Notrufe gehen künftig alle an die Landeszentrale

Ein neues Kommunikationssystem namens ELKOS wird künftig die Koordinierung der Einsatzkräfte vereinfachen. Im Notfall will man damit wertvolle Sekunden sparen.
Notrufe sollen bald alle bei derselben Bearbeitungsstelle, der Landesleitzentrale, eingehen. Neben den jeweiligen Landesleitzentralen gab es in den Bundesländern bisher auch noch Bezirks- und Stadtleitstellen.

13 Millionen Euro hat die bundesweit einheitliche Software für das neue "Einsatzleit- und Kommunikationssystem" (ELKOS) gekostet. "Mit ELKOS wird die Einsatzsteuerung erleichtert und so die Effizienz der Notrufbearbeitung gesteigert. Die Polizei wird künftig noch schneller beim Bürger sein", so Innenminister Wolfgang Sobotka (VP) bei der Präsentation am Montag.

NÖ als Vorreiter

Der Grundstein für das Projekt wird in Niederösterreich gelegt, die nö. Feuerwehren machen den Anfang, bis 2019 soll das neue System in allen Bundesländern umgesetzt werden. "Das bundesweit einheitliche Einsatzleit- und Kommunikationssystem ist die Antwort auf die Digitalisierung der Gesellschaft", so Sobotka und Landesvize Stephan Pernkopf (VP) sowie nö. Feuerwehrchef Didi Fahrafellner.

CommentCreated with Sketch.8 Zu den Kommentaren Arrow-RightCreated with Sketch. Durch das einheitliche System soll sichergestellt werden, dass Anrufer ihre Daten nur einmal angeben müssen, auf Knopfdruck kann die Polizei dann Feuerwehr und Rettung zum Einsatzort schicken.

Die Notrufnummern 122, 133, 144 sowie das europäische 112 sollen damit alle über ELKOS bearbeitet werden. Es sei möglich, dass es für künftige Generationen überhaupt nur noch eine einzige Notrufnummer gebe.

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