ischgl und somit in die Europäische Union geschmuggelt. Dabei handelt es sich oftmals um hochwertige Spirituosen, Kosmetik, Schmuck sowie Uhren, Zigarren und Zigaretten".
"Darum befindet sich im Skigebiet Ischgl am rund 2.800 Meter hohen Flimsattel Österreichs höchstgelegene Zollstelle. Regelmäßig versehen Zöllnerinnen und Zöllner des Zollamtes Österreich (ZAÖ) auf Skiern ihren Dienst in diesem Gebiet und sind dabei häufig erfolgreich bei ihren Kontrollen. Für Touristen aus dem Samnaun, die den direkten Weg nach Ischgl, aber auch auf dem Straßenweg über die Zollstelle Spiss wählen, gelten fixe Reisefreimengen", so der Finanzminister.
Die geltenden Regeln für die Einfuhr: Tabakwaren dürfen pro Person höchstens 40 Zigaretten oder 20 Zigarillos oder 10 Zigarren oder 50 Gramm Rauchtabak betragen. Alkohol und alkoholische Getränke, ausgenommen nicht schäumender Wein und Bier, dürfen in Mengen bis zu einem Liter eingeführt werden. Ist der Alkoholgehalt unter 22 Prozent, dürfen davon 2 Liter eingeführt werden. Andere als die oben genannten Waren, deren Gesamtwert 300 Euro je Reisenden nicht übersteigt, sind abgabenfrei.