"Allah, zerstöre die Juden, Christen und Hindus"

Asylstatus widerrufen: Abu Ramadan bei einer Ansprache in einem Hotel in Budapest
Asylstatus widerrufen: Abu Ramadan bei einer Ansprache in einem Hotel in BudapestBild: Facebook
Der Imam Abu Ramadan hat in einer Schweizer Moschee für die Vernichtung von "Ungläubigen" gebetet. Die Behörden haben seinem Treiben zugesehen.
Dem Schweizer Nachrichtendienst NDB war laut Medienberichten bekannt, dass der Imam Abu Ramadan in der Bieler Al-Rahman-Moschee in seinen Predigten zu Gewalt gegen Andersgläubige aufrief. Jetzt ist die Aufregung unter den Eidgenossen groß: Weder der NDB, noch die Stadt Biel haben ihm Einhalt geboten.

Allah solle Andersgläubige vernichten – dies war Inhalt seiner Gebete, die 20 Minuten vorliegen. "Oh Allah, ich bitte dich... zerstöre die Juden, die Christen, die Hindus und die Russen und die Schiiten." – Solche Zitate fordern laut Antirassismus-Gesetz, dass die Behörden eingreifen, wie Gerhard Fiolka, Rechtsprofessor an der Uni Freiburg, dem "Sonntagsblick" sagt. "Die Strafverfolgungsbehörden sind verpflichtet, ein Verfahren zu eröffnen, wenn ihnen ein entsprechender Verdacht bekannt wird."

Verfahren gefordert

Auch der Schweizerische Israelitische Gemeindebund sieht das so und fordert, "dass die Behörden da hart durchgreifen und die rechtlichen Möglichkeiten konsequent ausschöpfen, unter anderem mit einem Verfahren wegen Aufruf zur Gewalt."

CommentCreated with Sketch.23 zu den Kommentaren Arrow-RightCreated with Sketch. Auch Politiker reagieren mit der Forderung, den Imam zur Rechenschaft zu ziehen. Und manche gehen noch weiter: FDP-Ständerat Joachim Eder hofft laut "Sonntagsblick", dass mit dem neuen Nachrichtendienstgesetz radikalen Predigern das Handwerk gelegt werden kann. Andernfalls müsse das Parlament nochmals über die Bücher.

Jahrelang von Sozialhilfe gelebt

Abu Ramadan lebte jahrelang in der Region Biel von Sozialhilfe. Heute ist er Rentner und bezieht Ergänzungsleistungen. Der Bund hat dem 64-jährigen Libyer den Asylstatus entzogen. Sobald dieser Entscheid rechtskräftig ist, will der Kanton Bern die Niederlassungsbewilligung des Mannes überprüfen.

In Österreich werden insgesamt sechs Imame verdächtigt, zum Extremismus aufzurufen. Nähere Informationen lesen Sie hier. (nxp, red)

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