"Katastrophale Zustände" in Ex-Asylunterkunft

Im November verließen die letzten Flüchtlinge die Unterkunft in Mauer (Amstetten) – zurück blieben verwüstete Container.
Kaputte Fensterscheiben, zerstörte Möbel und herumliegende Medikamente – am Dienstag besuchten die beiden Amstettner FPÖ Mandatare Manuel Dorner und Bruno Weber die vor etwas mehr als einem Monat geschlossene Asylunterkunft in Mauer. Mit Kritik sparen sie nach dem Lokalaugenschein nicht.

"Noch vor wenigen Monaten wurden diese Container mit nagelneuen Betten, Kästen, Matratzen, einer funktionierenden Küche mit neuen Geräten, sowie mehreren Waschmaschinen zur Verfügung gestellt. Sieht man sich heute dort um, kommt einem das blanke Entsetzen", ärgert sich Dorner.

Lernutensilien und Dokumente am Boden

Während viele der Matratzen einfach am Boden im Freien landeten, sorgt auch das Innere der frei zugänglichen Container für Empörung bei den Blauen. "Neben Lebensmitteln, einem Haufen Müll wurden auch Lernutensilien und behördliche Dokumente zurückgelassen. Da stellt man sich schon die Frage, ob diese Unterlagen von den ehemaligen Bewohnern nicht mehr benötigt werden", so Dorner.

CommentCreated with Sketch.75 zu den Kommentaren Arrow-RightCreated with Sketch. Neben viel Kritik gibt es für die Betreiber von den Blauen auch eine Anzeige: Die beiden Politiker fanden nämlich verschreibungspflichtige Medikamente am Boden. Besonders sauer stößt Dorner auch auf, dass teure Elektrogeräte zurückgelassen wurden: "Viele Einheimische hätten sich, gerade zu Weihnachten, bestimmt über solche Dinge gefreut, aber stattdessen lässt man hier auch neue vom Steuergeld bezahlte Waschmaschinen und Küchengeräte einfach vergammeln."



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