"Alt-Wien": 970 Kinder suchen noch einen Kiga-Platz

Bild: Sabine Hertel

Die emotionale Talfahrt für viele Eltern in der Causa Alt-Wien nimmt kein Ende. Ex-Betreiber Richard Wenzel soll 6,65 Millionen Euro zweckwidrig verwendet haben, die Stadt stellt die Förderungen mit 1. September ein. Somit benötigen 2.170 Kinder einen neuen Kiga-Platz. 1.200 davon wurden bereits umgemeldet, so die Stadt.

Die emotionale Talfahrt für viele Eltern in der Causa „Alt-Wien“ nimmt kein Ende. Ex-Betreiber Richard Wenzel soll 6,65 Millionen Euro zweckwidrig verwendet haben, die Stadt stellt die Förderungen mit 1. September ein. Somit benötigen 2.170 Kinder einen neuen Kiga-Platz. 1.200 davon wurden bereits umgemeldet, so die Stadt.
Von diesen 1.200 Kindern haben 470 einen Platz in einem städtischen Kindergarten erhalten, der Rest in einem privaten. Laut Gernot Barton, Leiter der Platzvergabe, kamen 200 Sprösslinge bei den Kinderfreunden, jeweils 70 bis 80 bei "Kinder in Wien", der St. Nikolausstiftung und der Kindercompany sowie rund 35 in Einrichtungen der Diakonie unter. Der Rest verteilt sich auf kleine, private Anbieter.

Maßnahmen greifen

Wie MA 10-Leiterin Daniela Cochlar betont, wurden auch weitere Maßnahmen gesetzt: Im Kindergarten Waidhausenstraße wurden etwa 16 Krippen- und in der Volksschule Hütteldorf (beide Penzing) 25 zusätzliche Hortplätze geschaffen. Zudem werden Bauprojekte beschleunigt. So soll der Kindergarten in der Speisinger Straße 135 (Liesing) bereits im Oktober eröffnet werden. „Unser Maßnahmenpaket greift“, stellte die zuständige Stadträtin Sandra Frauenberger (SP) klar, die für ihr Krisenmanagement von Eltern und Opposition mehrfach kritisiert wurde.

Aktuell bangen noch 970 Kinder um ihren Platz. Laut „Alt-Wien“-Vorstand werden diese aber auch im September in ihrer gewohnten Umgebung von ihren Pädagoginnen betreut.

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