"Armide": Liebe am Seziertisch

Bild: Wiener Staatsoper/Michael Pöhn

Ein Seelendrama erster Güte spielt sich ab Sonntag an der Wiener Staatsoper ab - so intensiv, dass die Flammen der Inbrunst am Ende sogar (fast) das spektakulär in allen Einzelteilen bewegliche Bühnenbild dahinraffen.

Ein Seelendrama erster Güte spielt sich ab Sonntag an der Wiener Staatsoper ab – so intensiv, dass die Flammen der Inbrunst am Ende sogar (fast) das spektakulär in allen Einzelteilen bewegliche Bühnenbild dahinraffen.
Grund für das Debakel: Als erste Saisonpremiere holt das Haus (nach "Alceste" 2012) mit "Armide" eine zweite späte Gluck-Oper zurück ins Repertoire, als Zauberin Armide mäandert Französin Gaëlle Arquez zwischen Liebe und Verachtung für Ritter Renaud (Stanislas de Barbeyrac).

In Szene setzt das 1777 uraufgeführte "Drame héroïque" Barockspezialist Ivan Alexandre – für ihn ist die Titelheldin nur nach außen hin die schöne Verführerin: "Wie am Seziertisch wird hier jede Daseinsform der Liebe präsentiert: Lust, Scham, mystische Liebe, Sklaverei, Generosität, Erpressung – und eben Hass." Am Pult steht Marc Minkowski. Ö1 überträgt die Premiere live.

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