"Atomic Blonde": Taffe Actionheldin in Berlin

Am 24. August kommt der US-Spionage-Thriller "Atomic Blonde" in die österreichischen Kinos. Charlize Theron spielt die Hauptrolle. Hier die Review.
Atemberaubende Stunts, lesbische Sexszenen und Musik aus den 80er Jahren - das alles hat der neue Spionage-Thriller "Atomic Blonde" unter der Regie von David Leitch zu bieten.

Plot

Im Mittelpunkt von "Atomic Blonde" steht die britische Geheimagentin Lorraine Broughton (Charlize Theron), die im geteilten Berlin im Jahr 1989 einen abhanden gekommenen Mikrofilm auftreiben muss.

Darauf sind die Mitarbeiter aller Geheimdienste, die in der Stadt arbeiten, aufgelistet. Widerwillig muss sie sich mit dem dort stationierten Agenten David Percival (James McAvoy) zusammentun, doch der ist nicht wirklich daran interessiert. Es geht buchstäblich ums nackte Überleben. Mit Kalkül, Sinnlichkeit und unerbittlicher Härte kommt Lorraine Zug um Zug ihrem Ziel näher.

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In David Leitchs ("John Wick") unerbittlichem Action-Thriller nach der Comic-Romanvorlage von Antony Johnston sind neben Theron und McAvoy unter anderem auch hochkarätige Schauspieler wie John Goodman, Sofia Boutella ("Die Mumie"), Bill Skarsgård (Pennywise in der neuen "Es"-Verfilmung) und der deutsche Filmstar Til Schweiger zu sehen.

Zeitreise in die 1980er Jahre

Besonders gut gelungen sind die atemberaubenden Actionszenen, die der Film dem Stunt-Koordinator und Regisseur David Leitch zu verdanken hat. Passend ist auch der Soundtrack - von New Orleans, über Falco, Nena bis Public Enemy ist alles dabei. "Atomic Blonde" ist eine musikalische, politische und visuelle Zeitreise in die 1980er Jahre. Inhaltlich ist "Atomic Blonde" eher schwach: manche Szenen erinnern stark an die Tarantino-Filme "Reservoir Dogs" und "Kill Bill".

Schauspielerisch glänzt die Darstellerin und Produzentin Charlize Theron, die 2004 als Serienkillerin im Film "Monster" mit einem Oscar ausgezeichnet wurde. Auch wenn ihr Charakter in "Atomic Blonde" kaum Tiefe besitzt, als Zuschauer nimmt man ihr die Rolle der eiskalten Agentin in jeder Sekunde ab. Die Nebendarsteller bleiben dagegen leider eher farblos, wie etwa James McAvoy oder Til Schweiger.

Fazit: Großartige Action-Szenen und hochkarätige Besetzung; inhaltlich hat "Atomic Blonde" jedoch recht wenig zu bieten.

Trailer zu "Atomic Blonde"



"Atomic Blonde" startet am 24. August 2017 in den österreichischen Kinos.



(LM)

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