"Ärzte ohne Grenzen" rettet wieder Flüchtlinge

Die Hilfsorganisationen "Ärzte ohne Grenzen" und "SOS Mediterranee" nehmen erneut Missionen im Mittelmeer auf. Am Sonntag ging es in Marseille los.
Erneuter Einsatz im Mittelmeer: Die Hilfsorganisationen "Ärzte ohne Grenzen" und "SOS Mediterranee" werden in Kooperation wieder Rettungsmissionen durchführen. Wie am Sonntag bekannt wurde, stach die "Ocean Viking" unter norwegischer Flagge in Marseille in See.

Somit wird das Schiff bereits Ende der Woche in der internationalen Rettungszone vor Libyen ankommen. Das Schiff ist darauf ausgelegt rund 200 Menschen an Bord nehmen zu können. Es ist damit das derzeit größte im Einsatz befindliche Rettungsschiff auf dem Mittelmeer.

Nicht die erste Kooperation



Bereits in der Vergangenheit kooperierten die beiden Organisationen. Das gemeinsam betriebene Rettungsschiff "Aquarius" musste 2018 allerdings seinen Dienst einstellen, nachdem Italien großen Druck auf die Seenotretter ausgeübt hatte.

CommentCreated with Sketch.6 zu den Kommentaren Arrow-RightCreated with Sketch. Bei der "Ocean Viking" handelt es sich um ein sogenanntes Hochsee-Versorgungsschiff mit einer Klinik an Bord. Es können also medizinische Notfälle versorgt werden. Ebenfalls wieder auslaufen soll die "Allan Kurdi".

Auch "Sea-Eye" will wieder ausfahren



Das Rettungsschiff der deutschen NGO "Sea-Eye" hatte erst am Sonntag 40 Gerettete an das maltesische Militär übergeben. Die Geflüchteten durften in Malta an Land gehen und sollen nun auf andere EU-Mitgliedsstaaten aufgeteilt werden.

Weil derzeit kein anderes Schiff in der Rettungszone sei, sieht es "Sea-Eye" als "humanitäre Pflicht an, in die Suchzone zurückzukehren", sagte der Gordon Isler, Sprecher der Organisation zur dpa. Man könne nicht warten "bis die Politiker aus ihren Sommerferien kommen und dann endlich Lösungen finden." (mr)

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