"Amt steckte mich zu Kindsmörderin"

Walfried J. zieht jetzt vor Gericht.
Walfried J. zieht jetzt vor Gericht.Bild: Helmut Graf
Denn sie wussten (nicht), was sie tun: Das Jugendamt brachte Walfried J. bei einer verurteilten Kindsmörderin unter, die ihn täglich misshandelte.
Walfried J. hatte niemals eine Chance im Leben. Er wuchs bei einer verurteilten Mörderin in der Steiermark auf, die ihm 15 Jahre lang unvorstellbares Leid zufügte. Später wurde der 52-Jährige selbst zum Gewalttäter – und will jetzt endlich ein normales Leben. Dazu gehört juristische Gerechtigkeit.

Beweise verschwunden

"Dieses Monster hat mich 15 Jahre lang gefoltert. Ich wurde als Kind etwa in einen dunklen Raum gesperrt, ans Bett gefesselt und blutig geschlagen. Alle meine Milchzähne hat sie mir mit einer rostigen Beißzange gezogen – bis heute leide ich unter den Folgen", schildert Walfried J. Im Zuge jahrelanger Nachforschungen hat er aufgedeckt, dass die BH Leibnitz Schuld an der Misere hatte – und ganz genau wusste, wohin sie ihn steckte. Nämlich zu einer Frau, die ihr eigenes Kind getötet hatte.

Einen entsprechenden Amtsvermerk hat Walfried J. 2016 eingesehen und heimlich abfotografiert. Als er danach an die Öffentlichkeit ging, verschwand dieser brisante Teil aus dem Akt. "Man versucht mich dadurch als Lügner hinzustellen. Aber ich gebe nicht auf", sagt er. Der Familienvater hat nun eine Sachverhaltsdarstellung an die Staatsanwaltschaft geschickt. Da das Land Steiermark ihn nicht entschädigt, will er mit brisanten Gutachten vor Gericht ziehen. Auf www.ueberlebt.at sammelt er Geld für den Rechtsstreit

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