Österreich

"Angsterregend, wenn einem die Luft wegbleibt"

Heute Redaktion
13.09.2021, 13:45

Zehn Prozent der Niederösterreicher leiden an der Atemwegserkrankung Asthma. Trotzdem weiß man oft zu wenig darüber, sind sich Experten und Betroffene einig.

Asthma ist eine der häufigsten chronischen Erkrankungen des Landes: Zehn Prozent der Niederösterreicher leiden an der Atemwegserkrankung, die einem die Luft nimmt, trotzdem weiß man darüber meist nicht viel. Damit sich das ändert, setzten sich seit 1998 jährlich Betroffene und Experten am ersten Dienstag im Mai dafür ein, dass Menschen mehr über die Erkrankung erfahren. Denn immer noch gibt es viele Menschen, die Asthma haben und nicht oder falsch behandelt werden.

Schwere Allergie als Auslöser für genaue Untersuchung

"Es ist richtig angsterregend, wenn einem die Luft weg bleibt", erzählt Matthias N., ein 28-jähriger Betroffener aus der Wachau gegenüber "Heute". Vor allem in den Frühlingsmonaten fühle er sich stark eingeschränkt. Bei ihm wurde die Krankheit in der Jugend entdeckt, weil er mit einem Mal immer wieder in unterschiedlichen Situationen nur sehr schwer Luft bekam. Die Behandlung half ihm sehr, doch sei es nicht immer leicht gewesen mit der Einschränkungen zurecht zu kommen. Vor allem die Frühlingsmonate, in denen die Freunde Radtouren machten und hinaus wollten, seien oft schwer gewesen, wenn man selbst nicht mit darf.

"Asthma ist nicht Asthma", das betont Prof. Dr. Wolfgang Pohl, Lungenarzt und Asthma-Experte in Wien, beim vom Arzneimittel-Hersteller GSK organisierten Expertentalk zur Kampagne #asthmaimdialog. Der Konzern stellt nicht nur Medizin gegen Asthma her, sondern ist auch in der Asthma-Forschung aktiv. Gerade die nicht durch Allergien ausgelöste Form der Erkrankung bliebe häufiger unentdeckt, erklärt Pohl. Das schränke die Lebensqualität erheblich ein.

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Und genau dies müsse nicht so sein. Neben der Standard-Therapie mit Cortison in Spray-Form oder Tabletten und Injektionen bei schweren Erkrankungen gäbe es sehr viele Therapie-Möglichkeiten die vielen Menschen sehr gut helfen könnten. Die Abklärung durch einen Facharzt sei dafür unerlässlich, auch, um eine falsche Behandlung durch Fehl-Diagnosen zu vermeiden.

Gerade in der Coronakrise haben es Asthmatiker besonders schwer, denn sie gehören zur Risikogruppe, was heißt, sie müssen bei einer Infektion mit einem schweren Verlauf rechnen.