"30 Jahre sind nix!"

Eine nicht ganz einfache Beziehung verbindet Egger mit der Stadt St. Pölten. Mit einer Bierdose neben der A1 wird den Vorbeifahrenden in Erinnerung gerufen, dass es eine Brauerei vor den Stadttoren gibt. Grund genug für Heute, bei Geschäftsführer Bernhard Prosser nachzufragen, worin er die regionale Bedeutung sieht.

Heute: Worin sehen Sie die regionale Bedeutung von Egger?
Prosser: Egger ist einer der größten Arbeitgeber in der Region. Jede zehnte Bierdose, die in Österreich über den Ladentisch geht, kommt aus St. Pölten. Mit einem jährlichen Ausstoß von 650.000 Hektolitern Bier sichern wir wichtige Arbeitsplätze in der Region.
Das Verhältnis zu St. Pölten ist dennoch gespalten. Wie sehen die Verkaufszahlen hier aus?
Leider haben wir aufgrund der kurzen Geschichte vor der Haustüre nicht genügend Signale gesetzt. 30 Jahre sind nichts für eine Brauerei. Umso weiter der Prophet weg ist, desto besser geht es uns. In den letzten Jahren hat sich das verbessert: Es gab den Egger Biertag, mit 8000 Leuten Besucherrekord. Auch das Hippolytus-Bräu zum Stadt-Jubiläum kommt von uns. Wir wollen zeigen, dass wir näher zusammenrücken.
Wird sich denn daraus eine dauerhaft funktionierende Beziehung entwickelen?
Das hoffen wir. Wir sind zwar national gut aufgestellt. Was uns aber auf jeden Fall fehlt, ist eine punktuelle Stärke, wie sie etwa Ottakringer in Wien hat. Wir wollen hart daran arbeiten, dass der St. Pöltener im Lebensmittelhandel nicht zum holländischen Bier greift, sondern lieber zur grünen Egger-Kiste.Sebastian Baryli

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