Milliardär George Soros verzockt sich an der Börse

Der in Ungarn geborene George Soros ist mit Börsenspekulationen zum Milliardär geworden.
Der in Ungarn geborene George Soros ist mit Börsenspekulationen zum Milliardär geworden.Bild: picturedesk.com
Der Star-Investor George Soros hat sich gehörig verspekuliert. Er prophezeite der US-Börse einen Crash nach der Wahl von Donald Trump. Das Gegenteil trat ein.
George Soros gilt als Star-Investor. Mit seinem Riecher für die Entwicklungen an der Börse hat der in Ungarn geborene US-Milliardär ein riesiges Vermögen aufgebaut. Doch nun scheint ihn sein sprichwörtlicher Riecher verlassen zu haben.

Nach der Wahl Donald Trumps zum US-Präsidenten sagte Soros den US-Börsen einen Crash voraus. Er wettete auf einen Absturz der wichtigsten US-Aktienindexe. Doch die Rechnung ging nicht auf, wie jetzt bekannt wurde.

Höhenflug statt Crash an der Börse

Der Höhenflug an der Wall Street zwingt die Investoren-Legende zur Kapitulation. Soros hat seine Wetten gegen den S&P 500 – den wichtigsten amerikanischen Aktienindex – stillschweigend liquidiert. Das geht aus einer Pflichtmitteilung an die amerikanische Börsenaufsicht SEC hervor.

CommentCreated with Sketch.5 zu den Kommentaren Arrow-RightCreated with Sketch. Demnach reduzierte der 87-Jährige die Zahl der Put-Optionen, mit denen man auf fallende Kurse spekulieren kann, von knapp 1,8 Millionen zum Ende des ersten Halbjahrs auf aktuell 200.000 Papiere. Da er jedoch gleichzeitig mit 200.000 Scheinen auf einen steigenden S&P 500 wettet, ist auch der verbliebene Rest neutralisiert.

Ebenso verfuhr er mit seinen Technologie-Wetten. Hatte er vor drei Monaten noch mit 7,3 Millionen Scheinen auf einen Crash der Nasdaq gesetzt, wurde auch diese Position abgestoßen.

Blamage für Star-Investor

Diese klammheimliche Liquidierung ist eine Blamage für Soros. Wie so viele in der Branche hatte der Hedgefond-Manager mit einem Chaos an den Finanzmärkten gerechnet und dabei vor allem gegen Industriewerte, Schwellenländer oder Ölförderer gesetzt.

Soros hat auch mit anderen Positionen kein glückliches Händchen. So kaufte er 10.300 Aktien des Industriekonglomerats GE. Seit Juni hat die frühere Wall-Street-Ikone ein Drittel ihres Wertes verloren. Dafür veräußerte Soros die Aktien von Apple aus dem Depot. Zwölf Prozent haben die Aktien des iPhone-Herstellers in den vergangenen Monaten gewonnen. (red)

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