"Alles was Recht ist" - Von der Folterbank bis zur Gefängniszelle

Ab heute pilgern Kulturbegeisterte nach Pöggstall (Melk): Die Landesausstellung "Alles was Recht ist" befasst sich mit der Rechtsgeschichte. Wer schon immer einmal wissen wollte wie es in einer Gefängniszelle ist, kann sich jetzt dort einen Eindruck verschaffen. Wer besonders schlimm ist, kommt auf die Strafbank. Politgrößen wie Erwin Pröll zeigten sich begeistert von den interaktiven Installationen.
Ab heute pilgern Kulturbegeisterte nach Pöggstall (Melk): Die Landesausstellung "Alles was Recht ist" befasst sich mit der Rechtsgeschichte. Wer schon immer einmal wissen wollte wie es in einer Gefängniszelle ist, kann sich jetzt dort einen Eindruck verschaffen. Wer besonders schlimm ist, kommt auf die Strafbank. Politgrößen wie Erwin Pröll zeigten sich begeistert von den interaktiven Installationen. 
"Jeder Mensch, egal woher er kommt, hat dasselbe Recht. Das vergessen wir oft", mit diesen Worten eröffnete Landeshauptmann Erwin Pröll die Landesausstellung "Alles was recht ist" im Schloss Pöggstall. Die Schau spannt den Bogen der Rechtsgeschichte bis zur Gegenwart - vom Wandel des Umgangs mit Straftätern bis zur heutigen Rechtslage. So beschäftigt sich etwa der erste Abschnitt der Ausstellung mit der historischen Entwicklung von Rechtsordnung und Justizeinrichtung. Strafbücher aus dem 19. Jahrhundert sind für die Besucher und Besucherinnen zu sehen. Auch interaktive Installationen sollen die Welt des Gerichts näher bringen.

Begehbare Gefängniszelle

Der zweite Abschnitt widmet sich dem Thema Strafe und deren unterschiedlichen Formen. Unter anderem können Besucher durch das Drehen zweier Informations-Scheiben herausfinden, wie Straftaten in den unterschiedlichen Epochen gerichtet wurden. Ebenso ist eine begehbare Gefängniszelle aufgebaut, die sieben Quadratmeter groß ist. Daneben ist ein vier Quadratmeter großer WC-Raum für Rollstuhlfahrer am Boden aufgezeichnet, sowie ein 12 Quadratmeter großer Parkplatz. Dadurch sollen die Besucher ein Gefühl für die Größe der Gefängniszelle bekommen.

Folter- und Verhörmethoden 

Recht und Rechtsprechung zur Zeit des Nationalsozialimus stehen im Fokus des dritten Kapitels. Mit der Entwicklung der Folter beschäftigt sich Teil vier der Ausstellung. Hier wird zum Beispiel auf das Gefangenenlager Guantanamo und deren Folter- und Verhörmethoden Bezug genommen. In Abschnitt fünf geht es um die Geschichte der Menschen- und Grundrechte. Insgesamt bietet die Schau eine Mischung aus Originalobjekten, grafischen Aufbereitungen, multimedialen und interaktiven Stationen.

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